So war mein Fernstudium an der FernUni Hagen – Erfahrungen Wiwi + Kulturwissenschaft
Fernstudium an der FernUni: Qualität der Studienmaterialien, Präsenzveranstaltungen und Kosten – darüber berichtet der ehemalige FernUni-Student Christian in diesem Erfahrungsbericht. Christian studiert heute an einer Präsenzhochschule. Warum die FernUni Hagen nicht so gut zu ihm gepasst hat, das erfahrt ihr im Video.
Inhalt:
0:36 Qualität der Studienmaterialen
5:49 Studienmaterialen im Vergleich mit anderen Hochschulen
8:03 Präsenzveranstaltungen
11:46 Kosten und Studiengebühren
15:54 Ist das Fernstudium an der FernUni Hagen sehr schwer?
Zu diesem Video gibt es auch einen Beitrag im Magazin: fernstudi.net/magazin/14345
👉 Bewertungen und Erfahrungen zur FernUni sowie Übersicht über das Studienangebot: fernstudi.net/fernhochschulen/fernuni-hagen
👉 Infos zur Hochschule Fresenius: fernstudi.net/fernhochschulen/hochschule-fresenius
👉 Infos zur Hochschule Macromedia: fernstudi.net/hochschule-macromedia
Fernstudium vs. Präsenzstudium: Aus diesen 4 Gründen habe ich mich fürs Präsenzstudium entschieden youtube.com/watch
Erwähnte Foren und Communities:
Fernstudi.net: fernstudi.net/community
Fernstudium-Infos: fernstudium-infos.de
Studienservice: studienservice.de
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Transkript
Ich habe einige Semester lang an der FernUni Hagen studiert, Kulturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. In diesem Video werde ich ein kleines bisschen erzählen, wie das Ganze bei mir war und abgelaufen ist und wie ich es fand. Ich zeige euch natürlich auf jeden Fall die Studienunterlagen und werde die mal ein ganz kleines bisschen mit den Unterlagen von anderen Hochschulen vergleichen. Wir gucken uns an, was das Ganze kostet und für wen sich dieses Studium mehr oder weniger lohnt. Mein Name ist Christian, ich wünsche euch jetzt viel Spaß mit diesem Video.
Die Studienunterlagen der FernUni Hagen
Das Allerwichtigste zuerst in diesem Video, nämlich die Studienunterlagen – ich denke mal, das interessiert die meisten von euch. Ich habe hier mal so ein einzelnes Modul aus dem Studium, das ist aus dem Fach Wirtschaftswissenschaften, und zwar die Kurseinheit 1, Jahresabschluss. Ihr seht: Nur für dieses eine Thema Jahresabschluss hat man hier schon einen richtigen Schwung an Unterlagen. Also hier ist es nicht unbedingt wenig, so sehen die ganzen Hefte hier von vorne aus.
Wenn man sich das Ganze mal in diesem einzelnen Heft anguckt, dann seht ihr: Die sind hier gelocht auf jeden Fall, und hier mit einer ganz einfachen Klebebindung gestaltet. Dass die gelocht sind, ist auf jeden Fall vorteilhaft, man sollte die auch abheften. Bei mir war das dann so in Kulturwissenschaften vor allem – damals sind gerade die ganz dicken Hefte auch schnell mal einfach auseinandergeflogen. Das passiert hier, glaube ich, nicht ganz so schnell. Die lassen sich an sich auch ganz gut biegen, da kann man schon ganz okay mit arbeiten.
Wenn wir mal hineingucken, dann sieht man – ich zumindest als, sage ich mal, Formatierungs- und Layout-Experte, ich habe lange als Lektor gearbeitet – ich erkenne auf jeden Fall sofort: Das ist hier mehr oder weniger in Word zusammengebastelt. Das ist auch nicht ganz so schlimm. Ansonsten ist die Schrift natürlich sehr groß, alles sehr gut lesbar.
Aber was natürlich auffällt: hier beispielsweise gerade in diesem Heft, das geht gleich los auf Seite 11, da hat man so einen typischen Satzfehler drin. Ich weiß nicht, ob man das jetzt so gut erkennen kann, aber hier steht „Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.“ Das ist ein typischer Fehler, den Anfänger mit Word machen, die das Ganze dann nicht noch einmal überprüfen kurz vor dem Druck. Die formatieren das irgendwie hin und her zurecht und vergessen dann zum Schluss, das ganz normal zu aktualisieren und eben so einen Fehler zu überprüfen und zu entfernen. In einem professionellen Satzstudio passiert so etwas nicht.
