Winterlicher Sport, mehr als nur ein guter Vorsatz: Tipps von SRH-Professorin Angela Teichert
Sport im Winter bietet nicht nur gesundheitliche Vorteile, sondern auch einen positiven Einfluss auf das Sozialleben. Dr. Angela Teichert, Sportmentaltrainerin und Professorin für Soziale Arbeit an der SRH Fernhochschule, erklärt, warum Bewegung in der kalten Jahreszeit besonders effektiv ist und welche Aspekte man dabei beachten sollte. Der nachfolgende Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und gibt praktische Tipps.
Die kalte Jahreszeit fordert die Menschen heraus, körperlich aktiv zu bleiben. Dr. Angela Teichert betont, dass Sport im Winter nicht nur das Immunsystem stärkt und die Kalorienverbrennung ankurbelt, sondern auch als sozial verbindendes Element wirkt. Diese Ansichten werden durch Studien untermauert, wie etwa vom Robert Koch-Institut, das bereits 2012 herausstellte, dass körperliche Aktivität bei Depressionen wirksam sein kann.
Teichert erklärte weiter, dass Sport ein wertvolles Mittel in der Sozialen Arbeit ist, da er Menschen niedrigschwellig verbindet und neue Türen öffnet. Sport bietet eine Integrationsmöglichkeit, fördert die Motivation und wirkt gerade in der dunklen Jahreszeit als Stimmungsaufheller. Zusätzlich könne er das soziale Gefüge stärken, indem man sich mit Freunden oder der Familie für gemeinsame Aktivitäten verabredet.
Beim Sport im Winter gilt es jedoch, sich richtig auszurüsten. Wärmeisolierende Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, schützendes Schuhwerk und Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Mütze helfen, die körperliche Betätigung auch bei niedrigen Temperaturen angenehm zu gestalten. Teichert rät bei kühlen Temperaturen zu einem sorgfältigen Aufwärmen, um Verletzungen zu vermeiden und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Interessant ist der physiologische Effekt der Kälte: Bei niedrigen Temperaturen verengen sich die Blutgefäße, was das Herz zu mehr Arbeit zwingt – dies könne allerdings das Herz-Kreislauf-System langfristig stärken. Um negative Folgen zu vermeiden, sollte man jedoch darauf achten, bei extremen Temperaturen vorsichtig zu sein und gegebenenfalls auf alternative Indoor-Aktivitäten auszuweichen.
Prof. Dr. Teichert gibt abschließend den Tipp, Sport als Teil der wöchentlichen Routine zu integrieren und ihn als Gelegenheit zu sehen, soziale Interaktionen zu fördern. „Jede Bewegung ist besser als keine“, so die Expertin, die vorschlägt, für mehr Motivation und anhaltende Freude die Aktivitäten zu variieren und auf persönliche Vorlieben abzustimmen.
Quelle: Pressemitteilung vom 2.1.2025
Veröffentlicht am 02.01.2025 09:59 von Christian Wolf
Aktualisiert: 03.01.2025 06:18