Alles über den Ernährungsberater-Fernkurs: Dozentin & Betreuer erklären Inhalte, Ablauf & Kosten

Du möchtest Ernährungsberater werden und suchst nach einer fundierten Weiterbildung, die sich flexibel mit deinem Alltag vereinbaren lässt?

In diesem Interview spricht Christian mit Lehrgangsbetreuer Rainer Gosch und Dozentin Dr. Dagmar Mayer vom @btb_bildungswerk über alle wichtigen Fragen rund um die Ausbildung in Ernährungsberatung per Fernstudium. Es geht um Inhalte wie Makro- und Mikronährstoffe, Beratungskompetenz und Praxisnähe, aber auch um die Organisation, typische Zielgruppen, Spezialisierungen und Kombinationsmöglichkeiten. Du erfährst, wie Lernen am BTB konkret abläuft, welche Förderungen es gibt, was das Fernstudium kostet und wie die Prüfung funktioniert.

00:00 Vorschau
01:05 Intro
02:10 Warum sollte man diese Weiterbildung machen?
03:58 Wer macht diese Weiterbildung?
08:52 Welche Materialien werden zur Verfügung gestellt?
13:31 Was sind die Studieninhalte?
16:51 Welche Kombinationsmöglichkeiten gibt es?
19:54 Wie kam Dr. Mayer ans BTB?
23:46 Welche Prüfungen warten in der Ausbildung?
28:05 Wie sieht das Betreuungsangebot des BTB aus?
29:16 Was kostet das Fernstudium?
31:05 Tipps für angehende Ernährungsberater


Weiterführend:

👉 Der Fernlehrgang zum Ernährungsberater im Detail: fernstudi.net/weiterbildung/gesundheit/ernaehrung/12260
👉 Mehr zum BTB und allen Kursen: fernstudi.net/fernschulen/bildungswerk-fuer-therapeutische-…
👉 Ist Ernährungsberatung der richtige Kurs für dich? Mach den Eignungstest des BTB: btb.info/berufswegweiser/eignungstest.html


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Transkript

Schönen guten Tag! Ihr habt Lust, eine Weiterbildung zum Ernährungsberater oder zur Ernährungsberaterin zu machen? Dann habe ich hier das perfekte Interview für euch. Ich habe nämlich Herrn Gosch vom Bildungswerk für therapeutische Berufe zu Gast und Frau Dr. Dagmar Meyer, die als Tutorin am BTB arbeitet, und zwar für die spannende Weiterbildung zum Ernährungsberater beziehungsweise zur Ernährungsberaterin.

Wir gucken natürlich erst einmal: Warum sollte ich überhaupt so eine Weiterbildung machen? Passt das Ganze zu mir und zu meinem Alltag? Wie läuft das ab, schaffe ich das überhaupt als Fernunterricht? Dann schauen wir, wie das Lernen ganz konkret abläuft: Bekomme ich Studienskripte, gibt es Videos, gibt es vielleicht auch Audiomaterial, Podcasts oder so etwas? Und wie schwer ist das Ganze, wie schwer sind die Prüfungen, die Abschlussprüfung? Darüber wollen wir reden, wie ein Seminar abläuft und was überhaupt die ganz konkreten Inhalte dieser Weiterbildung sind. Über all das reden wir jetzt mit Herrn Gosch und Frau Dr. Meyer vom Bildungswerk für therapeutische Berufe – und ich würde sagen, wir legen direkt los.

Warum eine Weiterbildung in Ernährungsberatung?

Herr Gosch und Frau Dr. Meyer, herzlich willkommen auf fernstudi.tv. Ich freue mich sehr, dass Sie sich bereit erklärt haben, mit uns über die Weiterbildung in Ernährungsberatung zu reden. Vielleicht reden wir im allerersten Abschnitt darüber, warum sich das eigentlich lohnt. Warum sollte ich überhaupt so eine Weiterbildung machen, für wen lohnt sich das, wer ist die Zielgruppe? Frau Dr. Meyer, können Sie uns dazu ein bisschen etwas sagen?

Dass in unserer Ernährungswelt offensichtlich etwas falsch läuft, vor allem in dieser westlichen Ernährungswelt, ist ja offensichtlich. Viele versuchen, sich da irgendwie zu informieren, und das Problem ist, dass wir sehr widersprüchliche Aussagen ernten. Widersprüchlich zum einen, aber eben auch nicht individuell abgestimmt auf den einzelnen Klienten.

