IU: Flexible Fernstudiengänge sollen Akademisierung in der Pflege stärken
Die Akademisierung der Pflege bleibt in Deutschland ein drängendes Thema: Aktuelle Analysen, unter anderem aus der europaweiten RN4CAST-Studie, verdeutlichen einen klaren Zusammenhang zwischen dem Qualifikationsniveau von Pflegekräften und der Sterblichkeit von Patient:innen. So kann bereits ein Anstieg des Anteils akademisch ausgebildeter Pflegekräfte um zehn Prozentpunkte die 30-Tage-Sterblichkeit nach Operationen um sieben Prozent senken. Dennoch liegt die Akademisierungsquote in der deutschen Pflege mit rund 1,75 Prozent weiterhin deutlich unter dem vom Wissenschaftsrat empfohlenen Zielwert von mindestens zehn Prozent.
Die IU Internationale Hochschule adressiert diese Versorgungslücke mit einer Reihe flexibler Fernstudiengänge, die gezielt auf die Bedürfnisse von Berufstätigen und Quereinsteiger:innen zugeschnitten sind. Zu den zentralen Angeboten zählen der Bachelor Pflege (B.Sc.), der Bachelor Pflegemanagement (B.A.) sowie der Bachelor Pflegepädagogik (B.A.). Besonders bemerkenswert: Rund 43 Prozent der aktuell etwa 3.000 Studierenden in pflegespezifischen IU-Programmen sind ohne klassisches (Fach-)Abitur über berufliche Qualifikation ins Studium eingestiegen.
IU-Professorin Katharina Rädel-Ablass betont, dass Akademisierung nicht nur im Management, sondern direkt in der Patientenversorgung Wirkung entfaltet. Sie verweist darauf, dass evidenzbasiertes Entscheiden, die frühzeitige Erkennung von Risiken und die systematische Verbesserung von Versorgungsprozessen durch höhere Qualifikation gestärkt werden. Neben dem demografischen Wandel und dem wachsenden Fachkräftemangel – laut Deutschem Pflegerat fehlen bereits heute 115.000 Vollzeitstellen in der stationären Langzeitpflege – sieht sie die Qualifizierung der vorhandenen Pflegekräfte als Schlüssel für die Zukunftssicherung des Gesundheitswesens.
Für Berufstätige bietet das IU-Fernstudium die Möglichkeit, Studium, Schichtdienst und familiäre Verpflichtungen miteinander zu vereinbaren. Ein Beispiel: Studierende wie Kira Rex absolvieren ihr Studium in Teilzeit parallel zur Arbeit im Schichtdienst und familiären Pflegeaufgaben. Die hohe Flexibilität der IU-Modelle wird von Betroffenen als entscheidender Vorteil hervorgehoben.
Forschung und Transfer in die Praxis werden an der IU durch das Innovationszentrum Pflege und Gerontologie (IPG) vorangetrieben. Das Zentrum vernetzt Expertisen aus Pflegepraxis, Versorgungsforschung und Politik und arbeitet daran, auch bislang ungenutzte akademische Kompetenzen – etwa von internationalen Fachkräften – sichtbar zu machen und in die Versorgung einzubinden. Pilotprojekte wie KOMPASS erproben neue Ansätze in der Langzeitpflege, um partizipative Forschung und Kompetenztransfer zu stärken.
Die IU bietet im Pflege- und Gesundheitsbereich neben den genannten Bachelorstudiengängen auch weiterführende Masterprogramme an. Damit bleibt das Fernstudium für viele Berufstätige ein zentraler Hebel, um die Akademisierung in der Pflege voranzutreiben und die Qualität der Versorgung nachhaltig zu verbessern.
Ein vertiefender Überblick zu Studiengängen, Zugangsvoraussetzungen und Karrierewegen in der Pflegepädagogik findet sich im Artikel Pflegepädagogik im Fernstudium: Studiengänge, Kosten und der Weg an die Pflegeschule.
Quelle: Pressemitteilung vom 06.05.2026
Veröffentlicht am 06.05.2026 10:47 von Christian Wolf