Virtuelle Impulse und gelebtes Netzwerk: FernUniversität Hagen präsentiert nachhaltige Bildung auf großer Bühne
Die FernUniversität in Hagen hat sich auf der FISU World Conference als Impulsgeberin für nachhaltige Hochschulbildung präsentiert. Mit einem innovativen Programm aus Virtual-Reality-Erlebnissen, Bildungskonzepten und der Zusammenarbeit im Netzwerk Humboldtⁿ zeigte die Hochschule, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung im internationalen Austausch erlebbar werden kann.
Die FISU World Conference fand vom 16. bis 18. Juli 2025 in der Bochumer Jahrhunderthalle statt. Parallel zu den FISU World University Games, einem der weltweit größten studentischen Sportereignisse mit über 8.500 Teilnehmenden aus 150 Ländern, bot die Konferenz Raum für den interdisziplinären Dialog zu Themen wie Sportwissenschaft, psychischer Gesundheit und Nachhaltigkeit. Das Motto lautete „Competing for Change“.
Die FernUniversität war auf Einladung der Nachhaltigkeitsinitiative Humboldtⁿ und der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW als eine von lediglich zwei Hochschulen offiziell vertreten. Humboldtⁿ vereint die nordrhein-westfälischen Universitäten mit dem Wuppertal Institut sowie der NRW-Akademie der Wissenschaften und der Künste zu einer strategischen Allianz für den nachhaltigen Wandel im Hochschul- und Wissenschaftsbereich.
Im Zentrum des Messeauftritts der FernUni standen Virtual-Reality-Anwendungen, insbesondere der sogenannte Pollinator Park. Diese VR-Anwendung thematisiert den Rückgang von bestäubenden Insekten wie Bienen und Schmetterlingen. Besucherinnen und Besucher tauchten dabei interaktiv in eine mögliche Zukunft des Jahres 2050 ein, in der ein Park als letzter Zufluchtsort für bestäubende Insekten dient. Laut Frank Wistuba, Leiter des Projekts „bne:digital.nrw“ im Zentrum für Lernen und Innovation, sei das Eintauchen in virtuelle Lernumgebungen besonders wirkungsvoll. Die Immersion fördere eine kritische Reflexion und wecke Empathie für ökologisch relevante Themen wie Biodiversitätsverluste.
Mit dem Projekt „bne:digital.nrw“, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert wird, verfolgt die FernUniversität das Ziel, nachhaltigkeitsorientiertes Denken hochschulübergreifend in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Neben Digitalisierung und Inklusion sollen auch Open Educational Resources sowie der institutionelle Wandel eine Rolle spielen. Geplant sind Fortbildungen für Lehrende, diverse Veranstaltungsformate und der Einsatz innovativer Lernmaterialien – immer mit Blick auf die Entwicklung von Werten, Haltung und Verantwortungsbewusstsein.
Frank Wistuba betonte für die FernUniversität die Bedeutung internationaler Netzwerke wie Humboldtⁿ: Es gehe darum, wissenschaftliche Perspektiven zu gewinnen, gemeinsam zu handeln und Hochschulen als Zukunftswerkstätten der Gesellschaft zu verstehen. Eine Kernbotschaft lautete laut FernUni, Hochschulen müssten Verantwortung nicht nur in Forschung und Lehre, sondern auch im Betrieb, dem Wissenstransfer und im kollegialen Miteinander übernehmen.
Mit dem klaren Fokus auf nachhaltigkeitsorientierte Transformation in der Hochschullandschaft, der Förderung durch das Land NRW und dem Engagement im Humboldtⁿ-Netzwerk setzt die FernUni laut eigenen Angaben ein Zeichen für eine Bildungslandschaft, die innovative Technologien, Kooperation und gesellschaftliche Verantwortung verbindet.
Quelle: Pressemitteilung vom 23.07.2025
Veröffentlicht am 24.07.2025 08:44 von Marcus Schütz
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