Passt die Mediationsausbildung zu dir?
Die Mediationsausbildung an der Hochschule Wismar richtet sich an Menschen aus unterschiedlichsten Berufsbereichen, die Konflikte professionell begleiten oder ihre Sozialkompetenzen gezielt ausbauen möchten. Geeignet bist du, wenn du als Führungskraft, im Personalbereich, im Bildungs- oder Sozialwesen, als Juristin und Jurist, Psychologin und Psychologe, im Unternehmenskontext oder im öffentlichen Dienst arbeitest. Auch als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger ohne spezifische Vorkenntnisse kannst du teilnehmen, sofern du regelmäßig mit Konfliktsituationen zu tun hast oder Interesse an der Entwicklung deiner Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeit hast.
Zulassung: Das solltest du wissen
Für die Teilnahme an der Mediationsausbildung sind keine formalen Zulassungsvoraussetzungen erforderlich. Die Weiterbildung steht grundsätzlich allen Interessierten offen, unabhängig von beruflicher Qualifikation oder Vorbildung. Ein Beratungsgespräch ist auf Wunsch möglich, um persönliche Eignung und Erwartungen zu klären.
Vorteilhaft sind persönliche Eigenschaften und Erfahrungen wie:
- Interesse an außergerichtlicher Konfliktlösung und die Bereitschaft, neutral zu moderieren
- Offenheit für Selbstreflexion und eigene Persönlichkeitsentwicklung
- Kommunikationsstärke, Empathie und ein Gespür für unterschiedliche Sichtweisen
- Wertschätzung und Respekt im Umgang mit anderen
- Eigenmotivation für selbstorganisiertes Lernen und Bereitschaft, praxisorientierte Übungen aktiv mitzugestalten
Welche Kompetenzen erwirbst du in der Mediationsausbildung?
Die Mediationsausbildung an der Hochschule Wismar vermittelt dir umfassende Kenntnisse und Methoden der professionellen Konfliktvermittlung. Du lernst, mediative Verfahren nach den Vorgaben des Mediationsgesetzes anzuwenden und Menschen in schwierigen Gesprächssituationen lösungsorientiert zu begleiten. Die Inhalte sind praxisnah aufgebaut und umfassen Kommunikations- und Verhandlungstechniken, psychologische Grundlagen und das methodische Vorgehen in unterschiedlichen Mediationsfeldern.
- 210 Stunden Ausbildung nach den Standards der ZMediatAusbV
- Fachwissen zu Struktur, Ablauf und Methoden des Mediationsverfahrens
- Training von Praxissequenzen und Rollenspielen für den Einsatz als Mediatorin oder Mediator
- Entwicklung von Sozialkompetenzen und Selbstreflexion im beruflichen Alltag
- Einführung in verschiedene Einsatzgebiete wie Familienmediation, Wirtschaftsmediation, Arbeitsrecht, Umwelt- und Schulmediation
- Kompetenzen im Umgang mit Gruppen- und Einzelgesprächen sowie in der Steuerung von Gruppenprozessen
- Aufbau eines eigenen Mediatorenprofils und Erweiterung der beraterischen Fähigkeiten
Mit Abschluss erhältst du das Hochschulzertifikat „Mediator:in”, das die gesetzlichen Anforderungen für eine Zertifizierung als Mediatorin oder Mediator erfüllt. Zusätzlich eignest du dir Fähigkeiten an, die in Führungspositionen und beratenden Berufen gefragt sind.
Wie ist die Ausbildung zum Mediator oder zur Mediatorin aufgebaut?
Die Weiterbildung dauert insgesamt 10 Monate und ist berufsbegleitend konzipiert. Der Kurs besteht aus einem Blended-Learning-Konzept mit Präsenztagen, Online-Veranstaltungen und Selbststudium. Die Gruppengröße liegt bei etwa 10 bis 15 Teilnehmenden, was einen intensiven Austausch und eine individuelle Betreuung ermöglicht.
