Onlineklausuren: So einfach ist Betrug möglich 🤯 Prüfungen im Fernstudium bei IU, Fresenius & Co.

Ist es eigentlich möglich, bei Onlineklausuren an Fernunis und Fern-FHs wie der IU Internationalen Hochschule, der AKAD University oder der Hochschule Fresenius zu betrügen und zu spicken? Denn an sich wird ja der Raum vor der Prüfung abgefilmt und während der Klausur wird der Prüfling durch einen Proctor streng überwacht. Im Video zeigt Christian, wie einfach es theoretisch möglich ist, bei Onlineklausuren zu betrügen.


👉 Thema bei fernstudium-infos.de: fernstudium-infos.de/topic/19476-vorwurf-der-täuschung-bei-…
👉 Alles zu Onlineklausuren im IU-Fernstudium – Live-Demo, Setup, Tipps & Infos: youtube.com/watch


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Transkript

Schönen guten Tag, liebe Freunde. Kann man in so einer Onlineklausur – an der IU, an der Hochschule Fresenius, an der AKAD University und letztendlich allen anderen Hochschulen – eigentlich bescheißen oder betrügen? Ich sage mal: Ja, das geht. Und viele von euch wissen wahrscheinlich auch, dass das geht und wie das geht. Für diejenigen von euch, die es noch nicht wissen, möchte ich in diesem Video mal ein bisschen zeigen, wie das Ganze funktioniert oder funktionieren könnte, wenn man ein bisschen technisch versiert ist.

Ich meine jetzt nicht einfach nur bloßes Spicken – mal schnell auf Toilette rennen, da sein Handy rausziehen und googeln, oder seinen Spickzettel, oder was es sonst noch so für klassische Möglichkeiten des Spickens gibt –, sondern schon recht professionelle Wege. Darüber will ich in diesem Video mal ein kleines bisschen erzählen. Aus verschiedenen Gründen, warum ich darüber erzähle, werde ich auch ein bisschen was dazu sagen. Ich würde mal sagen, wir gehen direkt rein ins Video.

Es geht nicht nur um eine Hochschule

Ich werde hier jetzt öfter die IU erwähnen, weil das einfach die größte Hochschule in Deutschland ist und weil das so ein Klassiker auch für Onlineklausuren ist. Aber ich will ganz klar dazu sagen: Hier geht es nicht nur um die IU, es geht nicht darum, dass das vielleicht nur an der IU ein Problem sein könnte mit Betrug in Onlineklausuren, sondern eben auch an allen anderen Hochschulen, an denen man Onlineklausuren schreiben kann. Sowohl die privaten Hochschulen – AKAD University, Wilhelm Büchner Hochschule, weiß ich jetzt nicht, wie es da ist mit Onlineklausuren so genau, Euro-FH, Hochschule Fresenius oder was es nicht sonst noch alles so für private gibt. Onlineklausuren sind ja auch möglich an staatlichen Hochschulen, ich vermute mal, da ist diese Möglichkeit, die ich euch jetzt hier vorstelle, auch gegeben.

Warum ich darüber rede

Warum erzähle ich euch das Ganze? Also auf keinen Fall, um euch irgendwie anzuleiten, das zu machen, sondern eher um der Aufklärung willen. Ich habe mitbekommen, dass diese Methode, die ich jetzt hier in einer kurzen Erklärung vorstelle, letztendlich unter Studierenden herumgeht als eine Möglichkeit. Wir haben auch schon Kommentare auf unserem YouTube-Channel unter einem Video bekommen, dass das doch recht einfach sein soll, in so einer Onlineklausur zu spicken. Und ich denke, das ist ganz sinnvoll, wenn wir mal darüber reden, offen darüber reden, auch mal ein bisschen aufklären, und auch, damit die Hochschulen ein bisschen angehalten sind, das ein bisschen zu unterbinden.

Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Spicken in dem Sinne. Das gab es schon immer, seit es Studierende gibt, gibt es wahrscheinlich Spickzettel. Bei uns in der Schule habe ich mir dann einfach vor der Klausur mit Bleistift ganz dünn auf dem Schreibtisch unter meinem Zettel so ein paar Merkpunkte aufgeschrieben, die ich dann während der Klausur oder Klassenarbeit wieder abgerufen habe. Professioneller war es dann, wenn man sich auf das Lineal irgendwie seinen Spickzettel in Minischrift geschrieben hat, oder auch einfach nur einen Zettel dabeihatte und dann zwischendurch mal schnell auf Toilette gegangen ist.

