Friedrich Steimann von der FernUni Hagen wird Vizepräsident der Gesellschaft für Informatik
Prof. Dr. Friedrich Steimann, Leiter des Lehrgebiets Programmiersysteme an der FernUniversität in Hagen, ist zum Vizepräsidenten der Gesellschaft für Informatik (GI) gewählt worden. Der Informatiker gehörte zuvor drei Jahre lang dem GI-Präsidium an und übernimmt mit dem neuen Amt eine zentrale Rolle in der Interessenvertretung des Fachs.
Die Gesellschaft für Informatik ist seit 1969 eine der wichtigsten wissenschaftlichen Fachgesellschaften im deutschsprachigen Raum. Mit mehr als 17.000 persönlichen und rund 250 institutionellen Mitgliedern engagiert sie sich in Fachbereichen, Regionalgruppen und auf wissenschaftlichen Konferenzen. Darüber hinaus berät die GI politische Entscheidungsträger insbesondere bei Fragen rund um die Digitalisierung und setzt Standards etwa bei Informatik-Curricula an Schulen und Hochschulen.
Steimann betont die wachsende Bedeutung der Informatik in gesellschaftlichen Digitalisierungsprozessen. Er sieht es als Problem, dass Informatikerinnen und Informatiker in vielen Fragen der Digitalisierung aktuell weniger Gehör finden als andere Disziplinen: „Mit dem Aufkommen der Digitalisierung als ‚Megathema‘ hat die Informatik als studierbares Fach in praktisch allen Fragen der Digitalisierung die Deutungshoheit abgegeben, obwohl es – für alle offensichtlich – ohne sie dieses Thema gar nicht gäbe. Die höfliche Zurückhaltung meines Fachs hat massive Fehleinschätzungen bezüglich der Möglichkeiten und Risiken der Digitalisierung zur Folge, unter denen unsere Gesellschaft noch lange zu leiden haben wird. Dem entgegenzuwirken bin ich angetreten, dafür bin ich gewählt worden.“
Die Wahl Steimanns unterstreicht die starke Position der FernUniversität in Hagen als Akteurin in der Informatikausbildung und als Impulsgeberin im gesellschaftlichen Diskurs über Digitalisierung.
Quelle: Pressemitteilung vom 19.12.2025
Foto: FernUni Hagen/privat
Veröffentlicht am 19.12.2025 12:02 von Christian Wolf