Wie hoch ist der tatsächliche Zeitaufwand im Fernstudium Psychologie (an der SRH)?
Sandra
·
Hallo zusammen,
ich habe nun einige Fernhochschulen zum Fernstudium der Psychologie verglichen und habe mich nun auf die SRH fokussiert. Das Studienmodell, die Prüfungsleistungen und die Spezialisierungen sprechen mich einfach aktuell am meisten an.
Nun ist es ja so, dass pro ECTS eine gewisse Anzahl an Arbeitsstunden vorgegeben sind (z.B. 180h je Modul). Wie belastbar sind denn diese Zeitangaben, habt ihr da Erfahrungen? Aus meinem Präzenzstudium (B.Eng. Bauingenieurwesen) habe ich auf jeden Fall die Erfahrung gemacht, dass man auch mit deutlich weniger Lernaufwand als vorgegeben einen guten Abschluss erzielen kann (ohne hochbegabt zu sein).
Als Beispiel möchte ich hier nur die Zeitangaben bei Wanderwegen anmerken, wo für eine gewisse Strecke X Stunden benötigt werden und der durchschnittliche Wanderer diese Zeit aber weit unterschreitet, weil bei der Zeitangabe meist mit dem langsamen Opi kalkuliert wird (ohne dies jetzt abwertend zu meinen).
Mich interessiert das insbesondere deswegen, weil ich gerne für das Fernstudium in der Arbeit meine Stunden reduzieren möchte, mir jedoch unschlüssig bin auf wie viele Stunden, ohne für das Studium Jahre zu benötigen.
Danke schonmal für die Antwort und liebe Grüße
ich habe nun einige Fernhochschulen zum Fernstudium der Psychologie verglichen und habe mich nun auf die SRH fokussiert. Das Studienmodell, die Prüfungsleistungen und die Spezialisierungen sprechen mich einfach aktuell am meisten an.
Nun ist es ja so, dass pro ECTS eine gewisse Anzahl an Arbeitsstunden vorgegeben sind (z.B. 180h je Modul). Wie belastbar sind denn diese Zeitangaben, habt ihr da Erfahrungen? Aus meinem Präzenzstudium (B.Eng. Bauingenieurwesen) habe ich auf jeden Fall die Erfahrung gemacht, dass man auch mit deutlich weniger Lernaufwand als vorgegeben einen guten Abschluss erzielen kann (ohne hochbegabt zu sein).
Als Beispiel möchte ich hier nur die Zeitangaben bei Wanderwegen anmerken, wo für eine gewisse Strecke X Stunden benötigt werden und der durchschnittliche Wanderer diese Zeit aber weit unterschreitet, weil bei der Zeitangabe meist mit dem langsamen Opi kalkuliert wird (ohne dies jetzt abwertend zu meinen).
Mich interessiert das insbesondere deswegen, weil ich gerne für das Fernstudium in der Arbeit meine Stunden reduzieren möchte, mir jedoch unschlüssig bin auf wie viele Stunden, ohne für das Studium Jahre zu benötigen.
Danke schonmal für die Antwort und liebe Grüße
3 Antworten
Hallo, die Zeitangaben pro ECTS (meist so 25 bis 30 Stunden pro Punkt, also bei 6 ECTS rund 180 Stunden pro Modul) sind vor allem als grobe Orientierung gedacht. Die Realität sieht aber oft anders aus, gerade, wenn man schon mal studiert hat und weiß, wie man lernt. Du hast ja aus dem Bauingenieurwesen schon einiges an Studienerfahrung mitgebracht, das spielt dir da voll in die Karten.
Dein Vergleich mit den Wanderzeiten passt gut: Die ECTS-Zahlen sind wie die Zeitangabe für die gemütliche Rentner-Wandergruppe, wer sportlich unterwegs ist (sprich: gut organisiert und mit Vorwissen), kommt meist deutlich schneller ans Ziel. Es hängt also stark vom Fach, deinem Lerntyp, der Motivation und dem Vorwissen ab.
Was die Arbeitszeitreduktion angeht: Wenn du z. B. auf 20 Stunden pro Woche fürs Studium kommst, dann lässt sich ein Vollzeitstudium gut in 3 bis 4 Jahren packen. Mit 10–15 Stunden dauert's natürlich länger. Da wäre dann ein Teilzeitmodell wahrscheinlich sinnvoller.
Wichtig wäre noch zu wissen:
- Wie alt bist du?
- Was arbeitest du aktuell und wie viele Stunden pro Woche?
- Wie sind deine familiären "Verpflichtungen", also hast du zb am Wochenende Zeit fürs Lernen?
Je nachdem könnte man dann besser einschätzen, wie viele Stunden du realistisch fürs Studium brauchst und ob z. B. eine 50%-Stelle ausreichen würde oder ob du eher bei 30–32 Stunden Arbeit bleibst und das Studium etwas streckst.
Dein Vergleich mit den Wanderzeiten passt gut: Die ECTS-Zahlen sind wie die Zeitangabe für die gemütliche Rentner-Wandergruppe, wer sportlich unterwegs ist (sprich: gut organisiert und mit Vorwissen), kommt meist deutlich schneller ans Ziel. Es hängt also stark vom Fach, deinem Lerntyp, der Motivation und dem Vorwissen ab.
Was die Arbeitszeitreduktion angeht: Wenn du z. B. auf 20 Stunden pro Woche fürs Studium kommst, dann lässt sich ein Vollzeitstudium gut in 3 bis 4 Jahren packen. Mit 10–15 Stunden dauert's natürlich länger. Da wäre dann ein Teilzeitmodell wahrscheinlich sinnvoller.
