Zeitmanagement im dualen Fernstudium – Lernen, Arbeiten & Freizeit | mit Kim Nguyen
Ein duales Fernstudium bedeutet, Studium und Beruf gleichzeitig zu bewältigen – aber wie organisiert man sich dabei am besten? Wie findet man eine Balance zwischen Lernen, Arbeiten und Freizeit, ohne den Überblick zu verlieren?
Kim Nguyen studiert Online Marketing & Marketingmanagement an der @iststudieninstitut -Hochschule für Management und arbeitet zugleich auch dort. Im Gespräch mit Christian berichtete sie über ihren Lernalltag, wie sie ihr Studium strukturiert und welche Strategien ihr dabei helfen, effizient zu lernen, ohne sich zu überlasten. Außerdem sprachen die beiden über Online-Vorlesungen, den Einsatz von KI-Tools beim Lernen und den Austausch mit Dozenten.
In Podcast Folge 40 haben Christian und Kim über das duale Studium an der IST Hochschule gesprochen – von den Studieninhalten und Praxisphasen über Prüfungen und Seminare bis hin zum Zeitmanagement und den Herausforderungen der Vereinbarkeit von Studium und Beruf.
Die ganze Folge: youtube.com/watch
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Transkript
Das letzte Thema, über das wir noch reden wollten, ist das Thema Zeitmanagement. Du hast auch schon angesprochen, dass es im dualen Studium schwierig sein kann, alles unter einen Hut zu bekommen.
Vielleicht gibst du uns mal einen kleinen Einblick: Du hast gesagt, du arbeitest drei Tage die Woche, das ist eine ganze Menge, wenn du nebenher noch lernen willst. Und soweit ich weiß, ist das letztendlich ein Vollzeitstudium, du ziehst es ja auch in sechs Semestern durch. Wie kann man sich das vorstellen – lernst du an den Tagen, an denen du arbeitest, auch noch? Zu welchen Zeiten lernst du? Versuch uns mal einen ganz kleinen Einblick in deinen Lernalltag zu geben.
Nach acht Stunden Arbeit wird nicht mehr gelernt
Mein Lernalltag gestaltet sich eigentlich so, dass ich an den Tagen, an denen ich voll arbeite, also meine vollen acht Stunden, nach der Arbeit nicht mehr lerne – weil ich dann einfach fertig bin. Man möchte ja auch ein bisschen runterkommen, und man muss das Ganze ja auch durchhalten können. Deswegen ist es auch wichtig, sich seine freie Zeit noch einzuplanen.
Ich lerne meistens an meinem anderen halben Tag – ich arbeite ja nicht drei Tage, sondern dreieinhalb. An diesem einen halben Tag lerne ich, und am fünften, freien Tag mache ich dann immer Uni-Zeug. Die Wochenenden halte ich mir frei, weil es mir einfach wichtig ist, auch noch Freizeit und ein bisschen Leben zu haben – weil man das Ganze sonst nicht durchsteht.
Das heißt, man braucht schon eine klare Strukturierung, man muss sich die Zeiten festsetzen und sie dann vor allem auch einhalten. Wenn zum Beispiel Klausuren anstehen, dann lerne ich schon auch abends noch mal – aber es ist dann eher ein bisschen Durchlesen und Wiederholen, als dass ich aktiv etwas für die Uni mache. Das ist so meine Strukturierung.
Erst die Tutorien, dann die Hefte
Und wie gehst du im Uni-Alltag vor? Das ist wahrscheinlich auch von Modul zu Modul unterschiedlich. Du hast gesagt, du schaust dir Online-Vorlesungen an – die übrigens auch nicht jede Fernhochschule hat, das ist jetzt nicht Standard, dass es Online-Vorlesungen gibt, bei denen man sich hinsetzen und das in der Form anschauen kann. Gibt es da irgendwelche Routinen oder Strategien, die du in Bezug auf die Lernhefte hast?