Das sind die großen Herausforderungen, die sich einem stellen, wenn man Ernährungsberater werden will: Man sollte ein fundamentales Wissen erlangen, um Sachverhalte selbst einschätzen zu können, und das dann aber auch auf das Individuum, auf seinen Klienten übertragen zu können, um ihm zu helfen, in eine günstigere Lebensstil- und Ernährungssituation zu kommen.

Ernährung ist heutzutage fast schon ein Kampfbegriff, will ich mal sagen. Ganz viele haben ihre ganz eigenen Vorstellungen und Konzepte davon, und häufig gibt es da auch Streit. Aber Sie haben es schon angesprochen: Es ist eigentlich eine ganz individuelle Sache. Wenn für mich zum Beispiel vegane Ernährung wirklich gut ist und gut funktioniert, muss das für jemand anderen überhaupt nicht so sein.

Wer macht diese Weiterbildung?

Herr Gosch, können Sie uns vielleicht sagen, wer typischerweise diese Weiterbildung am BTB macht? Sind das Menschen, die eine Ausbildung in irgendeinem Bereich abgeschlossen haben oder ein Studium? Wer sind die typischen Schülerinnen und Schüler an Ihrer Einrichtung?

Ja, eigentlich ein großes Spektrum. Das fängt an mit den medizinischen Berufen, in Arztpraxen und so weiter – da bieten Ärzte teilweise auch Ernährungsberatung mit an, und dann werden auch Mitarbeiter weitergebildet. Dann natürlich auch Leute, die im Bereich Heilpraktiker oder in anderen therapeutischen Berufen arbeiten. Ich sage auch mal: Fitnesstrainer, die sollten so etwas natürlich auch wissen und können. Dann zum Beispiel auch Mitarbeiter von Reformhäusern, von Bioläden – die müssen das wissen.

Aus der Praxis kann ich sagen: Ich hatte teilweise auch die eine oder andere Erzieherin, die in ihrer Kita auch das Essen zubereitet. Da ist es natürlich wichtig, dass man sich im Bereich Ernährungsberatung auskennt und den Kindern das Richtige anbietet. Also, wie gesagt, ein sehr großes Spektrum.

Also typischerweise eine Weiterbildung – Menschen, die sich weiter qualifizieren und zu diesem Thema weiterlernen möchten.

Vielleicht noch eine Sache kurz hinterhergeschoben: Es ist mittlerweile auch so, dass sich sehr viele in dem Bereich selbstständig machen, als selbstständige Ernährungsberatung, und dann später versuchen, sich mit anderen Themen zu koppeln. Wahrscheinlich kommen wir gleich noch einmal darauf zurück, was es noch für zusätzliche Fachrichtungen gibt, mit denen man sich breiter aufstellen kann.

Ich würde auch gerne noch etwas nachreichen: Man kann die Interessenten eigentlich in drei Gruppen einteilen. Das sind erstens die Schülerinnen und Schüler, die es für sich selber beanspruchen, die gar keine beruflichen Ambitionen damit verknüpfen. Dann gibt es Leute, die es noch nicht so genau wissen – erst einmal privates Wissen ansammeln und dann mal gucken. Und ich sage dann oft: Manchmal tun sich ganz unerwartet irgendwelche Wege auf, man lernt Leute kennen, man hat ein Netzwerk, in das man sich einbringen kann. Und dann gibt es die dritte Gruppe, die wirklich gezielt auf eine berufliche Ausprägung dieser Ausbildung zusteuert. Es gibt also sehr viele unterschiedliche Ambitionen.

Wie schwer ist der Weg?

Wie schwer schätzen Sie das ein: Ich habe irgendeine Ausbildung gemacht, sagen wir im Bereich Betriebswirtschaft, und überlege mir jetzt, mich wirklich umzuschulen, in einen ganz anderen Bereich zu gehen und mich vielleicht als Ernährungsberater selbstständig zu machen. Ist das machbar, ist es schwer, wie lang ist der Weg?

Die Regelstudienzeit beträgt 14 Monate, und das ist schon eine Menge Stoff. Vor allem kommen die Schüler aus sehr unterschiedlichen Bereichen, sind manchmal – meistens sogar – fachfremd, haben nur gewisse Vorbildungen oder haben durch eigene Interessen irgendwelche Kenntnisse erworben.

