Welche Möglichkeiten es gibt, um Mitschriften für das Fernabitur anzufertigen

Sabine Hutter

Wie wohl so ziemlich jede Weiterbildung hat auch das Fernstudium Abitur einen entscheidenden Nachteil: Sie vermittelt innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeit extrem viel Lernstoff. Wenn ihr das Abi nachholen wollt, müsst ihr euch auf über 100 Studienhefte einstellen, je nach Einstiegslevel sogar noch wesentlich mehr. Damit ihr bis zur letztlichen Prüfung für die Hochschulreife noch wenigstens ein bisschen was davon behalten könnt, müsst ihr für Übersichtlichkeit sorgen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr das realisieren könnt. Einige davon möchte ich euch heute vorstellen.

Übersicht: Mindmaps, Karteikarten, Mitschriften, Textmarker, Die Mischung macht's, Weitere Infos

Abi MitschriftenMindmaps 

Mindmaps stellen eine effektive Methode dar, wie ihr euch im Fernstudium Abitur auch komplexe Sachverhalte sehr einfach und übersichtlich darstellen könnt. Dazu nehmt ihr ein Blatt Papier quer, schreibt in die Mitte euer Thema oder den Titel des Studienhefts und zieht einen Kreis darum. Nun könnt ihr das Thema untergliedern. Zieht eine Linie zur Seite und an ihr Ende schreibt ihr ein Unterthema. So entstehen etliche Arme mit den zum Thema gehörigen Unterpunkten. Unter diese Unterpunkte könnt ihr jetzt die vielen Details schreiben, die zum jeweiligen Thema gehören. So entsteht letzten Endes ein Netz aus Verzweigungen, das auch Verbindungen untereinander darstellen kann.

Mindmaps habe ich immer gerne für das Fach Geschichte gemacht, weil sich so schön die Verbindungen der verschiedenen Staaten zueinander darstellen lassen.

Karteikarten 

Ich kenne einige, die schon Karteikarten angefertigt haben, als sie gerade erst angefangen hatten, das Abitur nachzumachen. Problematisch war dabei allerdings, dass sich irgendwann ein riesiger Wust an Wissen angesammelt hatte, von dem sie zum Schluss nur einen Bruchteil wirklich brauchen konnten, denn für die Prüfung lernt man ja nicht alles. Sie konnten dann aber natürlich auch aus dem Vollen schöpfen: Sie haben einfach diejenigen Karteikarten aussortiert, die nicht wichtig waren und schon hatten sie den Prüfungsstoff komplett vor sich liegen.

Bei Karteikarten könnt ihr auf zweierlei Art und Weise vorgehen. Entweder ihr organisiert die Sache wirklich in Frage-Antwort-Form, sodass immer nur eine kurze Antwort auf der Rückseite steht. Oder ihr schreibt vorne ein Thema drauf und auf die Rückseite alles, was ihr zu diesem Thema wissen möchtet. Der Vorteil der zweiten Variante ist, dass ihr euch so problemlos für unterwegs zwei oder drei Themen zum Lernen und Wiederholen mitnehmen könnt und quasi alles dabei habt, was ihr braucht. Zum konsequenten Auswendiglernen ist die erste Variante sicherlich besser geeignet.

Mitschriften anfertigen 

Ich habe eigentlich beinahe die gesamte Zeit, während ich das Abitur nachgeholt habe, immer Mitschriften angefertigt. Das war im Endeffekt eine einfache Worddatei, die ich genauso aufgebaut habe wie die Studienhefte. Meine Mitschriften waren sozusagen eine Kurzfassung des Lernstoffs aus den Studienheften. Darin habe ich nur die Fakten festgehalten und mir das „Gerede“ drumherum erspart, denn in der Prüfung kommt es letzten Endes nur auf die Fakten und Zusammenhänge an.

In Mathe beispielsweise hat es sich als sehr nützlich erwiesen, für jedes mathematische Problem, das mir in Übungsaufgaben begegnet ist, das Schema zu notieren, wie man es lösen konnte. So hatte ich irgendwann ein regelrechtes Nachschlagewerk und ich konnte mir die Lösungswege sehr gut einprägen und sie in der Abitur-Prüfung abrufen.

Mit Textmarker arbeiten 

Textmarker gehören wahrscheinlich sowieso zu eurem Standard-Werkzeug. Mit dem Textmarker könnt ihr im Text wichtige Informationen anstreichen und so ebenfalls Unwichtiges ausfiltern. So könnt ihr euch auch später schnell wieder einen Überblick über ein Thema verschaffen. Zusätzlich könnt ihr euch an den Rändern der Hefte kleine Notizen notieren, sodass ihr euch auch später noch an eure Gedankengänge zu diesem Thema erinnert.

Problematisch ist an dieser Methode, dass sich das für die Prüfungsvorbereitung nicht so gut eignet. Für die Prüfungsvorbereitung braucht ihr das Wissen in geballter Form und wesentlich komprimierter. Dann immer noch mit 100 Studienheften aus dem Abitur Fernstudium dazusitzen und sie alle noch einmal durchzugehen, dürfte kaum effizient sein.

Die Mischung macht‘s 

DIE Lernform wird es nicht geben. Während dem Abitur Fernstudium wird in der Regel eine Lernform reichen. Aber sobald ihr in die Prüfungsvorbereitung übergeht, werdet ihr wahrscheinlich auch so wie viele vor euch mehrere Lernformen nutzen. Wenn ihr beispielsweise während dem Fernabi Mitschriften angefertigt habt, erstellt ihr euch vielleicht zum Schluss hin doch noch Karteikarten oder Mind Maps.

Und das ist übrigens nicht nur wegen der „Abwechslung“ wichtig. Ihr solltet während dem Lernen immer mal wieder den Lernkanal wechseln. Wenn das Auge und das Gehirn immer nur dasselbe wahrnehmen, stumpfen sie irgendwann ab. Sorgt also für Abwechslung und am besten auch für regelmäßige Pausen und eure Lernerei für das Fernabitur wird wesentlich effektiver werden.

Weitere Infos 

 

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 veröffentlicht vor 7 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr)

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