Europäische Hochschulbildung im Fokus: Internationale EADTU-Konferenz bringt Expertinnen und Experten nach Hagen
Die FernUniversität in Hagen stand vom 13. bis 14. Oktober 2025 im Mittelpunkt der europäischen Diskussion um die Zukunft der Hochschulbildung. Als Gastgeberin der Innovating Higher Education Conference (I-HE 2025) der European Association of Distance Teaching Universities (EADTU) bot die Universität ein Forum für internationalen Austausch, in dem Expertinnen und Experten innovative Ansätze und kooperative Modelle für ein offenes und inklusives Hochschulwesen diskutierten.
Das Tagungsprogramm widmete sich aktuellen Themen wie dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in Studium und Forschung, der Entwicklung von Micro-Credentials als neuen Lernwegen und der Herausforderung, akademische Bildung für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zugänglich zu gestalten. Neben den Vorträgen lag ein besonderer Schwerpunkt auf partizipativen Workshops, die gezielten fachlichen Austausch und Netzwerkbildung ermöglichten.
Ein zentrales Anliegen der Konferenz war die Bedeutung internationaler Netzwerke und Allianzen wie der OpenEU. In dieser Kooperation, die insbesondere Distanz- und offene Universitäten in Europa verbindet, ist die FernUniversität das einzige deutsche Mitglied. Vertreterinnen und Vertreter aus zahlreichen europäischen Ländern tauschten Best-Practice-Beispiele aus und diskutierten Rahmenbedingungen für gemeinsame Projekte. Sebastian Lauritz, Projektleiter der OpenEU an der FernUniversität, betonte, dass die Zusammenarbeit in der Allianz innovative Bildungsangebote in Europa ermögliche und eine offene, konstruktive Diskussionsatmosphäre vorherrschte.
Auch der gesellschaftliche Aspekt kam zur Sprache: In der Rahmenveranstaltung „Student Voices“ konnten Studierende aus verschiedenen Ländern ihre Perspektiven auf die Chancen digitaler Bildung einbringen. Beiträge griffen unter anderem die Herausforderungen von Einsamkeit im Fernstudium auf und betonten die Notwendigkeit, Distanz durch Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu überwinden. Martina Soddemann, Beigeordnete der Stadt Hagen, unterstrich in ihrem Grußwort die enge Zusammenarbeit zwischen FernUniversität und Stadtverwaltung bei sozialen und bildungspolitischen Themen.
Zum Abschluss zog der Rektor der FernUniversität, Prof. Stefan Stürmer, eine positive Bilanz und hob die internationale Vernetzung als wesentlichen Faktor für die Weiterentwicklung der Hochschullandschaft hervor. Die Vorträge, Workshops und Kontakte in Hagen gelten als Ausgangspunkt für künftige Projekte. Die nächste EADTU-Konferenz ist für das Jahr 2026 in Den Haag geplant.
Quelle: Pressemitteilung vom 14.10.2025
Foto: Volker Wiciok/FernUniversität in Hagen
Veröffentlicht am 15.10.2025 10:41 von Christian Wolf