HFH: Förderpreis für digitales Weiterbildungsangebot zur Gemeinwohl-Ökonomie
Die Hamburger Fern-Hochschule (HFH) und die Hamburg Open Online University (HOOU) haben den Förderpreis für ihr innovatives Weiterbildungsangebot zur Gemeinwohl-Ökonomie erhalten. Das Projekt, das im Rahmen des Hamburger Masterplans BNE 2030 entwickelt wurde, zielt auf eine nachhaltige Wirtschafts- und Gesellschaftstransformation ab.
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des ausgezeichneten Hochschulprojekts „Grundlagen der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) als Baustein einer Wirtschafts- und Gesellschaftstransformation“. Laut der HFH-Präsidentschaft wurde das Projekt am 13. November 2024 für die „Kooperationen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen“ im Rahmen des Hamburger Masterplans BNE 2030 prämiert. Ein digitaler Selbstlernkurs zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie wurde von den Projektbeteiligten entwickelt.
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Susann Hinrichs sowie Prof. Dr. Johannes Wolf vom Fachbereich Wirtschaft und Recht der HFH waren führend an der Entwicklung dieses Projekts beteiligt. Sie hätten gemeinsam mit dem Lehrentwicklungsteam der HOOU unter der Leitung von Ellen Pflaum interaktive Module, neue Erklärvideos und praxisnahe Inhalte aus den GWÖ-Zertifikatskursen „Einführung in die GWÖ“ und „Angewandte GWÖ“ entwickelt. Bildungsangebote sollten auf der Website der HOOU veröffentlicht und dank einer freien Lizenz allen Interessierten zugänglich gemacht werden.
Der Förderpreis würdige die visionäre Idee und die weitreichenden Ziele des Projekts. Dieser zeige, dass nachhaltige Bildung eine feste Größe in Wissenschaft und Gesellschaft werden solle. Es sei das zweite Mal, dass Hamburger Hochschulen für ihre BNE-Kooperationsprojekte ausgezeichnet wurden. Dies zeige, dass auch gesellschaftlich positive Impulse gesetzt werden sollten.
Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das auf ethischen Werten wie Menschenwürde, ökologische Verantwortung, Solidarität, demokratische Mitbestimmung, Transparenz und sozialer Gerechtigkeit basiert. Die HFH biete bereits seit längerem akademische Weiterbildungen zu diesem Themenbereich an, welche mit einem offiziellen Hochschulzertifikat abgeschlossen werden können.
Der Hamburger Masterplan BNE 2030, der im Juni 2021 beschlossen wurde, sieht vor, dass bis 2030 rund 100 Maßnahmen umgesetzt werden sollen, die eine strukturelle Verankerung von BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) in der Hamburger Bildungslandschaft zum Ziel haben. Der Plan wurde federführend von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft in Kooperation mit Verwaltung und Zivilgesellschaft konzipiert und soll die lokalen Umsetzung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen unterstützen.
Quelle: Pressemitteilung vom 22.11.2024
Foto: (v.r.n.l.): HFH-Präsident Prof. Dr. Lars Binckebanck, wiss. Mitarbeiterin Susann Hinrichs (HFH), Jakob Kopczynski, Andrea Schlotfeldt (beide HAW in Vertretung für Ellen Pflaum). (Foto: JG)
Veröffentlicht am 22.11.2024 09:55 von Christian Wolf