08.08.2025 👏2

Kreative Impulse auf Zollverein: Architekturstudierende der IU präsentieren visionäre Nachnutzungskonzepte

Rund 50 Studierende der IU Internationalen Hochschule haben am 31. Juli und 1. August 2025 innovative Ideen für die Umnutzung der UNESCOWelterbestätte Zollverein in Essen vorgestellt. Ihr Fokus lag auf den ehemaligen Ventilatoren-Kühler-Gebäuden, die durch die Entwürfe als Vorzeigebeispiel für nachhaltige Weiterentwicklung von Industriedenkmälern dienen könnten.

Im Rahmen eines zweitägigen Präsentationsprogramms auf Zollverein präsentierte die sechste Semestergruppe aus dem Fachbereich Architektur insgesamt 25 Projekte mit über 150 Plänen. Die Vorschläge reichten von Wohnraumkonzepten wie Mehrgenerationenwohnen und Studierendenwohnungen über ein Hochschulgebäude, eine Kletterhalle und eine Therme bis hin zu Modellen für einen Club, eine Brauerei, einen MakerSpace und einen Ausstellungsraum. Damit bewiesen die Nachwuchsarchitektinnen und -architekten eine breite Auffassung von zukunftsfähigem Umbau im Bestand.

Das Semesterprojekt entstand im Modul „Bauen mit Bestand“ und war auf eine enge Einbindung der Studierenden in die Planungsrealität des Standorts ausgerichtet. Ein halbes Jahr lang setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer laut Hochschule intensiv mit der Geschichte, den räumlichen Gegebenheiten sowie den Anforderungen einer nachhaltigen und modernen Nutzung auseinander. Die Kooperation mit der Stiftung Zollverein ermöglichte praxisnahe Erfahrungen im Umgang mit denkmalgeschützten Gebäuden und den Dialog mit Experten der Bau- und Immobilienbranche.

Professor Michael Weichler von der IU Internationalen Hochschule betonte, die Studierenden hätten gelernt, Architektur nicht nur zu entwerfen, sondern auch im Spannungsfeld von Geschichte, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Bedürfnissen zu denken. Die vorgestellten Konzepte auf Zollverein zeigten seiner Ansicht nach auf eindrückliche Weise, wie kreativer Entwurfsgeist und verantwortungsvoller Umgang mit dem baulichen Erbe produktiv zusammenspielen könnten.

Am Ende der Präsentationsveranstaltung wurden laut Organisatoren die überzeugendsten Arbeiten in drei Kategorien prämiert: als bestes Nachnutzungskonzept, für den sensibelsten Umgang mit dem Bestand sowie für das innovativste Konzept. Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung Zollverein sowie Partner aus der regionalen Bauwirtschaft nahmen die Auszeichnungen vor.

Die Hochschule bedankte sich nach eigenen Angaben bei allen beteiligten Partnern und Sponsoren, darunter Stiftung Zollverein, Deppe Backstein-Keramik GmbH, Heim und Haus Essen, sapor GmbH und die Privatbrauerei Jacob Stauder GmbH & Co. KG, für ihre Unterstützung. Aus Sicht der Veranstalter hat das Projekt gezeigt, wie Nachwuchsarchitektinnen und -architekten mit fachlichem Know-how und Kreativität einen Beitrag zur Zukunft des Bauens mit Bestand leisten können.

Quelle: Pressemitteilung vom 8. August 2025
Fotos: IU Internationale Hochschule
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