Insgesamt gehört da schon eine Menge Disziplin dazu. Man muss sich ein bisschen takten, man sollte sich einen Plan machen, wie viele Studieninhalte man in welcher Zeiteinheit schafft. Das BTB gibt so fünf bis sechs Stunden Arbeit an diesen Studienbriefen vor, um den ganzen Stoff wirklich gut durchstehen zu können. Also ein bisschen Disziplin gehört dazu, und sehr viel Interesse, um sich zu motivieren, das weiterzumachen. Und dann steht im Prinzip einem erfolgreichen Abschluss nichts mehr im Wege.

Ja, ich sehe das auch bei uns in der Community von Fernlernenden und Fernstudierenden: Manche sind ein bisschen überrascht über die Menge des Stoffes. Ich kenne ja selbst eine Weiterbildung am BTB – wer das hier auf YouTube sieht, der sieht, dass ich gerade einen ganzen Packen an Studienskripten zeige. Bei mir war es die Weiterbildung zum Fitnesstrainer, das waren eigentlich sogar zwei Weiterbildungen, deswegen ist es auch so viel. Aber man muss wirklich sehr viel lernen, sehr viel lesen und muss daran wirklich Freude haben.

Deswegen ist es mir auch wichtig, dass wir ganz zu Beginn darüber reden, ob das Ganze überhaupt zu mir passt, ob so eine Art von Weiterbildung in meinen Alltag passt. Sie haben gesagt, fünf bis sechs Stunden sollte ich einrechnen. Für die meisten, die vollzeitberufstätig sind, ist das ganz gut machbar, auch aus meiner Erfahrung – ich mache auch mal Weiterbildungen nebenher und bin vollzeitberufstätig. Aber man sollte sich dessen bewusst sein, dass das wirklich ganz viel Lernarbeit ist.

Wie das Lernen konkret abläuft

Herr Gosch, vielleicht können Sie uns noch ein bisschen dazu sagen, wie das Lernen ganz konkret abläuft. Ich habe schon die Skripte gezeigt – was gibt es denn da alles für Hilfen vom BTB?

Zum einen umfasst der Lehrgang fast 25 Skripte beziehungsweise Studienbriefe, die den Schülern in verschiedenen Phasen zugesandt werden. Und wenn jemand einen Studienbrief durchgearbeitet hat, dann hat er bei uns im Webcampus die Möglichkeit, diesen Studienbrief durch einen Onlinetest noch einmal zu verinnerlichen. Das kann er so oft machen, wie er möchte, und wann er möchte. Nach einem halben Jahr kann ich noch einmal zurückgehen und gucken: Wie war das noch? Habe ich das noch alles drauf? Das ist schon einmal eine sehr gute Möglichkeit.

Dann bieten wir Podcasts und Audios an, die sich der Schüler in unserem Webcampus anhören kann, natürlich auch Videos im Rahmen der Ernährungsberatung. Und eine ganz interessante Sache ist unsere KI, unser Study Buddy, mit dem man das Lernen auch noch ergänzen kann. Dann haben wir kostenfreie Webinare, auch im Bereich der Ernährungsberatung. Wir haben also ein weites Spektrum drumherum. Da haben wir uns als BTB ganz gut aufgestellt: Es geht nicht nur darum, die Skripte plump durchzuarbeiten, sondern drumherum ist das alles mit Leben gefüllt.

Das Seminar vor Ort

Ein ganz wichtiger Punkt fürs Leben ist auch so ein Seminar vor Ort. Frau Dr. Meyer, das hat man dann bei Ihnen zum Beispiel?

Ja, richtig, ich biete das auch an. Bei mir im kleinen Weinörtchen Gönnheim, das sehr nett am Pfälzerwald gelegen ist, haben wir ein zweitägiges Wochenendseminar in Präsenz.

Und was machen wir da? Es wird wirklich einmal die Beratungssituation selbst geübt, eingeübt. Ich versuche, einen roten Faden zu erarbeiten: wie man da vorgehen kann, wie man am besten Informationen sammelt. Und am zweiten Tag schlagen wir noch einmal einen bunten Bogen darüber, was Ernährung mit uns macht, wie die Nährstoffe auf uns einwirken – also mehr Beratungsinhalte. Es sind also beide Sachen: die Struktur eines Beratungsgesprächs und die Inhalte noch einmal kurz zusammengefasst beziehungsweise teilweise mit neuen Erkenntnissen unterfüttert. Und das macht den Teilnehmern eigentlich wirklich sehr viel Spaß.

Muss ich daran teilnehmen, oder reicht es, wenn ich Webinare absolviere? Oder muss ich an gar keiner dieser Veranstaltungen teilnehmen?

