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Wann Menschen korrupt werden: Studie der FernUni Hagen deckt globale Unterschiede auf

Ein länderübergreifendes Experiment der FernUniversität in Hagen, geleitet von Prof. Dr. Angela Dorrough, hat untersucht, wie bestechlich Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte sind. Die teilnehmenden Personen aus 18 verschiedenen Ländern standen vor der Wahl, eine Lizenz zur Nutzung natürlicher Ressourcen entweder auf offiziellem Weg oder durch Zahlung von Schmiergeld kostengünstiger zu erwerben.

Laut den Studienergebnissen zeigten sich die Teilnehmer in China besonders korrupt. Deutschland, die USA und die Niederlande rangierten im Mittelfeld, während in Japan und Russland weniger korruptes Verhalten beobachtet wurde. Prof. Dr. Angela Dorrough bemerkt hierzu, dass die soziale Erwünschtheit eine Rolle spielen könnte, da Menschen in Ländern mit etabliertem Korruptionsverdacht möglicherweise darauf bedacht sind, sich besonders korrekt zu zeigen.

Die Bedeutung der Studie wird durch eine Auszeichnung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterstrichen. Das Forscherteam gewann den ersten Preis der OECD Anti-Corruption Research Challenge. Ziel dieses Wettbewerbs war es, innovative und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Stärkung von Antikorruptions- und Integritätssystemen zu fördern.

Prof. Dr. Dorrough hebt hervor, dass die OECD durch die Förderung solch umfassender Forschungsarbeiten ihren Einsatz im Kampf gegen Korruption verdeutlicht. Die Erkenntnisse der Studie zeigen, dass Korruption nicht nur ein Problem der Mächtigen ist, sondern auch in der gesellschaftlichen Mitte vorkommt, und dass solche Studien maßgeblich zum Verständnis und zur Bekämpfung von Korruption beitragen können.

Die Ergebnisse des Experiments und weitere ausgewählte Beiträge werden auf dem Global Anti-Corruption and Integrity Forum 2025 der OECD präsentiert. Dieses Event bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen und soll neue Impulse im Kampf gegen Korruption geben.

Quelle: FernUni Hagen vom 21.03.2025
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