BTB startet Fernlehrgang für Traumafachberatung: Neue Weiterbildung für Fachkräfte
Das Bildungswerk für therapeutische Berufe (BTB) erweitert sein Portfolio um den Fernlehrgang „Traumafachberater/in“. Die neue Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die Menschen mit traumatischen Erfahrungen im beruflichen Alltag stabilisierend begleiten und ihre Handlungskompetenz im Umgang mit Belastungsreaktionen stärken möchten. Der Kurs ist ab sofort buchbar und schließt mit einem Zertifikat ab.
Der zehnmonatige Lehrgang vermittelt in acht Studienbriefen fundiertes Wissen zu Entstehung, Formen und Folgen von Traumata sowie zu neurobiologischen Grundlagen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer traumasensiblen Grundhaltung und der Anwendung stabilisierender Gesprächsführung. Ergänzend finden Online-Praxisseminare und Peergroup-Arbeit statt, in denen Teilnehmende anhand konkreter Fallbeispiele ihre Beratungskompetenz praxisnah vertiefen.
Die Weiterbildung richtet sich an ein breites Berufsspektrum: Angesprochen sind insbesondere Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen, psychosozialen und medizinisch-pflegerischen Berufen, aber auch Berater, Coaches, Seelsorger sowie Mitarbeitende in der Flüchtlings- und Krisenarbeit. Ziel ist nicht die therapeutische Behandlung, sondern die professionelle Einordnung von Belastungsreaktionen und die Brückenfunktion zwischen Alltagsunterstützung und spezialisierter Traumatherapie.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium in einem relevanten Feld sowie mindestens ein Jahr praktische Erfahrung im beratenden Kontext. Der Kurs ist berufsbegleitend konzipiert und erfordert einen Lernaufwand von etwa neun Stunden pro Woche. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat „Traumafachberater/in“.
Das BTB setzt bei seinen Fernlehrgängen auf eine Kombination aus Selbststudium, Online-Angeboten und Praxisphasen. Neben der individuellen Betreuung profitieren Teilnehmende von digitalen Lernplattformen und einer kostenlosen Nachbetreuung von bis zu zwei Jahren nach Kursende. Die Lehrgänge sind durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.
Für Fachkräfte, die regelmäßig mit belasteten Menschen arbeiten, bietet die neue Weiterbildung einen praxisnahen Zugang zu traumasensibler Beratung und stärkt die Handlungssicherheit im Umgang mit komplexen Lebenssituationen.
Quelle: Pressemitteilung vom 15.06.2026
Veröffentlicht am 16.06.2026 09:26 von Christian Wolf