Es ist nicht zwingend, dass man daran teilnimmt. Allerdings bekommt man dann auch keine umfängliche Zertifizierung. Ich denke, Herr Gosch kann dazu noch mehr sagen.

Ja, richtig. Wir nennen es schon Pflichtseminar, weil das Ziel ja sein soll, dass derjenige, der das bei uns macht, auch ein Zertifikat erhält. Es gibt aber vielleicht auch mal Ausnahmesituationen, in denen das nicht möglich ist. Ich hatte eine Dame, die ist ins Ausland gezogen, und dann war es zeitlich einfach nicht mehr machbar, das nachzuholen. Aber sie hat ja alles durchgearbeitet und bekommt von uns ein Abschlusszeugnis mit den einzelnen Inhalten, die im Rahmen der Ernährungsberatung besprochen und bearbeitet wurden. Normalerweise ist es aber so, dass das Pflichtseminar, so wie ich es nenne, dazugehört.

Und ich kann es auch nur empfehlen, an den Seminaren teilzunehmen. Bei meiner Weiterbildung zum Fitnesstrainer waren die Seminare wirklich das absolute Highlight – das waren auch mehrere, weil es eine kombinierte Weiterbildung war. Ich musste weit wegfahren, ich musste mir da zwei, drei Tage Zeit nehmen und freinehmen, aber ich habe super Leute kennengelernt, der Dozent war super, und was ich dort gelernt habe, in meinem Fall zum Training, das hätte ich durch eigenes Ausprobieren in der Form nicht gelernt.

Ich hatte vor einiger Zeit auch mal eine andere Weiterbildung im Bereich Stressmanagement gemacht, und da musste man im Seminar zum Beispiel auch die Beratungssituation üben. Auch super wichtig, wenn man sich da gegenseitig helfen kann. Das nimmt ganz viel Unsicherheit, wenn dann irgendwann die ersten Klienten auf einen zukommen – dann hat man das alles schon einmal geübt.

Eine Ergänzung vielleicht noch: Sie haben gerade von Präsenz gesprochen – wir bieten unsere Seminare alternativ auch als Online-Seminare an. Wenn die Leute etwas weiter weg wohnen, ist der eine oder andere froh, dass er nicht so weit anreisen muss. Obwohl ich Ihnen recht gebe: So ein Seminar in Präsenz, wo sich die Leute untereinander austauschen können, ist mit Sicherheit wertvoller als ein Online-Seminar. Nur sollen unsere Schüler wissen: Die Themen und der Umfang sind online wie in Präsenz gleich.

Die Inhalte der Weiterbildung

Frau Dr. Meyer, können Sie uns sagen, was ich denn jetzt eigentlich ganz konkret lerne? Was sind die Studieninhalte der Skripte in diesem Kurs?

Wir gehen von den Grundlagen aus: Was ist wichtig bei der Essenszubereitung, um gesund zuzubereiten? Dann haben wir die Makronährstoffe – also Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Ballaststoffe – in unserem Themenspektrum. Dann kommen die Mikronährstoffe, die natürlich auch unheimlich wichtig sind, Wasserhaushalt, Elektrolyte, diese Dinge. Dann besprechen wir den Verdauungstrakt: Wie funktioniert überhaupt die Nahrungsverwertung in unserem Körper?

Dann kommen Themen wie: Wie ernähre ich mich in besonderen Lebenslagen, wie ernähre ich mich als Sportler? Das nur relativ kurz angerissen, weil wir dafür auch noch andere Ausbildungsgänge haben, die das viel besser abdecken. Dann Ernährung bei verschiedenen Krankheiten, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Osteoporose, Gicht, all diese Dinge, Krebs, Diabetes, Haut – alles, was da wichtig ist.

Und letztendlich gehen wir dann auch noch auf die Kommunikationsfähigkeiten ein. Das ist nämlich auch unheimlich wichtig, die Psychologie hinter der ganzen Sache darf man nicht vernachlässigen. Es ist unglaublich wichtig, wie wir an die Klienten herangehen können und wie wir sie eben nicht abschrecken, sondern mit ihnen zusammenarbeiten. Das sind so die Kerninhalte dieser Ausbildung.

Was macht man in der Beratung konkret?

Sie hatten die Mikronährstoffe erwähnt – da fällt mir spontan ein: wahrscheinlich ein etwas schwierigeres Thema, da geht es ja auch viel um Biochemie. Aber für mich persönlich ist das das spannendste Thema in diesem ganzen Bereich. Und weil ich am Anfang schon gefragt hatte, was ich eigentlich mit dem Abschluss machen kann: Wie gehe ich als Ernährungsberater damit um? Wenn ich das testen möchte, kann ich dann Klienten zum Arzt schicken und sagen, lass mal ein Blutbild machen, und wir gucken uns das gemeinsam an? Oder wie stelle ich mir das vor?

