Digitale Gesundheitsförderung für Kinder: IU-Forschungsprojekt testet empathischen KI-Begleiter
Die IU Internationale Hochschule in Kooperation mit dem Münchner Startup Healthyfy untersucht, wie ein künstlich intelligenter Chatbot namens „AI-Buddy Luna“ Kinder und Jugendliche künftig bei Gesundheitsfragen unterstützen kann. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie digitale Empathie dazu beitragen kann, präventive Maßnahmen im Bereich Bewegung, Ernährung und mentales Wohlbefinden altersgerecht zu vermitteln. Der KI-Begleiter soll nicht nur informieren, sondern auch auf die Bedürfnisse junger Nutzer eingehen und die Einbindung von Eltern sowie Lehrkräften ermöglichen.
Das Forschungsteam analysiert aktuell mithilfe qualitativer Interviews die Erwartungen und Kommunikationsgewohnheiten von Kindern zwischen neun und vierzehn Jahren. Besonderes Augenmerk gilt der Gestaltung der Sprache, Interaktionsformen und der Berücksichtigung des familiären Umfelds. So soll sichergestellt werden, dass der Chatbot den Alltag und die Erfahrungswelt der Zielgruppe versteht und darauf angemessen reagiert.
Healthyfy entwickelt auf Basis der erhobenen Erkenntnisse Prototypen von „Luna“, die schrittweise getestet und weiterentwickelt werden. Das Projekt orientiert sich dabei an einem partizipativen Ansatz und wurde von der Ethik-Kommission der IU geprüft. Ziel ist es, einen vertrauenswürdigen digitalen Alltagsbegleiter zu gestalten, der die Gesundheitskompetenz von Kindern stärkt.
Die Integration des Chatbots in die mobile Familienplattform von Healthyfy soll einen niedrigschwelligen Zugang zur Gesundheitsprävention für unterschiedliche soziale Gruppen ermöglichen. Hintergrund ist der wachsende Bedarf an Unterstützung, denn laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllen weniger als zwanzig Prozent der Jugendlichen in Deutschland die Bewegungsempfehlungen von täglich mindestens 60 Minuten körperlicher Aktivität. Gleichzeitig nehmen Ernährungsprobleme und psychische Belastungen zu.
Prof. Dr. Laura-Maria Altendorfer, die das Projekt leitet, betont, dass digitale Angebote an die Lebenswelt und Sprache der Kinder angepasst werden müssten, um wirksam zu sein. Für die laufende Studie sucht das Forschungsteam noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mittel- und Realschulen, deren Rückmeldungen unmittelbar in die Entwicklung der Chatbot-Prototypen einfließen. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Hochschule zu finden.
Quelle: Pressemitteilung vom 30.10.2025
Fotos und Abbildungen: IU Internationale Hochschule
Veröffentlicht am 30.10.2025 11:30 von Christian Wolf



