23.06.2025

Grenzenloses Lernen in Europa: Jubiläum der FernUniversität Hagen und des Budapester Fernstudienzentrums verbindet Generationen

Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Deutschen Schule Budapest würdigte die FernUniversität in Hagen am 20. Juni 2025 ihr 50-jähriges Bestehen sowie das 35-jährige Jubiläum ihres Fernstudienzentrums Budapest. Die Jubiläumsfeier unterstrich die grenzübergreifende Bedeutung von Bildung und die intensive europäische Zusammenarbeit, die das Zentrum auszeichnet.

Wie aus den Redebeiträgen hervorging, stand die Feier ganz im Zeichen der Idee, dass Bildung keine geografischen, sozialen, sprachlichen oder kulturellen Grenzen kennt. Prof. Dr. Stefan Stürmer, Rektor der FernUniversität in Hagen, betonte in seiner Eröffnungsrede den Ursprung dieser Idee vor 50 Jahren in Nordrhein-Westfalen und ihre heutige Ausprägung als international vernetzte Einrichtung mit mehr als 70.000 Studierenden. Insbesondere hob Stürmer die Rolle des Fernstudienzentrums Budapest als einzigen Standort der FernUniversität außerhalb des deutschsprachigen Raums hervor. Das Zentrum biete nicht nur Beratung und Betreuung der Studierenden, sondern diene als lebendiges Forum für Austausch und Begegnungen.

Ein besonderer Programmpunkt war die Ansprache der deutschen Botschafterin in Ungarn, Julia Gross, in der die langjährige deutsch-ungarische Hochschulpartnerschaft gewürdigt wurde. Auch Prof. Dr. Zoltán Pálinger, Rektor der Andrássy Universität Budapest, stellte die Relevanz des Hochschuldialogs zwischen beiden Ländern heraus. Die Veranstaltung bot zudem mit dem Vortrag von Prof. Dr. Thomas Ludwig, Experte für Bildungstechnologien, einen Blick auf die Zukunftsthemen der digitalen Lehre. In einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest, der Corvinus Universität Budapest und des Goethe-Instituts Budapest über Potenziale immersiver Technologien in Bildung und Forschung.

Eine Showdebatte im Rahmen des Programms „Jugend debattiert“ verdeutlichte den Studierenden und Gästen, dass Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Zugänglichkeit und selbstbestimmtes Lernen weiterhin von hoher Bedeutung für kommende Generationen sind. Die enge institutionelle Vernetzung des Budapester Fernstudienzentrums zeigte sich durch zahlreiche Kooperationen, etwa mit den Universitäten Szeged, Pécs, der Andrássy Universität, dem Goethe-Institut, dem DAAD Hungary, der Deutschen Botschaft und dem Österreichischen Kulturforum. Besonders hervorgehoben wurden die Doppelabschlussprogramme mit Szeged und Pécs, die Studierenden den Erwerb zweier Hochschulabschlüsse ermöglichen.

Die Feier wurde musikalisch von der Schulband der Deutschen Schule Budapest begleitet. Unter den Gästen befanden sich neben aktuellen und ehemaligen Leitungen des Budapester Zentrums auch viele Alumni, Mentorinnen und Studierende. Vertreterinnen und Vertreter der FernUniversität, darunter die kommissarische Kanzlerin Barbara Katharina Bröker und der Ungarn-Beauftragte Prof. Dr. Gerrit Brösel, hoben in ihren Gesprächen die Bedeutung des Zentrums für die europäische Bildungsintegration hervor.

Die Jubiläumsveranstaltung machte nach Ansicht der Beteiligten deutlich, dass das Fernstudienzentrum als regionaler Bildungspartner und europäischer Brückenbauer fungiert – zwischen Wissenschaftssystemen, Kulturen und individuellen Bildungsbiografien. Damit wurde sowohl auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft grenzüberschreitender Bildungsprojekte geblickt.

Quelle: FernUniversität vom 20.06.2025
Foto: FernUniversität Hagen
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