Ich sage das auch nur, weil man daran merkt, dass das sehr wahrscheinlich intern in der Uni Hagen zurechtformatiert wird, keine Ahnung, von wissenschaftlichen Hilfskräften oder so.
Etwas anderes ist natürlich der Inhalt, und der ist wirklich auf hohem Niveau. Wenn man sich das so durchliest – das ist jetzt nicht so, dass das hier von irgendwelchen Anfängern geschrieben wird, sondern hier arbeiten einfach Profs und gestandene Lehrkräfte an diesen Heften. Man hat hier, was ich ziemlich cool finde, gerade in dem Heft einen Haufen Übungsaufgaben oder Kontrollfragen, die gestellt werden, und hier zum Schluss des Heftes hat man dann noch einmal Lösungen zu den Übungsaufgaben.
Zusatzliteratur: das Buch vom Professor
Was auch auffällt: Ganz am Anfang von diesem Heft wird gleich ein Buch empfohlen, das man sich dazukauft. Und hier muss ich sagen, das ist bei mir im Studium genau dasselbe – ich studiere mittlerweile im Präsenzstudium, darauf gehe ich im Laufe des Videos noch ein bisschen ein. Da muss ich mir auch zu jedem Modul Lehrbücher dazukaufen. Also beispielsweise ein Modul zu Zivilrecht beziehungsweise zum BGB, das ich dieses Semester absolviere – da muss ich mir auf jeden Fall ein Lehrbuch dazukaufen zum BGB, das hat alleine schon knapp 30 Euro gekostet. Und dann brauche ich auf jeden Fall noch ein Übungsbuch dazu, wo halt Fälle mit Lösungen drin sind, sonst würde ich da einfach nicht durchkommen. Ich hoffe zumindest, dass ich damit durchkomme. Aber das sind dann alleine schon mal 30 bis 40 Euro, die ich für Zusatzliteratur ausgeben muss.
Nichts anderes ist das hier natürlich auch an der FernUni Hagen. Da braucht man je nach Fach natürlich auch ein bisschen Zusatzliteratur, alleine schon das BGB, das man sich dann dazukauft, wenn man BWL oder Rechtswissenschaften oder irgendetwas in der Richtung studiert.
Was mir hier halt ein bisschen aufstößt – und das war auch häufig in anderen Modulen so – ist, dass die Professoren beziehungsweise Dozenten ihre eigene Literatur empfehlen, die man sich dann dazukaufen sollte. Hier, das ist so ein Buch, das habe ich dann auch noch mit dazu: das Buch Jahresabschluss, im Selbstverlag verlegt. Das erkennt natürlich nicht sofort jeder, sondern eher so ein Verlagsprofi – ich kenne mich in dem Bereich wirklich gut aus. Aber ich muss sagen, dass dieses Buch von der Aufmachung her auch sehr umfangreich und schon sehr ordentlich ist. Ich weiß nicht, was das gekostet hat, da hat man dann aber auf jeden Fall einen Haufen Aufgaben auch mit Lösungen drin, und ich glaube, das braucht man dann auch, um irgendwie durch die Klausur durchzukommen.
Wie gesagt, es hat immer ein kleines bisschen Beigeschmack, dass die Profs dann noch ihre eigene Literatur an den Mann bringen wollen. Aber wahrscheinlich würde ich das auch nicht anders machen, wenn ich da jetzt an der Uni eine Lehrkraft wäre und die Möglichkeit hätte, dann auch meine eigenen Bücher zu verkaufen.
Der Vergleich: Macromedia und Hochschule Fresenius
Ich würde euch noch Studienunterlagen von anderen Hochschulen zeigen, die ich so kenne. Ich habe hier ein Studienskript von der Macromedia Hochschule – die sind jetzt auch mit mehr Fernstudiengängen an den Start gegangen. Ich habe hier ein Studienskript aus einem dieser Management-Studiengänge, und ich muss sagen: Das ist wirklich wunderschön gestaltet. Die sind hier auf jeden Fall farbig gedruckt, im Gegensatz zu den Unterlagen der FernUni Hagen. Dann gibt es manchmal sogar Leerseiten, damit man sich Notizen machen kann – ich weiß nicht, wer das braucht. Man hat hier wirklich auch einen Haufen Kontrollfragen drin, die typografisch wunderschön vom Rest abgehoben sind.
