Bundesverband der Fernstudienanbieter rückt 2026 Qualität digitaler Bildung in den Fokus
Im Jahr 2026 stellt der Bundesverband der Fernstudienanbieter die Qualität digitaler Bildungsangebote in den Mittelpunkt seiner Verbandsarbeit. Unter dem Leitmotiv „Qualität stärkt Zukunft: Digitale Bildung mit Vertrauen und Verantwortung“ betont der Verband, dass hochwertige, transparente und verlässliche Bildungsangebote die Grundlage für Vertrauen bei Lernenden, Unternehmen, Politik und Gesellschaft bilden. Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen sieht der Verband die Qualität als entscheidenden Faktor dafür, dass digitale Bildung als nachhaltiger und anerkannter Teil der deutschen Bildungslandschaft etabliert werden kann.
Mit dem Fokus auf Qualitätsorientierung grenzt sich der Verband bewusst von beliebigen oder unsicheren Bildungsangeboten ab. Ziel ist es, klare Standards und faire Rahmenbedingungen zu fördern und digitale Bildungsformate als gleichwertigen Bildungsweg zu etablieren. Die Initiative versteht sich als Signal an Politik und Öffentlichkeit, dass die Zukunftsfähigkeit des Bildungssektors von der konsequenten Sicherung und Weiterentwicklung von Qualität abhängt.
Bereits im Vorjahr hatte der Verband das Jahr 2025 zum „Jahr der Qualität“ erklärt und eine Qualitäts-Offensive im digitalen Lernen gestartet. Damals wurden unter anderem bundeseinheitliche Mindeststandards für digitale Bildungsformate sowie eine bessere Transparenz durch die Einordnung von Qualifikationen in den Deutschen Qualifikationsrahmen gefordert. Auch die Anerkennung und Vergleichbarkeit von Abschlüssen, unabhängig vom Lernformat, standen im Fokus. Diese Themen bleiben auch 2026 zentral für die Verbandsarbeit.
Gleichzeitig steht der Verband aktuell in der öffentlichen Diskussion, da der Nationale Normenkontrollrat die ersatzlose Abschaffung des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) fordert. Der Bundesverband positioniert sich klar dagegen und sieht das FernUSG als unverzichtbares Instrument für Qualität und Verbraucherschutz in der digitalen Weiterbildung. In einem aktuellen Positionspapier spricht sich der Verband für eine Modernisierung des Gesetzes aus, um es an neue digitale Realitäten anzupassen, ohne dabei den Verbraucherschutz zu schwächen. Das FernUSG gewährleiste weiterhin verbindliche Standards, Transparenz und Rechtssicherheit für Lernende und Anbieter. Ein jüngstes Urteil des Bundesgerichtshofs hat zudem den Anwendungsbereich des Gesetzes ausgeweitet und damit zusätzlichen Handlungsbedarf geschaffen.
Mit dem Fokus auf Qualität, Transparenz und verlässliche Rahmenbedingungen will der Bundesverband der Fernstudienanbieter auch 2026 dazu beitragen, dass digitale Weiterbildung als zukunftsfähige und anerkannte Bildungsoption weiter gestärkt wird.
Quelle: Pressemitteilung vom 06.01.2026
Veröffentlicht am 06.01.2026 20:43 von Christian Wolf