Also gespickt wird schon immer, es ist jetzt nicht so, dass ich damit ein Riesenproblem hätte, das ist halt einfach so. Ich persönlich habe es in meinen Studienzeiten, in meinen Uni-Zeiten, nie gemacht. Wer es macht, der soll halt spicken, wenn er meint, dass er da irgendwie besser durch sein Studium kommt. Vielleicht lernt manch einer auch ein bisschen mehr durch das Spicken. Ich will aber hier auf keinen Fall irgendjemanden dazu motivieren, das zu machen.

Ich will damit nur sagen: Natürlich ist es klar, dass diese fast schon akademische Kultur, das Spicken, auch in die Onlinewelt beziehungsweise ins Digitale Einzug hält und dass Studierende auch Möglichkeiten suchen, bei Onlineklausuren so etwas zu machen. Und ich denke, die Hochschulen sind angehalten, das Ganze zu versuchen ein bisschen zu unterbinden. Deswegen rede ich jetzt darüber, einfach damit wir es auch mal diskutieren können als Thema.

Der Anlass: ein Thread bei Fernstudium-Infos.de

Wie komme ich jetzt konkret darauf? Konkret komme ich darauf über einen Thread zu diesem Thema bei Fernstudium-Infos.de. Das Thema hat den Titel „Vorwurf der Täuschung bei Onlineklausuren“, und hier schreibt ein Nutzer oder eine Nutzerin, ich weiß nicht so genau, namens GreyFox darüber, dass er oder sie von der IU vor ein paar Tagen ein Schreiben erhalten hat – ich sage jetzt der Einfachheit halber die ganze Zeit „ihm“, ich weiß nicht genau, ob es eine Frau oder ein Mann ist –, dass ihm insgesamt sechs Klausuren aberkannt wurden wegen angeblichen Täuschungsversuchs.

Es handelt sich um Onlineklausuren, und da hat die Hochschule das dann wahrscheinlich mal gecheckt – die Onlineklausuren werden ja aufgezeichnet – und hat dann einfach mal da reingeguckt, stichprobenartig wahrscheinlich, und hat gemerkt: Okay, hier könnte ein Betrugsversuch stattgefunden haben, wir müssen diesem Studierenden jetzt diese Klausuren aberkennen.

Ich lese vielleicht mal ganz kurz vor: „Heute erhielt ich ein Schreiben der IU, in welchem ich in insgesamt sechs Fällen der Täuschung bezichtigt werde. Die älteste Klausur ist dabei schon mehrere Monate alt. Ich bin äußerst aufgebracht und perplex, da ich diese Vorwürfe in absolut keiner Weise nachvollziehen kann. Und zwar konkret wird mir vorgeworfen, ich blicke während der Klausur wiederholt zur linken Seite und benutze meine Maus, ohne dass ich diese am Monitor bewegen würde.“

So ist das eben dann auch festgelegt in den Klausur-Teilnahmebedingungen, die man da vorher auch anklicken muss: dass man die ganze Zeit auf seinen Bildschirm gucken muss. Und ihr wisst ja sicherlich auch, wenn ihr wisst, wie so eine Onlineklausur funktioniert: Da wird der Raum vorher auch erst mal abgefilmt. Man muss mit seiner Webcam den Raum einfach einmal zeigen, damit klar ist, da ist jetzt nicht ein Spickzettel irgendwie hinter dem Monitor angebracht oder so etwas. Und offensichtlich hat dieser Studi dann hier gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen, wenn er wiederholt zur Seite geschaut und seine Maus benutzt hat, ohne dass am Monitor etwas passiert. Warum das so sein könnte, darauf komme ich gleich, wenn ich euch erkläre, was hier eine mögliche Betrugsmethode wäre.

Weiter im Zitat: „Daraus wird gefolgert, ich benutze ein weiteres Gerät. Ich finde diese Vorwürfe geradezu lächerlich. Mein Monitor ist ein Ultrawide-Monitor, der während der gesamten Klausur überwacht wird, und meine Maus eine alte Bluetooth-Maus, welche manchmal Verbindungsprobleme hat oder einfach nicht richtig reagiert, weil alt und abgenutzt.“

Hier kommt dann im Laufe der Diskussion auch ganz zu Recht der Kommentar: Warum nicht einfach eine funktionierende Maus benutzen, damit dieses Problem überhaupt erst gar nicht auftauchen kann? Aber gut, das ist dann auch ein bisschen die eigene Schuld dieses Nutzers, man sollte eben auch auf so etwas achten.