Hier merkt man auch, dass diese Hochschule eine der führenden privaten Hochschulen ist, was den Bereich Gestaltung und Kommunikation angeht, sehr viele Abbildungen und so weiter. Also wunderschön gestaltete Hefte – so ein Probeheft kann man sich, glaube ich, auch über die Webseite der Hochschule anfordern.
Und das andere Extrembeispiel zu den mehr oder weniger lieblos gestalteten Unterlagen der FernUni Hagen ist hier dieses StudyMag von onlineplus. Onlineplus ist die Marke, sage ich mal, der Hochschule Fresenius, die auch mit mehreren Fernstudiengängen in den letzten Jahren an den Start gegangen ist. Und ich muss sagen, diese Studienhefte sind mit das Schönste, was mir in meiner ganzen Karriere im Bereich Fernstudium unter die Augen gekommen ist. Die sind wie kleine Zeitschriften formatiert und layoutet, da steckt richtig viel Liebe zum Detail drin. Das ist wirklich komplett anders als diese Word-Unterlagen hier von der FernUni Hagen.
Ich habe hier auch wirklich nur so ein Heft – aber natürlich bezahlt man für so einen Studiengang an der Hochschule Fresenius auch 10.000 bis 15.000 Euro, und das ist dann doch schon um ein Mehrfaches teurer als die Kosten, die man an der FernUni Hagen hat, auf die ich gleich noch zu sprechen komme.
Moodle und was es nicht gibt
Die Studienunterlagen werden ergänzt durch Moodle. Moodle ist eine Lernplattform, so ein bisschen eine Art Online-Campus. An der FernUni Hagen loggt man sich dann ein, hat für jedes Modul quasi so einen kleinen Forenbereich, einen Bereich, wo man Aufgaben lösen kann und teilweise auch soll, wo man dann auch mit Tutoren kommuniziert und auch ein bisschen Kontakt zu seinen Kommilitonen aufnehmen kann.
Das ist jetzt technisch nichts Besonderes und auch ästhetisch nichts Besonderes, so wie ich das damals zumindest kennengelernt habe. Da sind meiner Meinung nach viele Online-Campus von privaten Hochschulen ein ganzes Stückchen weiter oder ästhetischer. Aber es ist natürlich auch sehr zweckhaft und funktioniert auf jeden Fall.
Online-Vorlesungen und so etwas gibt es nicht so richtig an der FernUni Hagen, also nicht so, wie man das vielleicht von anderen Hochschulen kennt, wie der IU beispielsweise, die sehr viel Videomaterial für ihre Studiengänge produziert, oder Podcasts und so etwas. Das gibt es in Ansätzen an der FernUni, kann man aber nicht erwarten, weil ihr da meistens mit diesen eher schlichten Unterlagen lernt und mit Büchern, die man sich zusätzlich kauft.
Präsenzveranstaltungen und Klausuren
Was man aber natürlich noch hat, sind Präsenzveranstaltungen. Da habe ich bisher zumindest im Studium an einer einzigen teilgenommen. Das sind dann so Blockseminare, die hat man dann in der Regel ein- bis zweimal im Semester, je nach Studiengang – ich glaube, es gibt auch Studiengänge, wo man gar keine Präsenzveranstaltungen hat. Diese Veranstaltungen finden immer in Studienzentren statt, und da kommt es natürlich darauf an, wo ihr lebt, wie weit ihr es zum Studienzentrum in eurer Nähe habt. Wenn ihr mitten in Berlin lebt, dann habt ihr auf jeden Fall schon mal ein Studienzentrum, wo ihr auch die eine oder andere Veranstaltung haben werdet. Aber wenn ihr so ein bisschen weit weg vom Schuss lebt wie ich – ich weiß gar nicht, ob es hier bei mir in der Nähe irgendwie ein Studienzentrum gibt – da muss man dann halt immer mal hinfahren, da hat man auch Übernachtungskosten. Wie gesagt, auf die Kosten komme ich gleich noch zu sprechen.
