Journalismus an der Schule des Schreibens und Studienabbruch SGD

Julia D.

Fernschüler/-in
17 Beiträge
2 Danke

 •  (aktualisiert am 22.04.2017 von Christian Wolf) #1

Hallo,

ich habe vor einem Monat einen Fernlehrgang im Bereich Journalismus bei der SGD angefangen. Ich habe den kostenlosen Probemonat zum testen genutzt und festgestellt, dass mir diese Fernschule überhaupt nicht zusagt.
Jetzt habe ich überlegt ob ich zur Schule des Schreibens wechseln soll. Diese Schule ist es wenigstens nur auf das Schreiben spezialisiert.
Hat jemand Erfahrung mit dieser Schule?

Und hat von euch mal jemand nach dem Probemonat bei der SGD abgebrochen. Lassen sie einen wirklich so leicht aus dem Vertrag?

Ich würde mich freuen eure Erfahrungen zu hören :)

Lieber Gruß,

Julia

Christian Wolf

Fernschüler/-in
IST-Studieninstitut
Stress- und Mentalcoach
936 Beiträge
51 Danke

 •  (aktualisiert am 23.04.2017 von Christian Wolf) #2

Die Schule des Schreibens gehört zur Hamburger Akademie für Fernstudien, also wie die SGD auch zur Klett-Gruppe. Zumindest der Ablauf wird sich also mit der SGD ähneln, inwieweit sich die Inhalte des Lehrgangs ähneln, kann ich nicht sagen.

Wie es mit einem Abbruch nach dem Probemonat aussieht, kann ich leider nicht sagen. Details dazu müssten ja in deinem Vertrag stehen. Kannst ja mal Bescheid geben, wie das läuft. Oder bist du noch im Probemonat? Dann kannst du problemlos vom Vertrag zurücktreten.

Der Vollständigkeit halber hier mal noch eine Aufzählung weiterer Jounalismus-Fernkurse. Eine Übersicht findest du hier: Journalismus-Fernstudium.
KursAnbieterAbschlussDauerKosten
JournalistStudiengemeinschaft DarmstadtSGD-Zertifikat12 Monate142 EUR/Mon.
JournalismusFreie JournalistenschuleJournalist (FJS) / Fachjournalist (FJS)12 Monate150 EUR/Mon.
Radio JournalistAudiocationRadio Journalist6 Monate149 EUR/Mon.
SportjournalismusIST-StudieninstitutIST-Diplom15 Monate235 EUR/Mon.
JournalismusSchule des SchreibensZertifikat14 Monate142 EUR/Mon.

Was gefällt dir nicht an der SGD?

Hilft dir mein Beitrag weiter? Dann klicke auf „Bedanken“.
Mein Blog. Fernstudi.net gibt es auch auf Facebook und Twitter.

Julia D. hat sich bedankt.

Julia D.

Fernschüler/-in
17 Beiträge
2 Danke

 •  #3

Hallo :)

Also,... was mir an der SGD überhaupt nicht gefällt ist, dass man mit seinen Fragen und Problemen relativ alleine dasteht. Andere Journalisten sind nicht online, mit denen man sich austauschen könnte. Die Tutoren melden sich meistens erst,... wenn sich die Fragen schon erledigt haben. Und die Lernchats sind meist einmal in 1-2 Monaten. Ich habe es mir einfach komplett anders vorgestellt.
Ja, ich bin noch im Probemonat. Wie das mit den ganzen Unterlagen ist, weiß ich nicht! Muss ich dann wohl zurückschicken!

Meinst du, dass es sein kann, dass man in der "Schule des Schreibens" die selben Lehrer hat? Oder ist es doch etwas ganz eigenes?

Mir wäre die freie Journalistenschule am allerliebsten. Leider habe ich kein Abi! :S
Da würde ich keine Chance haben!

Christian Wolf

Fernschüler/-in
IST-Studieninstitut
Stress- und Mentalcoach
936 Beiträge
51 Danke

 •  (aktualisiert am 22.04.2017 von Christian Wolf) #4

Wenn du noch im Probemonat bist: Schriftlich kündigen (am besten vorab per Fax), per Einschreiben die Studienmaterialien mit der schriftlichen Kündigung zurückschicken (hoffe, du hast nicht in den Heften rumgekritzelt).

