OpenEU-Allianz zieht Bilanz: FernUniversität in Hagen stärkt Rolle im europäischen Hochschulraum
Die europäische Hochschulallianz OpenEU, die sich zum Ziel gesetzt hat, die erste offene Universität Europas zu etablieren, hat im Februar 2026 ihr erstes Jahr mit einem Koordinationstreffen in Lissabon abgeschlossen. Gastgeberin war die Universidade Aberta. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Hochschulen aus ganz Europa nutzten das Treffen, um die bisherigen Fortschritte zu bilanzieren und den Arbeitsplan für das kommende Jahr zu verabschieden. Im Fokus steht dabei die Umsetzung gemeinsamer Initiativen, die den europäischen Anspruch der Allianz in konkrete Angebote für Studierende und Beschäftigte überführen sollen.
Die FernUniversität in Hagen übernimmt innerhalb von OpenEU eine zentrale Rolle: Sie leitet das Arbeitspaket zum Thema Lifelong Learning und verantwortet die Entwicklung sowie Pilotierung neuer, flexibler Weiterbildungsformate. Im ersten Jahr wurden tragfähige Governance- und Koordinationsstrukturen etabliert und mehrere Pilotprojekte umgesetzt. Dazu zählen gemeinsame Forschungsworkshops, elf Promotionskurse mit über 80 Teilnehmenden sowie die erste OpenEU International Winter School in Athen, die rund 100 Promovierende und Forschende zusammenbrachte.
Ein weiterer Meilenstein war die Verabschiedung gemeinsamer Rahmenwerke und Richtlinien, etwa zur Entwicklung von Microcredentials und zur Internationalisierung der Studienangebote. Die Auswahl von OpenEU als „Early Adopter“ des European Higher Education Interoperability Framework (HEIF) hat die Sichtbarkeit der Allianz auf europäischer Ebene zusätzlich gestärkt. Die Allianz reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach flexiblen Bildungswegen und lebenslangem Lernen.
Für das zweite Jahr plant OpenEU, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Geplant sind unter anderem erweiterte Mobilitätsprogramme, eine stärkere Verzahnung von Kompetenzentwicklung und Beschäftigungsfähigkeit sowie die Prüfung neuer Initiativen wie einer Online-Karrieremesse und eines gemeinsamen Bachelorstudiengangs. Fünf sogenannte „Staff Weeks“ an verschiedenen Partnerhochschulen sollen zudem den Austausch und die Mobilität von Mitarbeitenden fördern.
Das langfristige Ziel bleibt die Entwicklung einer paneuropäischen offenen Universität, die flexible Bildungswege ermöglicht und Lernenden den Zugang zum Hochschulsystem unabhängig von Lebenssituation und Beruf erleichtert. Die FernUniversität in Hagen bringt dabei ihre langjährige Erfahrung in digitaler Bildung und internationaler Zusammenarbeit ein und gilt als einzige deutsche Hochschule im OpenEU-Verbund als wichtiger Impulsgeber für innovative Weiterbildungsformate und lebenslanges Lernen. Die Allianz zählt zu den exklusivsten europäischen Hochschulnetzwerken und fördert gezielt die Entwicklung neuer Lehr- und Lernformate.
Quelle: Pressemitteilung vom 19.02.2026
Foto: FernUni Hagen
Veröffentlicht am 19.02.2026 13:30 von Christian Wolf