Ich habe übrigens auch noch ganz viele Lernhefte von der IST-Hochschule, da gab es immer die Einsendeaufgaben zu erledigen. Das ist im Studium sicherlich ein bisschen anders – oder gibt es auch dort Einsendeaufgaben, die du erledigst, wenn du einen Abschnitt durchgearbeitet hast?
Nein, in meinem Studium zumindest nicht. Ich weiß nicht, wie es in anderen Studiengängen ist, aber im Online-Marketing-Studium nicht.
Meine Herangehensweise ist erst mal, mir entweder die Vorlesung anzuschauen oder die Online-Tutorien. Was ich von anderen Studenten mitbekommen habe, ist, dass die sich die kompletten Lernhefte einmal durcharbeiten – das ist meiner Meinung nach viel zu zeitaufwendig. Zeitsparender wäre es, wenn man sich die Online-Tutorien anschaut, sich damit einen groben Überblick schafft, dann das Wissen aus den Tutorien noch mal durch die Online-Vorlesungen vertieft und dann im Studienheft Sachen eher nachschlägt.
Das ist meine Herangehensweise, um das Ganze auch zu komprimieren und eben nicht jeden Tag fünf Stunden lernen zu müssen. Das ist auch mein Tipp an alle anderen Studenten.
KI-Tools und der Draht zu den Dozenten
Nutzt du eigentlich auch KI-Tools zum Lernen oder zum Recherchieren?
Zum Recherchieren ja, vor allem gerade dann, wenn ich Sachen nicht direkt verstehe. Dann frage ich noch mal die KI und prompte das so, dass sie es mir ganz einfach erklären soll. Das hilft sehr viel.
Ansonsten quatsche ich auch direkt mit den Dozenten darüber, die sind ja gefühlt 24/7 erreichbar. Man kann ihnen eine Mail schreiben, und sie antworten innerhalb von 24 Stunden.
Der Vorteil der Online-Vorlesung
Ein Vorteil bei den Online-Vorlesungen ist natürlich auch: Man kann stoppen und skippen, wie man möchte. Das heißt, man muss nicht die ganze Zeit wie in der Präsenzuni alles schnell mitschreiben, sondern man hat wirklich die Zeit, das Video einmal kurz zu pausieren, darüber nachzudenken, sich die Sachen aufzuschreiben und noch mal nachzufragen – und kann dadurch dann auch besser lernen.
Sport als Ausgleich
Sport spielt aber auch eine wichtige Rolle in deinem Leben. Die IST ist ja irgendwie auch eine Fitnesshochschule, auch wenn sie IST-Hochschule für Management heißt. Gehst du auch immer noch deinem Kampfsport nach?
Tatsächlich nicht mehr wirklich. Ich gehe noch ins Gym, aber Karate an sich mache ich nicht mehr. Ich glaube, auch weil ich es einfach jahrelang jeden Tag gemacht habe – jeden Tag die Katas gelaufen, für die Leute, die sich damit auskennen, jeden Tag gedehnt. Deswegen brauche ich auch mal ein bisschen etwas anderes. Aber ich merke tatsächlich, dass es mir ein bisschen fehlt, weshalb ich demnächst wahrscheinlich mit BJJ anfangen will, also mit etwas anderem.
Aber Sport ist trotzdem sehr wichtig, das dann auch einzuhalten, weil es einen einfach runterbringt – vor allem gerade, wenn man im Büro sitzt oder nach dem Büroalltag noch mal für die Uni sitzen muss. Da ist es schon wichtig, dass man die Bewegung beibehält.
Für mich ist das auch ein wichtiges Ding, um einfach Sachen zu verarbeiten. Wenn ich eine Runde laufen gehe, dann rattert mein Kopf erst mal eine ganze Weile – und dann laufe ich, und irgendwann denke ich gar nichts mehr, dann habe ich all das verarbeitet, worüber ich nachdenken musste. Das hilft manchmal auch, den Lernstoff einfach noch ein bisschen zu vertiefen.

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