09.12.2024

Frauenanteil in der Professorenschaft steigt - jedoch weiterhin unterrepräsentiert

Der Frauenanteil unter den hauptberuflichen Professorinnen und Professoren an deutschen Hochschulen lag Ende 2023 bei 29 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 6. Dezember 2024 mitteilte. Dies stellt eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr dar, als der Anteil bei 28 % lag.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Fächergruppen. In den Geisteswissenschaften waren 43 % der Professuren mit einer Frau besetzt, in den Kunstwissenschaften 38 %. In den Ingenieurwissenschaften lag der Frauenanteil hingegen bei nur 16 %.

Die Entwicklung der letzten Jahre zeige, dass der Frauenanteil an Professuren kontinuierlich gestiegen sei. Im Jahr 2013 lag dieser Anteil bei 21 %, im Jahr 2003 bei 13 %. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Frauenquote bei den Professuren als höchste Stufe der akademischen Karriere weiterhin deutlich niedriger als in den unteren Stufen. So lag der Frauenanteil bei denjenigen, die im Wintersemester 2023/2024 ein Hochschulstudium begonnen haben, bei 52 %. Auch bei den Studienabsolventinnen und -absolventen des Jahres 2023 waren Frauen mit 53 % in der Mehrheit.

Je höher die Stufe der akademischen Karriere, desto geringer der Frauenanteil, so das Statistische Bundesamt. Bei den abgeschlossenen Promotionen im Jahr 2023 lag der Frauenanteil bei 46 %. Bei den Habilitationen, der Anerkennung der Lehrbefähigung an einer Hochschule, betrug der Anteil 37 %, während bei den hauptberuflichen Professuren nochmals ein Rückgang auf 29 % zu verzeichnen war.

Quelle: Pressemitteilung vom 6. Dezember 2024
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