Wichtig wäre noch zu wissen:
- Wie alt bist du?
- Was arbeitest du aktuell und wie viele Stunden pro Woche?
- Wie sind deine familiären "Verpflichtungen", also hast du zb am Wochenende Zeit fürs Lernen?
Je nachdem könnte man dann besser einschätzen, wie viele Stunden du realistisch fürs Studium brauchst und ob z. B. eine 50%-Stelle ausreichen würde oder ob du eher bei 30–32 Stunden Arbeit bleibst und das Studium etwas streckst.
Sandra
Hallo Christian,
danke für deine zügige und ausführliche Antwort. Gerne etwas mehr zu mir:
- Ich bin jetzt nahezu 29 Jahre alt.
- Ich arbeite als Bauingenieurin.
- Ich habe bisher keine familiären Verpflichtungen, Kinder sind allerdings für die nächsten zwei, drei Jahre geplant.
Ich hätte mir das so vorgestellt auf 30h zu reduzieren (täglich 7-13 Uhr), um dann an den Nachmittagen (ca. 14-18 Uhr) lernen zu können. Wenn es mir zu viel wäre, dann würde auch eine Reduktion auf 20h infrage kommen. Finanziell sieht es als Ingenieurin recht gut aus, dementsprechend würde es mein Konto die paar Jahre in Teilzeit nicht allzu sehr belasten.
Beruflich bringe ich zwar keinerlei Erfahrung in die Psychologie mit, das private Interesse besteht allerdings seit Jahren. Ich würde mich daher nicht als absolute Anfängerin in dieser Thematik bezeichnen. Das Studium wäre ein reines Interessensstudium, eventuell verbunden mit einem späteren Heilpraktiker für Psychotherapie.
Ich bin gespannt, ob du mir noch ein paar Tipps geben kannst. Vielen Dank.
danke für deine zügige und ausführliche Antwort. Gerne etwas mehr zu mir:
- Ich bin jetzt nahezu 29 Jahre alt.
- Ich arbeite als Bauingenieurin.
- Ich habe bisher keine familiären Verpflichtungen, Kinder sind allerdings für die nächsten zwei, drei Jahre geplant.
Ich hätte mir das so vorgestellt auf 30h zu reduzieren (täglich 7-13 Uhr), um dann an den Nachmittagen (ca. 14-18 Uhr) lernen zu können. Wenn es mir zu viel wäre, dann würde auch eine Reduktion auf 20h infrage kommen. Finanziell sieht es als Ingenieurin recht gut aus, dementsprechend würde es mein Konto die paar Jahre in Teilzeit nicht allzu sehr belasten.
Beruflich bringe ich zwar keinerlei Erfahrung in die Psychologie mit, das private Interesse besteht allerdings seit Jahren. Ich würde mich daher nicht als absolute Anfängerin in dieser Thematik bezeichnen. Das Studium wäre ein reines Interessensstudium, eventuell verbunden mit einem späteren Heilpraktiker für Psychotherapie.
Ich bin gespannt, ob du mir noch ein paar Tipps geben kannst. Vielen Dank.
Sandra
Danke für die wertvollen Tipps, sie helfen mir echt weiter!
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Dein Plan mit 30 Stunden Arbeit pro Woche (7–13 Uhr) und dann Lernen am Nachmittag (14–18 Uhr) ist top. Damit kommst du auf rund 20 Stunden Lernzeit pro Woche - das ist genau der Rahmen, den viele Fernhochschulen für ein gut machbares Teilzeitstudium ansetzen. Mit diesem Tempo würdest du den Bachelor in etwa 4–5 Jahren schaffen, ohne dich zu überfordern. Wenn es dann irgendwann mit Kind oder anderen Themen eng wird, kannst du immer noch auf 20 Wochenstunden Arbeit runter und den Studienverlauf entsprechend anpassen. Die SRH ist da ja recht flexibel.
Was die Prüfungsformen betrifft: Die vielen Hausarbeiten und Projektarbeiten an der SRH kommen dir wahrscheinlich sehr entgegen. Du kannst dir die Zeit besser einteilen und Inhalte wirklich durchdringen, anstatt nur auf Klausuren zu lernen. Gerade bei deinem Interesse an Psychologie und einem möglichen späteren Weg Richtung Heilpraktikerin für Psychotherapie ist das eine super Vorbereitung - weil du lernst, dich sauber wissenschaftlich auszudrücken und strukturiert zu denken.
Ein paar Tipps zum Einstieg (so viele Tipps kann ich dir gar nicht geben, weil das alles schon sehr überlegt wirkt):
- Plane für die ersten Module lieber etwas mehr Zeit ein. Gerade die ersten Hausarbeiten brauchen oft länger, bis man drin ist im Schreiben und Zitieren.
- Halte dich an deinen Tagesrhythmus, aber sei auch flexibel. Mal ein Nachmittag Pause oder ein Tag mit weniger Input ist völlig okay - auf Dauer bringt dich ein ruhiges, konstantes Tempo weiter.
- Such dir Austausch mit anderen Studierenden – z. B. in Foren oder Gruppen hier bei uns oder direkt über die SRH, oder auch über soziale Medien wie Insta. Das motiviert und hilft bei Fragen weiter.
- Überlege dir, welche psychologischen Themen dich besonders interessieren. Wenn du später Richtung Beratung oder Psychotherapie gehen willst, kannst du dir im Studium gezielt passende Schwerpunkte rauspicken. Den HP-Psychotherapie könntest du an das Studium anschließen, ggf. auch schon im Studium starten, der verursacht noch mal etwas Aufwand.