- 12 Präsenztage verteilt auf 5 Wochenenden an den Standorten Berlin, Erfurt, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München und Wismar
- Online-Seminare: 1 x 3 Tage sowie 2 x 5 Stunden zur Theorie und Praxistransfer
- Umfangreiches Lehrmaterial für jedes Modul
- Praktische Übungen, Rollenspiele, Gruppenaustausch und Supervision
- Vermittlung durch praxiserfahrene Dozierende aus unterschiedlichen Disziplinen (Rechtswissenschaft, Psychologie, Coaching, Wirtschaft)
Nach erfolgreichem Abschluss der Module und Teilnahme an allen Praxiseinheiten erhältst du 8 ECTS-Punkte sowie das Hochschulzertifikat. Die Ausbildung erfüllt die Anforderungen der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV). Für die finale Zertifizierung als „Zertifizierte:r Mediator:in” sind zusätzlich fünf Einzelsupervisionen erforderlich, die nach dem Lehrgang absolviert werden können.
In welchen Berufen kannst du die Mediationsausbildung einsetzen?
Nach Abschluss bist du qualifiziert, als Mediatorin oder Mediator in unterschiedlichen Branchen und Tätigkeitsfeldern zu arbeiten. Die erworbenen Kompetenzen sind gefragt, um Konfliktlösungsprozesse zu steuern und als alternative Streitbeilegungsmethode zu etablieren.
- Einsatz in der Familienmediation bei Trennungen, Sorgerechtsverfahren oder familiären Konflikten
- Arbeit in der Wirtschaftsmediation, z. B. bei Geschäftsbeziehungen, Unternehmensübernahmen oder Teamkonflikten
- Mediative Prozesse im Arbeitsrecht bei Konflikten zwischen Mitarbeitenden oder zwischen Führung und Team
- Vermittlung in Schulen oder der öffentlichen Verwaltung
- Psychologische Beratung und Begleitung bei sozialen oder persönlichen Konflikten
- Anwendung in Umweltmediation, etwa bei Großprojekten oder Naturschutzfragen
- Erwerb und Ausbau von Sozialkompetenzen – besonders für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater, Personalverantwortliche und Coaches
- Mediationsmethoden im Strafrecht zur Täter-Opfer-Ausgleichsarbeit
Viele Absolventinnen und Absolventen erweitern mit dem Zertifikat ihr Portfolio als selbstständige Mediatoren. Andere setzen die mediative Kompetenz in bestehenden Berufsfeldern zur Konfliktprävention und -lösung ein. Die praxisorientierte Ausbildung eröffnet somit vielfältige Perspektiven im Sozial-, Wirtschafts- und Bildungsbereich.
Wie viel kostet die Mediationsausbildung und welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?
Die Kosten für die Mediationsausbildung betragen 3.500 Euro für den gesamten Lehrgang. Darin enthalten sind alle Lehrmaterialien, die Teilnahme an Online- und Präsenzphasen sowie die Ausstellung des Hochschulzertifikats. Die Seminare finden standortübergreifend statt; du kannst zwischen verschiedenen Städten in Deutschland wählen, was Reiseaufwand und Flexibilität begünstigt.
- Gesamtkosten: 3.500 Euro, zahlbar in der Regel auch in Teilbeträgen
- Lehrmaterialien und Teilnahmegebühren für sämtliche Präsenz- und Onlineveranstaltungen inklusive
- Fördermöglichkeiten wie Bildungsprämie, Bildungsscheck oder steuerliche Absetzbarkeit der Weiterbildungskosten als Werbungskosten
- Viele Arbeitgeber unterstützen eine Weiterbildung zur Mediatorin oder zum Mediator finanziell, da die erworbenen Kompetenzen direkt im Unternehmen einsetzbar sind
Die Investition ermöglicht dir einen anerkannten, berufsbegleitenden Einstieg in die Mediation – flexibel und praxisnah durch das Weiterbildungsinstitut WINGS der Hochschule Wismar.
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