Das mit den Lehrern und Tutoren: Ich weiß nicht, ob das an anderen Schulen so anders sein wird. So läuft Fernunterricht halt ab. Im Prinzip bist du diejenige, die dich unterrichtet. Die SdS hat sicher andere Lehrer als die SGD. Und wie in der Schule früher ist es auch an Fernschulen so, dass mit man einigen Lehrer besser auskommt als mit anderen. Und mit etwas Pech gerät man an solche, die nicht zu einem passen. Siehe auch z.B. dieses Thema und dieses Thema, beide Themen beziehen sich auf das Institut für Lernsysteme ILS.

Ja, für die Freie Journalistenschule brauchst du sogar ein Studium bzw. eine Berufsausbildung, wenn ich das richtig gelesen habe. Ich weiß ja nicht, in welchen Bereich du mal willst, bzw. welche Redaktions-Ressorts und Themen dich besonders interessieren. Aber die FJS wirkt auf mich so, als geht man dorthin, wenn man später mal bei der ZEIT & Co. arbeiten will, bzw. als Politik-, Wirtschafts- oder Feuilleton-Journalist. Dabei ist Journalismus doch sehr viel vielfältiger als dieser intellektuelle Journalismus, für den man studiert haben muss.

Zur Schule des Schreiben kann ich noch ein paar Worte verlieren. Vor vielen Jahren wollte ich unbedingt Schriftsteller werden. Zufällig stieß ich online auf die Schule des Schreibens und ihren Kurs „Große Schule des Schreiben“. Hab mir dann das Infomaterial bestellt und hätte gerne den Kurs belegt, aber damals konnte ich mir die ca. 80 Euro/Monat nicht leisten.

Heute bin ich froh, dass ich’s nicht gemacht. Schriftsteller bin ich auch so geworden. Ich hab zwar das ein oder andere Buch gelesen, in dem steht, wie man etwas schreiben soll, wie eine gute Story auszusehen hat, wie man Figuren entwirft und einen super Plot usw. Hat mich aber alles nur blockiert. Schon allein das Wort Plot. Wenn ich Freunden ’ne Story erzähle, muss ich vorher auch nicht „plotten“.

Letztendlich hab ich aber auf all die Ratgeber gepfiffen und einfach geschrieben und erzählt, wie es mir passt. Dadurch habe ich einen ganz eigenen Schreib- und Erzähl-Stil entwickelt, der zwar sicher nicht so kommerziell verwertbar ist, wie wenn ich nach Plan (z.B. der Schreibschule) geschrieben hätte. Aber ich bin auch durch und durch Künstler, und mit ist mein ganz eigener Stil wichtiger, als in 'ne Schablone gepresst zu werden wie 1000 andere Autoren vor mir schon.

Mir geht es sowieso mehr darum, etwas zu erzählen, als zu schreiben. Was ich erzähle, erzähle ich nur auf Papier, weil ich das am besten kann bzw. konnte. Mittlerweile erzähle ich fast lieber mit der Kamera. Und erzählen kann ich nur, weil ich Sachen erlebt habe und erlebe, von denen ich erzählen kann. Das ist für mich wichtiger als jeder Schreibkurs.

Geholfen hat die Schule des Schreibens mir dann trotzdem beim Schreiben. So um 2014 war ganz Berlin-Friedrichshain voll mit Werbung von denen, auf den Plakaten stand „Schreib dein Buch!“. Hab ich jeden Tag ein paar Mal gelesen, mich angesprochen gefühlt und schließlich auch befolgt :)

Von meiner Story abgesehen: Ich denke, dass die Schreibschule (und auch ein Journalismus-Fernstudium) doch ganz sinnvoll sein können, und zwar vor allem dann, wenn man nicht primär an künstlerischer Selbstverwirklichlichung interessiert ist, sondern an kommerziellem bzw. beruflichem Erfolg. Was völlig legitim ist aus meiner Sicht. Und natürlich kommt es auch darauf an, wie jemand lernt. Nicht jeder ist so autodidaktisch begabt und motiviert wie ich und lernt das alles, was ich gelernt habe, ohne Lehrer. Da kann so ein Kurs schon ganz hilfreich sein. Die Betreuung muss natürlich stimmen.