An den Studienzentren schreibt man auch Klausuren. Es gibt nur eine sehr eingeschränkte Möglichkeit, Klausuren online zu schreiben, wenn man irgendwie ganz weit weg im Ausland ist – wobei man da die Klausur, glaube ich, auch an Goethe-Instituten schreiben kann. Aber so ein System von Online-Klausuren wie beispielsweise an der IU oder bei der AKAD Hochschule, wo man mittlerweile auch Klausuren online schreiben kann, das gibt es hier an der FernUni nicht.
Viel kann ich zu den Präsenzveranstaltungen dann auch nicht sagen, das ist einfach ein ganz normales Blockseminar. Da sind dann vielleicht 20, 30 Teilnehmer, je nach Fach, mit am Start. Ist ganz nett, um ein bisschen Leute kennenzulernen und ein kleines bisschen Profs beziehungsweise Dozenten kennenzulernen. Aber viel kann man sich davon jetzt auch nicht erwarten. Die meiste Zeit sitzt man einfach nur für sich am Schreibtisch und hat ein bisschen Kontakt über digitale Medien zu anderen Fernstudierenden.
Es gibt natürlich noch Foren, die sich damit beschäftigen. Es gibt fernstudi.net, wo ihr euch auch austauschen könnt, es gibt auf jeden Fall Fernstudium-Infos, und es gibt auch größere spezifische Foren nur für die FernUni Hagen – studienservice.de fällt mir da auf Anhieb ein. Da könnt ihr euch auf jeden Fall ein bisschen mit euren Kommilitonen austauschen, oder über Facebook-Gruppen. Aber das ist noch einmal etwas ganz anderes, als im richtigen Leben eine Vorlesung zusammen zu haben. Für mich waren letztendlich auch diese wenigen Kontakte und diese wenigen Präsenzveranstaltungen der Grund beziehungsweise einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich dann doch für ein Präsenzstudium entschieden habe.
Was das Studium kostet
Schauen wir uns mal die Kosten an: Was kostet ein Fernstudium an der FernUni Hagen? Nicht viel. Für das gesamte Studium, wenn ihr jetzt Wirtschaftswissenschaften studiert, bezahlt ihr so um die zwei- bis dreitausend Euro. Und das sind auch keine Studiengebühren, die gibt es nämlich gar nicht an der FernUni Hagen. Es gibt Semesterbeiträge von, weiß ich nicht, ein paar Euro, die ihr da jedes Semester bezahlt.
Ansonsten zahlt ihr einfach nur die Studienhefte, die ich euch eben gezeigt habe, die ihr da jedes Semester bekommen werdet, so ein paar Päckchen, je nachdem, ob ihr Vollzeit oder Teilzeit studiert. Das zahlt ihr dann in Form von sogenannten Materialbezugsgebühren. Entsprechend zahlt ihr immer so viel, wie ihr jedes Semester an Modulen belegt habt. Ich habe in einem Semester – ein Semester ist ja ein halbes Jahr – vielleicht so 200, maximal 300 Euro bezahlt, je nachdem, wie viel ich belegt habe. Wie gesagt, über euren gesamten Studiengang kommt ihr dann auf zwei- bis dreitausend Euro für diese Materialbezugsgebühren.
Das sind die offiziellen Beiträge, die ihr da zahlen müsstet. Dann gibt es aber noch ein paar mehr oder weniger versteckte Kosten. Das eine ist die Zusatzliteratur, die ich gerade schon gezeigt habe – das ist aber auch nicht anders als an jeder anderen Hochschule auch. Für die meisten Module, gerade wenn das Klausurmodule sind, werdet ihr euch noch einmal Übungshefte oder Übungsbücher und solches Zeug kaufen. Oder ihr werdet mal irgendeinen Onlinekurs absolvieren, gibt es mittlerweile auch Anbieter, oder Karteikarten, die andere gestaltet haben oder die irgendwelche Firmen anbieten, damit ihr dadurch die Klausuren kommt. Da können dann locker auch noch einmal ein-, zweitausend Euro über das gesamte Studium an Kosten hinzukommen.