Genau, das kann man auf jeden Fall machen. Oder man hat schon eine gewisse Ahnung, wenn die Ernährungsweise so ein bisschen in eine Richtung geht, dass gewisse Stoffe fehlen könnten. Dann kann man das auch gezielt ansprechen und sich wirklich mal ein Ernährungsprotokoll erstellen lassen. Ich habe da eine kleine Datenbank, da kann ich alles eingeben, und dann wird das Spektrum ausgespuckt, was im Körper ankommt – was aber immer noch nicht heißt, dass diese Stoffe dann wirklich im Körper aufgenommen und regulär verarbeitet werden.

Aber ich habe dann schon eine Vorahnung, was fehlen könnte, zum Beispiel Jod oder Selen oder solche Dinge. Und dann kann man den Klienten davon unterrichten, dass es da Engstellen sein könnten, und der Klient sollte sich dann entweder in ärztliche oder in heilpraktische Obhut begeben und das Ganze analysieren lassen.

Kombination mit anderen Fachrichtungen

Sie haben jetzt den Heilpraktiker erwähnt. Herr Gosch, vielleicht können Sie uns sagen, wie man diesen Kurs noch kombinieren kann. Ich habe gesehen, es gibt beim BTB noch verschiedene Kurse, die in etwas spezialisiertere Richtungen gehen – ich glaube, einen Ernährungsberater für Sportler oder für Kleinkinder gibt es noch. Kann man das kombinieren, und macht das Sinn?

Ja, Frau Dr. Meyer hat schon angesprochen, dass im Rahmen der Ernährungsberatung kleinere Themen angerissen werden, zu besonderen Lebenslagen und so weiter. Aber wir bieten diese Fachrichtungen dann auch intensiver an: besondere Lebenslagen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Pflanzenkunde, Sporternährung, vegane Ernährung, natürlich Ernährung in besonderen Lebensphasen und Gewichtsmanagement. Und das lässt sich alles super kombinieren. Das heißt, wenn ich zum Beispiel Heilpraktiker bin und mich auf den Bereich Ernährung stütze, habe ich hier schon einiges an Möglichkeiten, wenn ich das eine oder andere dazu mache.

Ja, das ist auch mein Tipp: sich frühzeitig zu überlegen, in welche Richtung ich mich spezialisieren möchte – vor allem, wenn ich selbstständig werden möchte, weil es dann schlichtweg einfacher ist, sich am Markt zu behaupten, wenn man einen Fokus auf eine ganz spezielle Zielgruppe hat, Sportler zum Beispiel oder auch Schwangere.

Es kommt auch ein bisschen auf das Umfeld an. Ich lebe hier im ländlichen Bereich und kann mich deswegen nicht so spezialisieren, weil da kommt alles – da ist einfach nicht so viel. Wenn ich aber in städtischen Zentren tätig bin, dann ist das unheimlich sinnvoll. Oder wenn ich von vornherein sage: Ich bin Fußballtrainer, ich möchte meine Leute trainieren, aber ich möchte auch über die optimale Ernährung dozieren können – dann ist so eine Spezialisierung natürlich unheimlich sinnvoll.

Spezielle Ernährungsformen

Frau Dr. Meyer, ich habe noch eine Frage zu den Spezialthemen. Inwieweit werden ganz spezielle Ernährungsformen behandelt? Vegan hatten wir jetzt schon ein paar Mal erwähnt, oder ketogene Diät oder so etwas – inwieweit spielt das eine Rolle in dem Kurs?

Das spielt eine große Rolle. Wir haben dazu auch unsere speziellen Weiterbildungen – gerade Gewichtsmanagement macht viel in Sachen vegan oder ketogen, Low Carb, Low Fat. Solche Ernährungsformen werden dann eingehend beurteilt. Aber die Schülerinnen und Schüler kommen ja auch und haben schon so vieles ausprobiert. Auch in der Schülerschaft selbst ist das ein Riesenthema, und gerade bei den Praxisseminaren können wir sehr gezielt noch einmal darauf eingehen.

Der Werdegang einer Tutorin

Frau Dr. Meyer, vielleicht können Sie uns noch ein bisschen etwas über Ihren eigenen Werdegang sagen. Warum sind Sie Ernährungsberaterin geworden? Sie sind ja auch promoviert, habe ich gesehen. Wie ist Ihr Lebenslauf in Bezug auf die Ernährungsberatung?