Die Frage lautet dann von ihm: „Was soll ich am besten unternehmen? Mir wurde ohne jegliche Vorwarnung in jeder Klausur“ – also in allen sechs – „eine Fünf eingetragen, und ich soll dabei für jede 300 Euro bezahlen.“ Diese 300 Euro, das ist auch vertraglich festgelegt, soweit ich weiß, und soweit ich das aus diesem Thread entnehmen konnte, sind die einfach für die Wiederholung da. Die zahlt man dann dafür, dass man die Klausur noch mal wiederholen muss, pro Klausur. Das sind bei sechs Klausuren dann sechsmal 300 Euro, also 1.800 Euro, wenn ich richtig gerechnet habe – und das innerhalb von zwei Wochen. Das ist schon eine ganze Menge Geld, das man hier noch mal zahlen soll, wenn man diese Klausuren noch mal absolvieren möchte.

„Ich frage mich dabei auch, wozu dann die permanente Überwachung und der im Vorfeld durchgeführte Raumscan dienen soll.“ Den Raumscan hatte ich gerade erwähnt. Was der Nutzer im Laufe dieses Themas auch noch beschreibt, ist, dass der Raumscan dann während zumindest einer der Klausuren, soweit ich das richtig verstanden habe, noch mal wiederholt werden musste – eben aus genau diesen Gründen, weil er so komisch zur Seite geschaut oder die Maus bewegt hat. Das seien, sagt er dann, „mit Verlaub höchst unseriöse Vorgehensweisen“.

Lest euch dieses Thema einfach mal weiter durch, hier wird wirklich sehr sachlich und ruhig diskutiert, wie man es auch meistens von Fernstudium-Infos gewohnt ist. Ein wirklich sehr umfangreiches Thema, da will ich jetzt nicht auf jede einzelne Aussage eingehen.

Was ich ein bisschen, sage ich mal, strange finde, ist, dass der Nutzer dann hier ein bisschen auf eine Schwerbehinderung abstellt. Ich kann nicht so richtig verstehen, was das mit dieser Klausur zu tun hat. Ich glaube, wenn ich es richtig verstanden habe – ich habe es jetzt nicht mehr ganz im Kopf –, geht es ein bisschen um Autismus, was dann vielleicht dazu führt, dass man nicht die ganze Zeit auf diesen Monitor schauen kann. Aber ich glaube, so etwas könnte man ja auch im Vorfeld mit der Hochschule abklären, da lässt die Hochschule doch auch mit sich reden, da gibt es dann wahrscheinlich auch irgendeinen Nachteilsausgleich oder so etwas, wenn man auch einen Schwerbehindertenausweis und so weiter hat.

Wie eine Onlineklausur abgesichert wird

Wie kann man jetzt bei so einer Onlineklausur betrügen? Ich will euch jetzt nicht noch mal im Detail vorstellen, wie so eine Onlineklausur abläuft – schaut bitte einfach mal auf eines der Videos auf diesem Channel, das verlinken wir euch auch gerne in der Beschreibung von diesem Video, da zeige ich euch, wie so eine Onlineklausur abläuft.

Vorher wird einfach erst mal richtig gecheckt, ob in dem Raum alles stimmt, ob es da nicht irgendwelche Spickzettel oder weiteren Geräte gibt. Dann muss man sich eine Software auf seinem Computer installieren, oder eigentlich sogar zwei – mittlerweile läuft das über Zoom, soweit ich weiß, und auch eine weitere Software, die dann einfach komplett den Rechner überwacht. Da muss man dann am Rechner den sogenannten Taskmanager auch mal öffnen. Der Taskmanager ist im Prinzip, falls ihr es nicht wisst, in Windows so ein Programm, oder auch auf dem Mac, wo man einfach sieht, was da alles so für Programme im Hintergrund laufen. Da kann der Proctor, also derjenige, der die Klausur überwacht, einfach mal checken: Läuft da vielleicht noch irgendwo ein Programm im Hintergrund, mit dem man irgendwie spicken könnte? Hat man ein Skript geöffnet oder was auch immer? Und dann muss man das natürlich vor der Klausur alles schließen.

Was eine virtuelle Maschine ist

Auf Seite zwei oder drei geht es dann in diesem Thema auch schon darum, wie man hier betrügen könnte. Der Nutzer Lenny, den wir übrigens auch schon mal im Podcast hatten – Grüße gehen raus –, schreibt da von VMs. Damit ist eine sogenannte virtuelle Maschine gemeint. Auch darum geht es hier in diesem Thema relativ ausführlich: dass das eben auch eine Methode ist, mit einer sogenannten virtuellen Maschine diese ganzen Checks des Proctors zu umgehen. Und diese Methode, die scheint auch schon ein bisschen herumzugehen unter Studierenden. Diejenigen von euch, die jetzt dieses Video schauen – sagen wir mal, ein gewisser Anteil von euch weiß, wovon ich rede.