Das Nächste an Kosten, was man von Anfang an mit einkalkulieren sollte, sind die Präsenzveranstaltungen. Wenn ihr mitten in Berlin lebt, dann könnt ihr dahin laufen oder mit der S- oder U-Bahn zum Studienzentrum fahren. Aber wenn ihr weit weg vom Schuss wohnt wie ich, dann müsstet ihr wahrscheinlich irgendwo dahin fahren, für Blockseminare noch Übernachtungen buchen, müsstet euch dann ein Hotelzimmer nehmen für ein, zwei, vielleicht sogar für drei Nächte, habt die Anfahrtskosten und so weiter. Da kommen dann pro Präsenzveranstaltung auch noch einmal zwei- bis dreihundert Euro hinzu. Und auch für die Klausuren: Selbst wenn ihr da keine Übernachtung braucht, sondern nach der Klausur direkt wieder nach Hause fahren könnt, können das auch locker noch einmal 100, über 100 Euro Reisekosten sein. Da kommen dann im Studium auch noch einmal locker ein-, zweitausend Euro zusammen. Natürlich bezahlt ihr die jetzt nicht gleich von Anfang an, sondern nach und nach – aber es sind auf jeden Fall Kosten, die da auftreten.
Belege sammeln und steuerlich geltend machen
Deswegen solltet ihr von Anfang an auch gut Belege sammeln, auch an der FernUni. Je nachdem, was das für ein Studium ist – wenn es ein Erststudium ist oder wenn es irgendwie gut beruflich passt, oder wenn es ein Masterstudium ist, mit dem ihr auch beruflich weiter vorankommen wollt – dann könnt ihr das wahrscheinlich auch steuerlich geltend machen.
Sprecht auf jeden Fall auch mal mit eurem Steuerberater. Oder überlegt, wenn ihr jetzt angestellt seid und noch keine Steuererklärung macht, auch eine Steuererklärung zu machen. Ihr könnt auf jeden Fall laufende Kosten als Werbungskosten geltend machen, dabei müsst ihr auf jeden Fall die Belege sammeln. Ihr solltet dann wahrscheinlich ein Fahrtenbuch führen für die Reisen, wenn ihr irgendwelche Reisen zu Präsenzveranstaltungen macht. Da hilft euch aber euer Steuerberater auf jeden Fall weiter und sagt euch dann, was ihr genau machen müsst, wie ihr das sammelt, und wird euch dabei helfen, eure Steuererklärung zu machen. Da könnt ihr euch dann eine ganze Menge Geld indirekt vom Staat zurückholen und die Kosten für das Fernstudium ein kleines bisschen drücken.
Aber wie gesagt, so teuer ist das jetzt an der FernUni nicht. Das sind auf jeden Fall nicht die 10.000, 15.000, 20.000 Euro, die man an privaten Hochschulen für so ein Studium bezahlt. Dafür hat man dann aber auch nicht so hübsch gestaltete Studienhefte wie beispielsweise an der Hochschule Fresenius.
Wie schwer ist das Studium?
Letzter Punkt in diesem Video: Wie schwer ist das ganze Studium? Ich muss sagen, ich habe es ja nicht abgeschlossen. Ich habe Kulturwissenschaften angefangen, habe dann noch ein, zwei Semester Wirtschaftswissenschaften versucht, und ich bin da einfach überhaupt nicht vorangekommen. Für mich war das Ganze viel zu schwer – und zwar jetzt nicht inhaltlich zu schwer, denn inhaltlich, ich bin auch nicht auf den Kopf gefallen, inhaltlich ist es letztendlich eine Sache, wo man sich auf den Hintern setzen muss. Wenn man dann, keine Ahnung, ein Mathe-Modul hat oder so, richtig krass üben muss, oder auch Zivilrecht, wo man wirklich sehr viele Fälle löst und sich einfach nur hinsetzen und es durchziehen muss.
Aber bei mir war es damals so: Ich habe damals schon selbstständig gearbeitet, viel im Homeoffice gearbeitet, und mich dann nach dem Arbeitstag noch hinzusetzen und weiter am Schreibtisch sitzen zu bleiben und weiter zu lernen – das habe ich einfach nicht auf die Reihe beziehungsweise auf die Kette bekommen damals. Heute würde ich es wahrscheinlich hinbekommen, von der Disziplin her, aber ich hatte einfach keine Lust dazu. Ich will auch irgendwann mal Feierabend machen und rausgehen unter Leute.
