Globale Weichenstellungen: Prof. Sterniczky von der DHAW bringt Klima- und Finanzdebatten in Bonn und Sevilla voran
Prof. Dr. Aaron Sterniczky von der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) hat in den vergangenen Wochen an zwei maßgeblichen UN-Konferenzen zu Klimapolitik und globaler Finanzreform teilgenommen. Sowohl die Klimazwischenverhandlungen in Bonn als auch die internationale Konferenz zu Entwicklungsfinanzierung in Sevilla standen im Zeichen einer engeren Verzahnung von Umwelt- und Wirtschaftsfragen.
Nach Angaben der Hochschule nahm Prof. Sterniczky Mitte Juni 2025 an den Klimazwischenverhandlungen in Bonn teil, bei denen Delegierte aus über 190 Staaten die Weichen für den kommenden UN-Klimagipfel COP30 in Belém, Brasilien, stellten. Die sogenannten Intersessionals gelten als zentraler Bestandteil der Klimadiplomatie. Laut Meldung war Sterniczky in Arbeitsgruppen zu Klimafinanzierung und Governance-Fragen aktiv beteiligt und legte dabei besonderes Augenmerk auf die Gestaltung realistischer und gerecht finanzierter internationaler Klimaziele.
Wenige Wochen später reiste Sterniczky zur „Finance for Development Conference 4“ nach Sevilla. Die Konferenz richtete ihren Fokus auf strukturpolitische Reformen im globalen Finanzsystem, etwa im Hinblick auf den Umgang mit Schuldenkrisen, gerechte Steuerarchitekturen und Investitionen zur Stärkung der Klimaresilienz. Nach Angaben der Beteiligten diskutierten Regierungs-, Wissenschafts- und internationale Organisationsexperten konkrete Reformschritte für eine Finanzordnung, die nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz gleichermaßen unterstützt. Prof. Sterniczky betonte in den Gesprächen die Notwendigkeit wissenschaftlicher Analysen als belastbare Grundlage für politische Entscheidungen.
Die inhaltliche und zeitliche Nähe der beiden Treffen verdeutliche nach Einschätzung der Veranstalter, dass Klima- und Finanzpolitik unmittelbar miteinander verwoben seien. Ohne grundlegenden Wandel im globalen Finanzsystem sei wirksame Klimapolitik aus Sicht der Konferenzteilnehmenden nicht möglich. Sowohl Klimaziele als auch Entwicklungsziele müssten gemeinsam durchdacht und finanziert werden.
Prof. Sterniczky sprach in diesem Zusammenhang von einem „Paradigmenwechsel“. Die Gespräche in Bonn und Sevilla zeigten seiner Ansicht nach auf, dass Klimapolitik weit über ökologische Aspekte hinausreiche und auch tiefgreifende wirtschaftliche sowie soziale Fragen erfasse.
Mit seiner aktiven Teilnahme unterstreicht Sterniczky laut Meldung die internationale Bedeutung der Forschung an der DHAW. Die Hochschule betont, wie essenziell fundierte wissenschaftliche Perspektiven für die politischen Entscheidungsprozesse an der Schnittstelle von Umweltökonomie, Entwicklungsfinanzierung und globaler Gerechtigkeit seien.
Quelle: Pressemitteilung vom 4.7.2025
Foto: DHAW
Veröffentlicht am 04.07.2025 13:45 von Christian Wolf