Eigentlich hat das mit meiner Vorstudienzeit begonnen. Da habe ich eine Ausbildung als medizinisch-kaufmännische Assistentin gemacht. Das war damals ein Lehrgang, der ein Jahr gedauert hat. Wir haben so viele Mediziner in der Familie, da bin ich schon relativ in die Medizin eingetaucht. Dann habe ich ein Biologiestudium begonnen und auch beendet.

In meiner Berufszeit danach habe ich viel in einem medizinisch-diagnostischen Labor gearbeitet, und da war auch viel Genetik mit an Bord. Und wenn man jemanden hat mit einer Veranlagung Richtung Zivilisationskrankheiten, dann muss man sich schon überlegen: Was mache ich da? Da hilft eigentlich keine kausale Therapie. An den Genen herumschnippeln ist in dem Maße nicht machbar – viel zu viel Aufwand, und es hat auch meistens keinen Effekt, weil es viele Gene sind, die da zusammenspielen. Und deswegen bleiben eigentlich nur Ernährung und Lebensstil als Therapieempfehlung.

Dann habe ich mich entschlossen, selbst beim BTB die Ausbildung als Ernährungsberaterin zu machen. Und wenig später habe ich eine freundliche Anfrage bekommen, ob ich nicht Dozentin werden möchte. Da habe ich gedacht: Na ja, DGE allein – ich weiß nicht, ob ich so dahinterstehe, weil ich ein bisschen mehr auch den biochemischen Aspekt mit einbeziehe. Aber dann dachte ich: Schaden kann es nicht. Ich habe dann die Dozententätigkeit übernommen und später auch das Lektorat für Ernährungslehre. Und ja, ich glaube, wir können recht gut zusammenarbeiten, und ich bin wirklich sehr glücklich in dem Fachbereich.

Auch schön zu sehen: Das ist ein Weg, den man gehen kann, wenn man diese Weiterbildung machen möchte oder sich für das Thema interessiert. Man kann auch in die Lehre gehen und als Dozentin oder Dozent arbeiten. Vielleicht sogar am BTB, wenn man dort seine Weiterbildung macht.

Ja, genau, ich brauche ja auch irgendwann mal Nachfolger. Aber es ist wirklich so: Wir müssen uns ja irgendwo präsentieren, das heißt, wir müssen an die Öffentlichkeit gehen. Wir dürfen keine Manschetten haben, wir müssen auch Vorträge halten oder publizieren oder online präsent sein und uns zeigen. Das muss von vornherein klar sein: Es ist nicht so, dass man mit der BTB-Ausbildung ein Schild „Ernährungsberater“ an die Tür hängt und dann gestürmt wird.

Es ist sehr viel Aufbauarbeit zu leisten, das auf jeden Fall. Aber man wächst auch mit seinen Aufgaben. Ich habe mir auch nie zugetraut, so etwas machen zu können, aber: einfach mal Ja sagen. Nein gesagt hat man immer schon – einfach mal Ja sagen, rein und damit wachsen.

Und viele Leute denken auch: Mit der BTB-Ausbildung habe ich dann alles, was ich brauche. Nein, hat man nicht, auch ich nicht. Man muss sich ständig fortbilden, man muss neugierig sein. Es ist nicht so, dass man mit den Studienbriefen schon alles Handwerkszeug hat, um loszulegen. Man muss immer am Ball bleiben, lebenslanges Lernen ist auch hier unheimlich wichtig.

Die Abschlussprüfung

Die Prüfung ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Ich kenne das aus meinen Weiterbildungen: Das ist von Anfang an für ganz viele ein großes Thema. Oh, die große Prüfung zum Schluss – man kennt das noch aus seiner Schulzeit, da waren Prüfungen leider auch immer mit Angst verbunden. Herr Gosch, können Sie uns ganz kurz sagen, wie ich mir das vorstellen kann? Sie haben gesagt, man kann sich zwischendurch immer schon testen – und zum Schluss schreibe ich dann eine Klausur?

Wie gesagt, bei den Studienbriefen kann ich durch einen Onlinetest im Webcampus schauen, wie ich sie verarbeitet habe und wo ich nachbearbeiten muss. Und im Endeffekt ist die Abschlussprüfung sozusagen eine Zusammenfassung des kompletten Materials der Ernährungsberatung, und die läuft ähnlich ab: Sie läuft im Webcampus ab. Es gibt die eine oder andere offene Frage, die ich kurz und knapp beschreiben kann, aber das meiste ist Multiple Choice, so wie man es auch von den Prüfungen zu den einzelnen Studienbriefen kennt. Und dann habe ich ein gewisses Zeitlimit, um das zu bearbeiten, und dann gibt es das Ergebnis.

