21.07.2025

Hochschulen stärken Inklusion europaweit: FernUniversität Hagen bringt Expertise ins Projekt IncluDE ein

Das von der European Association of Distance Teaching Universities (EADTU) koordinierte Projekt IncluDE will mit Beteiligung der FernUniversität in Hagen einen europaweiten Referenzrahmen für Inklusion, Vielfalt und Gerechtigkeit an Hochschulen schaffen. Lehre, Teilhabe und Chancengleichheit für eine vielfältige Studierendenschaft sollen dadurch systematisch gefördert werden.

Wie das Projektteam mitteilt, steht die zentrale Frage im Raum, wie Teilhabe im europäischen Hochschulsystem gelingen kann und wie Hochschulen Barrieren im digitalen Bildungsangebot, kulturelle Unterschiede sowie Herausforderungen in sozialer und ökonomischer Hinsicht überwinden können. Die Initiative richtet sich an insgesamt 13 europäische Partnerinstitutionen, darunter Akteurinnen und Akteure der FernUniversität in Hagen.

IncluDE – der Name steht für „Inclusion, Diversity and Equity in Higher Education“ – soll als Kooperationsprojekt einen verbindlichen Orientierungsrahmen für Hochschulen bereitstellen. Ziel ist laut EADTU, dass sowohl Institutionen als Ganzes als auch einzelne Lehrende Handreichungen und Werkzeuge erhalten, um die Teilhabe aller Studierenden zu verbessern. Dr. Björn Fisseler, Fachmediendidaktiker an der Fakultät für Psychologie der FernUniversität und Mitbetreuer des Projekts, erklärt, man wolle mit IncluDE die Herausforderungen von Studierenden und Hochschulen gemeinsam angehen und einen praxisnahen Referenzrahmen entwickeln.

Das Team der FernUniversität bringt nach eigenen Angaben langjährige Erfahrung im Bereich Diversität und Inklusion ein und arbeitet unter anderem eng mit Studierendenvertretungen zusammen. Bereits etablierte Maßnahmen aus der Fernlehre sollen dabei ebenso eingebracht werden wie Anregungen aus anderen Hochschulformen. Der entwickelte Referenzrahmen soll schließlich auch für Präsenzhochschulen adaptierbar sein und Tipps für konkrete Inklusionsmaßnahmen liefern. Sowohl Lehrende als auch Institutionen könnten so bessere Strategien entwickeln, um individuellen Bedarfen ihrer Studierenden gerecht zu werden.

Ein zentrales Vorhaben ist die Entwicklung eines webbasierten Portals, das europaweit zugänglich gemacht werden soll. Im Rahmen dieses Portals würden, so das Projektteam, Best-Practice-Beispiele, Kursangebote und diagnostische Instrumente zur strukturierten Bewertung von Inklusion bereitgestellt. Nutzerinnen und Nutzer erhielten damit die Möglichkeit, eigenständig Status und Entwicklungspotenziale an ihren jeweiligen Institutionen zu erfassen.

Die Ausrichtung des Projekts folgt nach Darstellung der Verantwortlichen den Leitlinien der Europäischen Kommission für Inklusion, Gleichstellung und Vielfalt. Thematisiert werden sollen laut Angaben des Teams insbesondere die Teilhabebarrieren für Menschen mit Behinderungen, gesundheitliche und geografische Einschränkungen sowie Diskriminierung – beispielsweise auch im Zusammenhang mit europäischen Austauschprogrammen wie Erasmus+.

Mit IncluDE wollen die beteiligten Partner eine europaweite Herangehensweise an Gerechtigkeit und Vielfalt an Hochschulen etablieren und Hochschulen praktische Werkzeuge an die Hand geben, um bestehende Herausforderungen anzugehen.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.7.2025
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