Und ich will noch mal dazu sagen, dass das keine Anleitung ist, das zu machen, sondern eher ein Anreiz auch für die Hochschulen, dafür zu sorgen, dass das nicht passieren kann. Es passiert offensichtlich gerade, es geht unter der Hand herum, die Hochschule weiß das denke ich mal auch schon – so, wie dann hier die IU im Laufe dieses Threads reagiert, scheint sie auch schon Bescheid zu wissen, dass das ein kleines bisschen ein Problem ist.

Wie passiert das Ganze rein technisch? Ich müsste eigentlich jetzt wirklich relativ stark ins Technische gehen, aber ich will euch erst mal erklären, was eine sogenannte virtuelle Maschine ist. Ihr habt ja euren Rechner – ihr seht, ich bin hier auf dem Mac unterwegs, ganz offen, Mac-Betriebssystem. Und auf diesem Betriebssystem könnte ich jetzt, wenn ich wollte, ein anderes Betriebssystem emulieren. Wenn ich Bock habe, kann ich mir hier einen Emulator für einen Gameboy installieren, oder einen Emulator für so einen uralten Computer, so einen C64, Commodore, oder einen Emulator für ein altes Windows-95-Programm. Das läuft dann in einer sogenannten virtuellen Maschine auf diesem Rechner, nutzt den Arbeitsspeicher von meinem Rechner, den Prozessor von meinem Rechner und die ganzen Ressourcen meines Rechners.

Eine virtuelle Maschine ist im Prinzip ein per Software nachgebauter Computer im Computer, so kann man das vielleicht ein bisschen einfach erklären. Und das ist ein absolut gängiges Tool auch in der IT, in der IT-Entwicklung. Jeder Programmierer nutzt so etwas ständig, um sich beispielsweise einen Server lokal auf seinem Rechner zu emulieren und sich da einfach eine Website oder irgendeine Software zusammenzubauen – einfach ein Standardtool.

Im Privatleben muss man das jetzt nicht ganz so häufig. Es ist vielleicht ein Tool für Leute, die einen Mac benutzen so wie ich, die aber in Windows spielen oder zocken wollen. Die installieren sich dann eben eine Windows-VM auf ihrem Mac-Rechner, um dann trotzdem ein bisschen was Windows-mäßiges auf ihrem Mac am Start zu haben.

Man benutzt dafür Software, es gibt verschiedene Programme, letztendlich auch Open-Source-Programme, die man da nutzen kann. Man braucht eigentlich eine Vollversion des Betriebssystems, das man sich installieren möchte, Windows beispielsweise. Aber das kann man sich natürlich auch cracken, wie das auch schon immer möglich ist, seit es PCs gibt. Ansonsten nutzt man da einfach seine Windows-Vollversion, seinen Product Key, um sich da dann so ein Windows zu installieren, seine virtuelle Maschine.

Warum die Aufsicht das nicht sieht

Und dann hat man eine virtuelle Maschine auf seinem Rechner. Ich benutze hier meinen Mac und habe in diesem Mac dann ein Windows virtuell laufen, und in diesem Windows werde ich jetzt meine Onlineklausur ablaufen lassen. Ich starte also meine virtuelle Maschine, gehe in mein Windows rein – das läuft dann theoretisch auch über den gesamten Bildschirm, ich könnte es auch in einem kleinen Fenster ablaufen lassen, aber ich lasse es erst mal im gesamten Bildschirm laufen –, starte dort meine Onlineklausur, installiere mir die ganze Proctor-Software, was man sich da alles so installieren muss, meinen Browser, mein Zoom und so, alles, was ich dafür brauche. Und da geht es los mit der Klausur.

Und dann guckt der Proctor natürlich in meinen Taskmanager und sieht dort alle Programme laufen, die ich eben in meiner virtuellen Maschine, auf meinem virtuellen Windows laufen habe. Der sieht da also nichts Verdächtiges in dem Sinne und lässt mich dann einfach die Onlineklausur starten. Der rafft einfach nicht, dass ich gerade in der virtuellen Maschine arbeite.

Und während der Klausur switche ich dann ganz klammheimlich in meine normale Maschine, also in das Betriebssystem, in dem die virtuelle Maschine läuft, in dem Fall mein Mac. Und dann gucke ich da so ein ganz kleines bisschen, was geht denn da so, immer im Google: Wo sind denn da die Antworten? Oder ich habe, weiß ich nicht, einfach nur einen Spickzettel offen und schaue da mal so ein bisschen rein. Passiert ja nichts, ich gucke trotzdem auf meinen Bildschirm. Der Proctor rafft eigentlich nicht, dass ich auf meinem Bildschirm noch ein bisschen mehr sehe, als er tatsächlich sehen kann.