Nehmt das nicht so locker, diejenigen, die uns jetzt zuschauen oder zuhören! Ich hatte diese Prüfung auch in meiner Weiterbildung, und Multiple Choice klingt immer so nach: Ach, das mache ich easy. Aber ich habe jetzt nicht mit einer Eins bestanden, ich glaube auch nicht mit einer Zwei. Ich bin zwar durchgekommen, aber es war trotzdem sehr anspruchsvoll. Ich musste bei vielen Fragen wirklich überlegen. Manchmal hat man auch mehrere Möglichkeiten anzukreuzen. Also hier muss man wirklich richtig gut lernen, um das Ganze zu bestehen.

Frau Dr. Meyer, was können Sie aus Ihrer Erfahrung sagen – fühlen sich die meisten schon vorbereitet, wenn sie im Seminar sitzen?

Also die Prüfungsangst ist ein Riesenthema, das ist eigentlich der Inhalt meiner Sprechstunde. Es ist so, dass man sich wirklich gut vorbereiten muss, gerade wenn man fachfremd ist. Da helfen aber zum Beispiel diese Audiodateien – ich denke, die gibt es auch für die Ernährungsberatung –, sodass man bei jeder möglichen Tätigkeit noch einmal rekapitulieren kann. Und das ist viel besser, als es nur zu lesen: wenn man es noch einmal hört oder sich kleine Karteikarten schreibt mit den wichtigsten Stichpunkten und darüber mit dem Study Buddy oder mit anderen KI-Einheiten noch ein bisschen recherchiert. Dann hat man vielleicht einen anderen Blickwinkel auf ein Thema und versteht es vielleicht auch besser. Das sind ganz gute Vorbereitungen.

Zur Prüfung selbst kann ich sagen: Sie ist zweigeteilt, ein Multiple-Choice-Teil und ein zweiter Teil mit offenen Fragen. Und ich merke auch selbst, dass der Notendurchschnitt inzwischen nach oben rutscht: Die Prüflinge schneiden schon sehr viel besser ab als mit überwiegend Multiple Choice, weil das auch ein bisschen Glückssache ist. Ich weiß von den Schülern, dass manche dann über Möglichkeiten und Umwege nachdenken und am Ende doch irgendetwas total Falsches ankreuzen. Da ist also ein bisschen die Schärfe herausgenommen. Aber ein bisschen etwas lernen sollte man auf jeden Fall – es ist ja auch für die Praxis hinterher sinnvoll, wenn man etwas weiß.

Mein Tipp ist auch, sich frühzeitig zu überlegen: Wie lerne ich eigentlich gut? Kann ich meinetwegen mit Karteikarten gut lernen, oder lerne ich direkt aus dem Skript, schon beim Lesen? Das ist ja für Leute, die innerlich schon eine gute Lerntechnik entwickelt haben, möglich, sich beim Lesen gleich ganz viel zu merken. Aber viele schreiben sich dann auch Zusammenfassungen.

Und mein Tipp: Legt euch wirklich von Anfang an einen Lernplan an. Lasst euch den erstellen – das kann man mittlerweile auch ganz gut mit KI machen, da kann man bestimmt auch den Study Buddy dazu nutzen. Wir haben auch so ein Tool bei uns auf der Webseite fernstudi.net: Da muss man eine Reihe Fragen zu sich selbst beantworten, und dann bekommt man nach pädagogischen Prinzipien einen ganz guten Lernplan zusammengestellt und kann sich einfach mal ausprobieren. Man muss ein bisschen flexibel sein, sodass man nach drei, vier Wochen merkt: Okay, das passt jetzt nicht ganz zu mir, da muss ich noch einmal etwas umstellen. Aber wirklich keine Angst vor der Prüfung, das ist auf jeden Fall zu schaffen.

Betreuung

Herr Gosch, vielleicht können Sie uns noch sagen, wie die Betreuung abläuft. Wenn ich ein Problem organisatorischer Art habe, melde ich mich dann bei Ihnen, oder wie läuft das?