Aber das kann natürlich bei anderen von euch komplett anders sein. Für mich war es einfach nicht zu schaffen auf diese Art, deswegen habe ich mich letztendlich dafür entschieden, ein Präsenzstudium zu machen. Wenn euch das interessiert, gibt es auch ein Video dazu hier auf diesem Kanal, das verlinke ich euch noch in der Beschreibung, schaut euch das mal an. Da zähle ich noch einmal detailliert die Gründe auf, die in meiner Lebenssituation für so ein Präsenzstudium sprechen.
Aber es gibt natürlich andere von euch, die sind in einer ganz anderen Lebenslage – keine Ahnung, ihr habt irgendeinen Job, irgendeinen Beruf, wo ihr sehr viel unter Leuten seid, und habt jetzt nicht so einen Büroberuf, ihr müsst sowieso nicht den ganzen Tag sitzen. Dann ist es wahrscheinlich kein Problem für euch, euch nach Feierabend in euer Büro oder an euren Schreibtisch zu setzen und zu lernen.
Eine Schwierigkeit ist natürlich auch generell, berufsbegleitend zu studieren. Das merke ich auch: Ich habe jetzt in meinem jetzigen Studium in zwei beziehungsweise drei Semestern gerade mal drei Module belegt, und das ist trotzdem dermaßen viel Arbeit, die ich irgendwie nebenbei im Beruf und neben meiner Arbeit noch auf die Kette bekommen muss. Alleine, dass ich an zwei Tagen an der Uni sein muss, um an den Vorlesungen und Übungen teilzunehmen. Aber die Zeit, die ich da an der Uni verbringe, die muss ich zu Hause auch noch einmal ins Sitzen, Lernen und Üben investieren. Und da gehen locker – nur für diese Teilzeitvariante, für die ich mich entschieden habe – zwei, drei Tage in der Woche flöten, die ich dann eben nicht arbeiten kann. Und das Ganze muss man dann über Jahre durchziehen, also das macht es auch noch einmal sehr schwer, da braucht man auch viel Disziplin, um nebenberuflich zu studieren.
Deswegen halte ich es für eine sehr große Herausforderung, an der FernUni Hagen zu studieren. Aber viele Studenten vor euch haben bewiesen, dass das auf jeden Fall zu schaffen ist. Und ich kann euch sagen: Gerade wenn man die ersten Semester durch hat, wird es auch ein bisschen leichter, weil die ersten Semester in jedem Studiengang immer so sehr lernintensiv sind, weil man sehr viele Grundlagen erst einmal lernen muss und diese ganzen harten Klausuren erst einmal durchstehen muss.
Tipp: das Akademiestudium
So, Freunde, ich hoffe, das war interessant für euch. Kleiner Tipp: Man kann das Fernstudium an der FernUni Hagen auch ein bisschen ausprobieren, da gibt es das sogenannte Akademiestudium. Da kann sich jeder auch mal einschreiben und einfach ohne Druck gucken: Gefallen einem die Unterlagen und so weiter und so fort? Es ist, glaube ich, auch nicht viel teurer, als sich da regulär einzuschreiben. Wenn ihr keinen Bock habt, dann schreibt ihr euch da einfach wieder aus – oder wenn es euch gefällt, dann lasst ihr euch regulär immatrikulieren und könnt euch dann sogar Leistungen, die ihr im Akademiestudium eventuell erbracht habt, anerkennen lassen. So könnt ihr euch das Ganze mal angucken.
Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir die einfach unten in die Kommentare, wenn ihr generell Fragen zur FernUni Hagen habt. Ich packe euch auch noch einen Haufen Links mit in die Beschreibung, wo ihr eine Übersicht über das gesamte Studienangebot habt. Ich packe euch auch Links zu den einzelnen Foren und Communitys zur FernUni, die es so gibt, praktisch alles mit in die Beschreibung. Lasst auf jeden Fall den Daumen nach oben da, wenn ihr das Video hier interessant und hilfreich fandet. Ich würde mal sagen, ich bin raus und wünsche euch noch einen schönen Tag.

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