14.07.2025

IST-Hochschule Düsseldorf festigt ihren Status – Wissenschaftsrat spricht erneute Akkreditierung aus

Die IST-Hochschule für Management in Düsseldorf hat die institutionelle Reakkreditierung für fünf Jahre erhalten. Der Wissenschaftsrat bewertete die Entwicklung der Hochschule in seinem aktuellen Prüfbericht als insgesamt positiv, gab jedoch zugleich Empfehlungen für die zukünftige Verbesserung ab.

Wie aus dem Ergebnis der Sommersitzungen des Wissenschaftsrats in Fulda vom 9. bis 11. Juli 2025 hervorgeht, erfülle die 2012 gegründete IST-Hochschule die Anforderungen an eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften und habe sich insbesondere durch eine Verdopplung der Studierendenzahlen sowie neue praxisnahe Fernstudiengänge gut weiterentwickelt. Die Prüfer lobten die Treue zum fachlichen Kernprofil trotz schnellen Wachstums und den praxisorientierten Charakter der Studienangebote.

Die Hochschule bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Sport-, Trainings- und Gesundheitswissenschaften, Kommunikation und Medien, Wirtschaft sowie Tourismus und Hospitality an. Im Wintersemester 2024/25 waren rund 6.100 Studierende eingeschrieben, betreut von Professorinnen und Professoren mit einem Umfang von 22 Vollzeitäquivalenten. Das flexible Studienmodell und die Verknüpfung von Theorie und Praxis, insbesondere im dualen Studium, wurden als besonders gelungen hervorgehoben.

Die Prüfer konstatierten, dass die Auflagen aus dem vorangegangenen Akkreditierungsverfahren erfüllt wurden. Positiv gewertet wurde auch die zunehmende institutionelle und personelle Unabhängigkeit von der Muttergesellschaft IST-Studieninstitut. Die Leitungs- und Selbstverwaltungsstrukturen gelten nach Ansicht des Wissenschaftsrats als angemessen ausgestaltet, auch wenn kritisiert wurde, dass die Trägergesellschaft bislang ohne Beteiligung der Hochschulgremien eine verkürzte Amtszeit der Präsidentin beschließen könne.

Das professorale Personal sei im Großen und Ganzen ausreichend, allerdings wurde auf Defizite bei der Fachabdeckung im Bereich Tourismus & Hospitality hingewiesen. Hier empfiehlt das Gremium, die Zahl der einschlägig qualifizierten Professorinnen und Professoren zu erhöhen, um alle Studiengänge fachlich breit abdecken zu können. Auch die Forschungsaktivitäten sollten in der Professorenschaft insgesamt gestärkt werden. Das Forschungsbudget sei zwar angemessen, werde bislang aber zu wenig ausgeschöpft.

In Bezug auf Gleichstellung wurde festgestellt, dass der Frauenanteil in der Professorenschaft bei 25 Prozent stagniert und daher weitere Anstrengungen erforderlich seien. Die Ausstattung mit digitalen Bibliotheksbeständen wurde mit Blick auf die Anforderungen einer Fernhochschule als ausbaufähig bewertet. Positiv hervorgehoben wurde die Entwicklung eines schlüssigen Bibliothekskonzepts sowie die Aufstockung des jährlichen Bibliotheksetats. Ein weiteres Entwicklungsfeld identifizierte der Wissenschaftsrat bei der Ausstattung mit Mess- und Diagnostikgeräten, die zur Sicherung einer praxisorientierten Lehre noch erweitert werden sollte.

Die finanzielle Situation der IST-Hochschule bezeichnen die Prüfer als gut. Die Personalplanung erscheine allerdings sehr zurückhaltend und betont wirtschaftlich solide. Angesichts der soliden Jahresüberschüsse regte der Wissenschaftsrat an, die Gewinne verstärkt in die Weiterentwicklung von Personal und Ausstattung zu investieren.

Für die anstehende Entwicklungsperiode empfiehlt das Gremium unter anderem, die Berufungsverfahren weiter zu stärken, insbesondere die Entscheidungskompetenz der Fachbereichsräte und die Beteiligung von externen wissenschaftlichen Mitgliedern eindeutig festzuschreiben. Das Gleichstellungskonzept sollte gezielt umgesetzt und der Frauenanteil in der Professorenschaft erhöht werden. Zudem werden die gezielte Nutzung des Forschungsbudgets und die Verbesserung der labor- und bibliothekstechnischen Ausstattung als zentrale Aufgaben für die Hochschule gesehen.

Die kommende Reakkreditierung wird laut Wissenschaftsrat auch davon abhängig gemacht, wie zielgerichtet und wirksam die Hochschule und ihre Trägerin diese Empfehlungen umsetzen. Mit der jetzigen Entscheidung sei die Hochschulförmigkeit für weitere fünf Jahre bestätigt.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.7.2025
Foto: Maßmann, CC BY-SA 4.0
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