24.01.2025

Studierende zieht es wieder ins Ausland: Zahl der deutschen Auslandsstudierenden steigt leicht

Die Anzahl der deutschen Studierenden im Ausland hat im Jahr 2022 erneut zugenommen. Rund 138.800 Deutsche waren an ausländischen Hochschulen eingeschrieben, was einem Anstieg von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nach einem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 zeigt sich seit 2021 wieder ein Aufwärtstrend.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, sei der Zuwachs unter anderem auf einen Anstieg der Studierenden in Ländern wie Österreich, Portugal und Dänemark zurückzuführen. Besonders herausragend sei der prozentuale Anstieg in Malta, Finnland und Malaysia. In Malta habe sich die Anzahl deutscher Studierender um beeindruckende 405 Prozent erhöht.

Die meisten deutschen Auslandsstudierenden zog es im Jahr 2022 nach Österreich, in die Niederlande und die Schweiz. Mehr als die Hälfte der Studierenden entschied sich für eines dieser drei Länder. Innerhalb der Europäischen Union verblieben insgesamt 68 Prozent der deutschen Studierenden im Ausland.

Besonders beliebt waren Studienrichtungen im Bereich "Wirtschaft, Verwaltung und Recht" sowie "Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen". Nahezu zwei Drittel der deutschen Studierenden in den Niederlanden wählten eine dieser Fachrichtungen.

Ein spezieller Trend zeigt sich im Bereich der Humanmedizin. Aufgrund der begrenzten Studienplätze in Deutschland weichen viele Studierende für ein Medizinstudium ins osteuropäische Ausland aus. Hohe Prozentsätze an deutschen Medizinstudierender in Litauen, Ungarn und Polen unterstreichen diese Entwicklung.

Seit dem Pandemiejahr 2020 ist die Zahl der deutschen Studierenden im Ausland um 4,5 Prozent gestiegen, wodurch das Niveau sogar leicht über das von 2019 hinausgeht. Für detaillierte Zahlen zu den Jahren 2023 und 2024 verweist das Statistische Bundesamt auf den Statistischen Bericht "Deutsche Studierende im Ausland - Ergebnisse des Berichtsjahres 2022".

Quelle: Pressemitteilung vom 24.01.2025
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