So könnte das funktionieren. Wie gesagt, es soll keine Anleitung sein, und man braucht auch ein gewisses technisches Verständnis für so etwas. Von daher werden die meisten von euch das eh nicht einfach so realisieren können. Aber so funktioniert das, beziehungsweise das ist eine Möglichkeit, in so einer Onlineklausur zu bescheißen. Jetzt wisst ihr schon mal Bescheid.

Wie groß ist der Schaden?

Jetzt ist für mich ein bisschen die Frage: Wie groß ist eigentlich der Schaden, der dadurch jetzt schon angerichtet wurde? Denn wie gesagt, das Ganze scheint jetzt schon eine Weile durchs Internet beziehungsweise durch die Foren-Community der Studierenden von privaten Hochschulen, Fernhochschulen und so weiter zu geistern. Ich weiß nicht, wie viele Leute sich auf diese Art und Weise momentan durch die Onlineklausuren mogeln. Es fällt vielleicht auch ein bisschen auf, wenn es besonders gute Noten gibt oder so etwas, aber es ist halt super schwer nachzuweisen, wahrscheinlich, für die Hochschule.

Ich weiß auch nicht, inwieweit die Hochschulen jetzt schon aktiv werden, um da irgendwie gegenzusteuern. Ich bin zwar IT-ler in Anführungsstrichen, ich kann euch jetzt aber nicht sagen, wie man das einfach so unterbinden könnte mit so einer virtuellen Maschine. Es gibt sicherlich auch Möglichkeiten – wenn ich mich jetzt ein bisschen damit auseinandersetzen würde, würde ich da sicherlich auch die eine oder andere Möglichkeit finden.

Ich hoffe nur, die Hochschulen gehen das Thema jetzt an, auch infolge von so einem Video wie hier oder so einem Thema wie bei Fernstudium-Infos, das ich euch gerade gezeigt habe – dass das Ganze mal ein bisschen intensiver diskutiert wird und dann einfach nicht mehr so einfach möglich ist, in so einer Onlineklausur zu bescheißen.

Was es mit einem selbst macht

Wie gesagt: Betrug an Hochschulen und auch an Schulen bei Klausuren, Spickerei, gibt es und gab es schon immer. Völlig okay, solange es die Möglichkeit gibt. Wer Bock hat, soll es halt machen, soll es probieren. Es ist ein kleines bisschen unfair anderen Studierenden und Mitschülern gegenüber, die versuchen, ihre Leistung auf normalem Wege zu bringen und dann vielleicht nicht so gute Noten bekommen, weil sie eben ehrliche Noten bekommen.

Es ist aber vor allem auch einfach ein Beschiss an sich selber. Denn was bringt es mir letztendlich, wenn ich mich durch die Klausur irgendwie so durchgemogelt habe? Na gut, dann habe ich vielleicht auf dem Abschlusszeugnis eine 1,5 statt so einem Standard-Dreier, sage ich jetzt mal – aber ich werde mein Leben lang das Gefühl haben, dass ich mich da irgendwie so sinnlos durchgemogelt habe. Das ist genauso ähnlich wie Ghostwriting. Ich habe damit meinen Frieden gefunden, es gibt Leute, die machen das so, die müssen dann vor allem damit leben. Das sind dann diejenigen, die damit leben müssen.

Trotzdem finde ich es wichtig, dass die Hochschulen versuchen, hier einen Riegel vorzuschieben. Deswegen reden wir jetzt einfach mal darüber.

Und schreibt mir doch einfach mal in die Kommentare, wie es bei euch da aussieht, ob ihr das auch schon mitbekommen habt, vielleicht habt ihr es auch schon mal gemacht. Ihr könnt auch gerne anonym hier in die Kommentare schreiben auf YouTube. Legt euch, weiß ich nicht, einen Fake-Account auf YouTube an, benutzt meinetwegen irgendeinen Tor-Browser, um eure IP komplett zu verschleiern – wir kennen sie ja nicht als Betreiber dieses Channels, aber YouTube weiß dann vielleicht ein kleines bisschen, dass ihr bescheißt. Aber wenn ihr das dann macht, dann wisst ihr ja, dass ihr schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen habt, wenn ihr es macht.

Schreibt mir das aber bitte mal alle in die Kommentare, lasst uns das Thema ein bisschen diskutieren. Ich hoffe mal, wie gesagt, dass die Hochschulen hier eine Möglichkeit finden, dem Ganzen einen Riegel vorzuschieben. Ansonsten sehen wir uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel.

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