25.06.2026

IU-Forschung: Digitale Medien in der Kulturellen Bildung – Zurückhaltung bei Fachkräften, neue Impulse gefordert

Die fortschreitende Digitalisierung stellt die Kulturelle Bildung vor neue Herausforderungen: Eine aktuelle Untersuchung des IU Research Center Kulturelle Bildung und Digitalität zeigt, dass viele pädagogische Fachkräfte digitalen Medien weiterhin mit Skepsis begegnen. Beim Fachtag „Fachkräfte zwischen Atelier und Algorithmus“ am 24. Juni 2026 in Köln diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik über die Notwendigkeit neuer Konzepte und gezielter Weiterbildungen für das Arbeitsfeld.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Kulturpädagogische Leitbegriffe in der postdigitalen Transformation?“ wurde deutlich: Das Selbstverständnis der Kulturellen Bildung bleibt stark analog geprägt. Eine gemeinsame fachliche Position zur Rolle digitaler Medien fehlt bislang, sodass viele Chancen ungenutzt bleiben. Die Projektleitung, vertreten durch Prof. Dr. Jule Korte und Prof. Dr. Tom Braun, betont, dass die digitale Transformation nicht nur technische, sondern auch pädagogische Anforderungen verändert. Fachkräfte benötigen daher Unterstützung und Raum, um digitale Formate praktisch erproben zu können.

Das von 2024 bis 2026 laufende Forschungsprojekt wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Kooperationspartner sind die Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW sowie der Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen. Ziel ist es, praxisnahe Impulse für die Qualifizierung von Fachkräften und für die Gestaltung kultur- und medienpädagogischer Angebote im digitalen Wandel zu entwickeln.

Mit dem Bachelorstudiengang Kultur- und Medienpädagogik bietet die IU Internationale Hochschule ein Fernstudium, das Kompetenzen in kultureller Bildung, Medienwissen und pädagogischer Praxis verknüpft. Das Programm richtet sich an Einsteiger:innen und Berufstätige im Bildungs-, Medien- und Kulturbereich und legt besonderen Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis durch projektorientierte Lehrformate. Absolvent:innen werden darauf vorbereitet, mediale und kulturelle Inhalte gesellschaftlich einzuordnen, verschiedene Ausdrucksformen zu verstehen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.

Die IU Internationale Hochschule zählt mit rund 130.000 Studierenden zu den größten Bildungsanbietern in Deutschland und setzt in ihren Studiengängen verstärkt auf digitale Lernumgebungen und KI-gestützte Unterstützungssysteme. Das Thema Digitalisierung in der Bildung bleibt damit ein zentrales Entwicklungsfeld – sowohl für die Hochschullehre als auch für die Weiterqualifizierung von Fachkräften in der kulturellen Bildung.

Quelle: Pressemitteilung vom 25.06.2026
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