17.03.2025

Bayern als Reallabor: Die Zukunft der Lehre mit KI-Assistenzsystemen gestalten

Bayerische Hochschulen starten in ein innovatives Projekt zur Erprobung von Künstlicher Intelligenz in der Lehre. Unter der Leitung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) untersuchen sie die Effektivität von KI-Assistenzsystemen zur Verbesserung des Lernerfolgs in Hörsälen.

Im Rahmen des Projekts „AIffectiveness in Education“ wird ein KI-Assistenzsystem namens OneTutor erprobt, das von Studierenden der Technischen Universität München (TUM) entwickelt wurde. Dieses System kombiniert Chat- und Quizfunktionen und soll Studierenden helfen, den Vorlesungsstoff effektiver zu erfassen. Erste Daten zeigen, dass das System bereits bei über 3.000 Studierenden, die mehr als 50.000 Chat-Nachrichten verschickten und rund 100.000 Quizfragen beantworteten, auf große Resonanz stößt.

Das bidt wird in Zusammenarbeit mit zehn Innovationspartnern, darunter die Virtuelle Hochschule Bayern und die Ludwig-Maximilians-Universität München, eine engmaschige wissenschaftliche Begleitforschung durchführen. Ziel ist es herauszufinden, wie Künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Lernergebnisse beiträgt, beispielsweise durch Notenverbesserungen oder niedrigere Abbruchquoten.

Besonderes Augenmerk legt das Projekt auf die Anonymität bei der Nutzung von OneTutor, während Lehrende Zugang zu aggregierten Feedbacks erhalten. Die drei Jahre laufende Initiative wird von Professor Dr. Alexander Pretschner von der TUM geleitet und von Studierenden insbesondere im Rahmen von Praktika mitentwickelt.

Das bidt sieht in diesem Projekt eine wichtige Basis, um den Mehrwert von KI im Bildungsbereich zu erfassen und weiterzuentwickeln. Ziel ist, die digitale Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten und eine fundierte Grundlage für die Nutzung neuer Technologien in der Lehre zu schaffen.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.03.2025
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