Abi-Lerntipp: Sprachen lernen mit Filmen

Wolf

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 •  (aktualisiert am 02.05.2017 von Wolf) #1

Filme sind eine sehr gute Möglichkeit, um die Verständnisfähigkeit einer Fremdsprache zu trainieren. Dabei kommt es gar nicht mal so sehr darauf an, jeden einzelnen Satz perfekt zu verstehen, sondern die Fremdsprache in Verbindung mit Bild und Handlung immer wieder zu hören, damit die Grammatik der Sprache quasi ins Unterbewusstsein sickern kann.

Allerdings ist nicht jeder Film gleich gut geeignet, um die Sprach- und Verständnisfähigkeit zu verbessern.
  • Der Film sollte auch in dem Land produziert worden sein, für das man eine Sprache lernen möchte.
  • Der Film sollte möglichst viele Dialoge enthalten, denn 70 % Action und 30 % knappe Dialoge bringen auch nicht ganz so viel.
  • Die Dialoge sollten sich auf hohem sprachlichem Niveau bewegen, lieber zu "anspruchsvollen" Filmen greifen als zu den neusten Action-Knallern.
Für Französisch kann ich einen Film besonders empfehlen: 8 Frauen/8 Femmes, eine französische Filmkomödie auf hohem Niveau, mit sehr viel Dialog und gutem Französisch. Jeden Tag davon eine Szene schauen ist eine Wundermedizin fürs Französischlernen, meiner Meinung nach.

Was habt Ihr für Erfahrungen mit fremdsprachigen Filmen zum Lernen und Üben, welche Filme könnt Ihr empfehlen?

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Chris G.

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 •  (aktualisiert am 02.02.2011 von Chris G.) #2

Also für Französisch würde ich auf jeden Fall Filme empfehlen von:

1. Jean-Luc Godard
2. Francois Truffaut
3. Claude Chabrol


Man sieht schon, ich mag den Film der Nouvelle Vague. :)
Wolf hat sich bedankt.

Marcus Schweizer

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 •  #3

Ich liebe französische Filme bzw. Filme aus Frankreich! Gerade Gerard Depardieu...!

Aber Sprache damit lernen? Da gibts Studien dazu, die zeigen, dass es weniger bringt, als man glaubt!
An Kindergartenkindern wurde getestet - eine Gruppe bekam Video, eine Gruppe kam die Person und eine Gruppe hat nichts gemacht! Achja, Chinesisch... immer eine halbe Stunde in der Woche!
Ergebnis war, dass die Gruppe mit Video nur bedeutungslos besser war als die Gruppe, die nix gemacht hat! Das bringt nach sehr sehr viel Zeit auch was, vielleicht ja! Aber dazu muss man richtig viel konsumieren!!
Die Gruppe mit persönlicher Vorlesering hat dagegen richtig viel gelernt!!

Was machen? Zu Stammtischen, wie von der DEG oder DFG angeboten! Also die Deutsch-Englische-Gesellschaft bzw. Deutsch-Französische-Gesellschaft! (Ich hab zufällig genau jetzt damit angefangen...)!

Ich schau zwar auch gern mal Voyage Voyage oder die Kindersendungen mit den Puppen an, aber da sprech ich nur mal mit! Was auch gut ist, vor allem am Anfang, sind Texte auswendig lernen und die eigene Aussprache abhören, ob sie sich genau so anhört wie auf CD zb.!
Für sowas ist das ok - aber nur durch den Konsum vom Filmen bzw Sprach aus Lautsprechern wird das weniger was...!

Wolf

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 •  (aktualisiert am 02.05.2017 von Wolf) #4

Meinst du? Es geht ja nicht darum, die Sprache ausschließlich so zu lernen, sondern einfach das Gefühl für die Grammatik zu entwickeln. Französisch z.B. habe ich sehr viel gelernt über solche Medien, Hörbücher, Filme usw. Ich kann zwar kaum Vokabeln, aber habe ein gutes Gefühl für die Sprache, sie ist mir nicht fremd, ich kann die Wortarten intuitiv voneinander unterscheiden. Jetzt müsste ich nur noch Vokabeln lernen.

Optimal ist natürlich das Sprechen. Das mit den Stammtischen ist auch ein guter Vorschlag. Oder der Vorschlag von Sabine mit den Tandempartnern: Wie schaffe ich in den Fremdsprachen den mündlichen Teil?

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Marcus Schweizer

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 •  #5

Mein ich nicht nur, das ist so! .-)
Klar, du hast halt eine Ahnung von den Wörtern, aber wie du selbst sagst, kannst du kaum ein Wort sozusagen! .-D

Womit du wirklich Sprache lernst, ist das auch richtig zu sprechen oder zumindest real zu hören! Es ist so ein Irrglaube, dass man mit Filmen usw. Sprachen lernen kann...! Ein bissl reinhören, wenns nix besseres gibt oder auch mal einen Film anzusehen, dagegen spricht ja nichts.
Aber wenn wir Deutsch mit Filmen hätten lernen müssen, da würden wir heute noch unsere Runden im Kindergarten drehen...! :-P

Wolf

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 •  #6

Aber wenn wir Deutsch mit Filmen hätten lernen müssen, da würden wir heute noch unsere Runden im Kindergarten drehen...! :-P

Ist klar, aber es ging ja auch nicht darum, die Sprache anhand der Filme vollständig zu lernen, da leitet die Überschrift hier etwas fehl.