Was für eine Art von Journalismus und was für Themen interessieren dich konkret?

Hilft dir mein Beitrag weiter? Dann klicke auf „Bedanken“.
Mein Blog. Fernstudi.net gibt es auch auf Facebook und Twitter.

Julia D. hat sich bedankt.

Julia D.

Fernschüler/-in
17 Beiträge
2 Danke

 •  #5

Erstmal, vielen lieben Dank für deine sehr ausführliche Antwort.
Also bei mir ist das eben so....
Ich habe jetzt angefangen bei der Zeitung in meiner Stadt als freie Mitarbeiterin (in der Stadtredaktion)zu arbeiten. Es macht mir sehr viel Spaß und es ist ein tolles Gefühl die Artikel am nächsten Tag in der Zeitung zu sehn.
Generell habe ich nicht wirklich Lust auf ein Studium, ich schreibe auch lieber einfach drauf los! Auf der anderen Seite schadet es sicher nicht, sich das Grundwissen anzueignen.
Außerdem hoffe ich, dass ich in "meiner" Redaktion irgendwann ein Volontariat machen darf. Dafür hätte ich gerne irgendetwas zum vorlegen. Auch wenn ich dies bei dieser Redaktion nicht schaffe, sieht es doch besser im Lebenslauf aus.
Was ich eben nicht verstehe, ist der hohe Preis für dieses Studium. Wenn man mal Materialkosten und die Stunden der helfenden Lehrer zusammenrechnet, käme man wohl nicht einmal auf 100€ insgesamt. Und das ist der Punkt der mich bei dieser ganzen Sache so ärgert. Wenn es schon so teuer ist, sollten sie sich auch mehr ins Zeug legen!:angry:

Julia D.

Fernschüler/-in
17 Beiträge
2 Danke

 •  #6

Kleine Frage noch!
Hast du irgendwelche Erfahrungen mit der Laudius Fernschule ? Sie kommt mir so günstig vor!

Christian Wolf

Fernschüler/-in
IST-Studieninstitut
Stress- und Mentalcoach
936 Beiträge
51 Danke

 •  (aktualisiert am 23.04.2017 von Christian Wolf) #7

Bei Laudius kannst du einen Journalismus-Fernkurs auch ohne Betreuung und ohne gedruckte Unterlagen belegen. Das kostet dann (derzeit) 12x69 Euro = 828 Euro.

Du würdest also 800 Euro für downloadbare Studienmaterialien bezahlen, ohne Betreuung.

Für 1000 Euro bekommt man auch: 1 iPad zum Lesen und schätzungsweise 20 verschiedene interessante digitale Fachbücher rund um den Journalismus. Oder bestimmt 40–50 gedruckte Fachbücher zum Thema, von verschiedenen Autoren.

Ich kann allerdings nicht beurteilen, was du da für deine 800 Euro an digitalen Büchern und Heften geboten bekommst. Die Fernschule bietet auch einen ganz normalen Journalismus-Kurs mit gedruckten Unterlagen und Betreuung, der dann ein ganzes Stück mehr kostet.

Hilft dir mein Beitrag weiter? Dann klicke auf „Bedanken“.
Mein Blog. Fernstudi.net gibt es auch auf Facebook und Twitter.

Julia D.

Fernschüler/-in
17 Beiträge
2 Danke

 •  #8

Naja, es gäbe beim Laudius noch einen Lehrgang für 12x 99 Euro mit Betreuung aber alles eben nur als Online Version. Es scheint ansich keinen Unterschied zum SGD "Abschluss" zu haben.
Jetzt werde ich mich in den nächsten Tagen zwischen, Laudius oder der Schule des Schreibens, entscheiden müssen.

Bitte weiterlesen