Ja, ganz genau. Wenn es irgendwelche Probleme gibt oder Sachen, die geregelt werden müssen – wegen der Bankverbindung oder was auch immer das Organisatorische betrifft –, dann meldet man sich bei uns. Wir versuchen mit meiner Erfahrung auch ein bisschen, die Motivation zu fördern, und auch die Prüfungsangst, wie Frau Dr. Meyer sagt, die geht auch bei uns um. Natürlich geben wir auch Tipps. Ein Tipp ist immer ganz gut: Jedes Handy hat eine Aufnahmefunktion. Da kann man sich einiges selbst aufsprechen und es sich dann anhören, wenn man spazieren geht oder in Ruhe im Sessel sitzt. Das hilft natürlich auch ganz gut.

Und für das Fachliche sind, wie schon festgestellt wurde, die Tutoren da, mit Sprechzeiten. Aber wir arbeiten auch mit E-Mails, genau wie die Tutoren die auch bekommen, und versuchen dann immer schnellstmöglich alles, was an Problemen da ist, aus der Welt zu schaffen.

Kosten und Förderung

Und noch eine organisatorische Frage, das wäre dann auch der Abschluss unseres Gesprächs: Wie sieht es mit den Kosten und vielleicht auch mit Fördermöglichkeiten aus? Was kommt da finanziell insgesamt auf mich zu, wenn ich diesen Kurs am BTB absolvieren möchte?

Frau Dr. Meyer hat ja schon gesagt, dass es 14 Monate sind. Die Kosten pro Monat, wenn man monatlich zahlt, liegen bei 152 Euro, also insgesamt 2.085 Euro. Zu den einzelnen Kombinationen will ich jetzt gar nicht so in die Tiefe gehen – die einzelnen Zusatzausbildungen dauern sechs bis neun Monate und liegen bei um die 160, 170 Euro. Da muss man einmal gucken, was man selber noch aufsatteln möchte. Und dazu kommt, dass das Seminar entsprechend auch bezahlt werden muss – das steht aber auch in den AGB.

Zu den Fördermöglichkeiten: Teilweise sind die regional. Wir haben Fördermöglichkeiten auch durch das BTB selbst – dass zum Beispiel Leute, die bei uns schon einmal eine Ausbildung gemacht haben, eine Förderung bekommen, oder dass Arbeitslose eine Förderung bekommen. Es gibt aber auch in den einzelnen Regionen Möglichkeiten. Wer das machen möchte, kann sich gerne bei uns erkundigen, dann kann man gemeinsam schauen, was im jeweiligen Fall noch möglich wäre.

Also noch ein Tipp von mir: Sie hatten gesagt, das Seminar zahlt man dann auch noch. Man sollte vielleicht noch mit einkalkulieren, dass man da auch Fahrtkosten hat und eine Übernachtung, sei es im Hotel oder in einer Pension – da kommen noch ein, zwei Übernachtungen dazu. Das sollte man in seine Gesamtkosten mit einkalkulieren. Aber wer das nicht zahlen will, muss ja nicht unbedingt in der Form daran teilnehmen, sondern kann es auch als Webinar absolvieren.

Ein Tipp zum Schluss

Frau Dr. Meyer, haben Sie zum Abschluss vielleicht noch einen Tipp für diejenigen, die jetzt ganz dringend Ernährungsberaterin oder Ernährungsberater werden möchten?

Spontan? Erstens: Man kann die Ausbildung sofort beginnen, das finde ich auch sehr, sehr gut. Der BTB stellt die Studieninhalte also sofort Stück für Stück zur Verfügung. Das ist auf jeden Fall eine gute Sache.

Und man kann im Prinzip auch im Laufe des Lehrgangs mal an Freunden und Verwandten mit kleinen Problemchen ein bisschen üben und schauen: Ist das etwas für mich? Im Prinzip ist das ja eine Tätigkeit, die unglaublich vielseitig ist. Die wird nie langweilig, weil jeder Klient anders ist. Deswegen ist es auch manchmal so schwierig zu üben, weil man wirklich immer wieder eine andere Situation hat. Wenn man das ein bisschen in der Verwandtschaft und im Freundeskreis abcheckt, ist das auf jeden Fall eine gute Sache.

Okay, dann ganz herzlichen Dank Ihnen beiden für die vielen Auskünfte. Wer sich für diese Weiterbildung interessiert: Wir verlinken natürlich alles in der Beschreibung zu diesem Video. Oder geht einfach auf btb.info, da findet man alle Informationen zum Kurs und kann sich auch direkt ans BTB wenden und weitere Fragen beantworten lassen. Vielen Dank und schönen Tag Ihnen noch.

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