Es ist eine Komponente und soll auch aufzeigen, dass sich eine Sprache besser ein einem solchen Mix lernt als mit der langweiligen Schulbuch-Vokabel-Pauk-Methode von früher. Was denkst du, warum Latein für viele so schwer ist? Weil es einfach nicht gesprochen wird. Kaum ein Latein-Schüler muss lernen, wie man sich auf Latein auch unterhält.

Klar, du hast halt eine Ahnung von den Wörtern, aber wie du selbst sagst, kannst du kaum ein Wort sozusagen!

Das intuitive Verständnis für die Grammatik halte ich für wichtiger als die Vokabeln. Die kann ich jetzt immer noch lernen. Das ist auch ein Problem z.B. bei Latein. Man lernt Grammatik vom Reißbrett, hier wird soviel Energie verschwendet für etwas, das man in einem Bruchteil der Zeit lernen könnte.

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Marcus Schweizer

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 •  #7

Ist klar, aber es ging ja auch nicht darum, die Sprache anhand der Filme vollständig zu lernen


Ja, es ist eher der Lerneffekt und der ist sehr gering! Aber ich schau mir auch mal Filme oder Fernsehen in anderen Sprachen an, sozusagen "testweise"! Was ich meine ist, dass man nicht denken sollte, dass es jetzt etwas bringt sozusagen! Um wirklich zu lernen und sich zu verbessern, sind so Stammtische oder Gesellschaften sehr gut! :-)

Das intuitive Verständnis für die Grammatik halte ich für wichtiger als die Vokabeln.


Ja genau, man lernt die Regeln und nicht die Einzelheiten....!

Wolf

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 •  #8

Ja, es ist eher der Lerneffekt und der ist sehr gering! Aber ich schau mir auch mal Filme oder Fernsehen in anderen Sprachen an, sozusagen "testweise"!

Meiner Erfahrung nach halt nicht - dann hätten doch auch Lern-CD und dergleichen, die das Hörverständnis der Sprache tranieren sollen, keinen Effekt?

Um wirklich zu lernen und sich zu verbessern, sind so Stammtische oder Gesellschaften sehr gut!

Ganz klar, am besten direkt ins entsprechende Land. Aber Fernabiturienten lernen halt meist zuhause und müssen mit den entsprechenden Mitteln lernen, wenn sie nicht die Zeit für sowas haben.

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Marcus Schweizer

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 •  #9

Meiner Erfahrung nach halt nicht - dann hätten doch auch Lern-CD und dergleichen, die das Hörverständnis der Sprache tranieren sollen, keinen Effekt?


Wo ist nachgewiesen, dass sie einen haben? :-)
Klar, wenn man natürlich jeden Tag stundenweise die Sachen anhört, dann bleibt auch was hängen! Jeder kennt Lieder von CDs usw.! Aber das macht die Dosis dann aus. Die Frage ist nur, ob man sich soviel Zeit nehmen kann! Es ist halt der geringe Lerneffekt...! Das besuchte Konzert bleibt schon ganz anders in Erinnerung, auch die Lieder selbst! .-)
Deshalb schau ich auch Filme an, sehr gern sogar in "fremden" Sprachen, aber da wende ich dann mein Können an und teste, ob ich die Sprache versteh, nicht aber als Lernmittel!

Ich habe zb. gemerkt, dass ich sehr viel beim Lesen verstehe!
Wenn ich selber schreibe, wirds schwieriger! Sprechen ist dann um noch ein Stück schwieriger...!
Das liegt natürlich daran, dass Sprachverständnis und Sprachproduktion zwei unterschiedliche Fähigkeiten sind, aber auch hier gibt es Lerneffekte in der Art und Weise, wie ich zb. Sprache produziere (Schrift und gesprochen)!

Wolf

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 •  #10

Das besuchte Konzert bleibt schon ganz anders in Erinnerung, auch die Lieder selbst! .-)

Genau, so ist es auch bei Filmen, die dich zum einen emotional ansprechen, zum anderen sind es die Bilder. Du verbindest die Wörter (wenn du sie kennst) vor allem mit Handlung.

Wo ist nachgewiesen, dass sie einen haben?

Wie gesagt, es ist meine Erfahrung, ich war früher ein Fan des Sprachenlernens und habe sehr viel im Selbststudium gelernt. Was mich vielmehr interessiert: Wo, dass sie keinen haben? Hast du nen Link zu Studie? Bei der von dir erwähnten ging es ja um Kindergartenkinder, kann man das mit dem bewussten Sprachlernen von Erwachsenen vergleichen?

Die Sache ist die, dass man sich das nicht so vorstellen darf, dass man die Sprache dann lernt, wie man in der Schule sprache gelernt hat. Man lernt kaum Vokabeln dabei usw. Aber du hörst die Sprache "in action", verinnerlichst den Klang und vor allem die grammatische Struktur, langsam, nach und nach. Klar, nicht von heute auf morgen, und wenn so ein Experiment über eine Woche läuft und nur auf diese Übung isoliert, ist doch klar, dass es keine Ergebnisse gibt.

Es geht eher darum, in einem guten Mix zu lernen. Lehrbücher als Grundlage und roter Faden, Grammatikübungen, Vokabelprogramme und Vokabeltrainer, Film & Fernsehen, Bücher (auch vorlesen) usw. Um am besten nen Muttersprachler, mit dem man sich unterhalten kann, sowie Aufenthalte in dem Land. Hilfreich gerade für Fernabiturienten ist es sicher auch, sich ein Forum in der Sprache zu suchen und dort regelmäßig zu lesen und zu schreiben.

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Lora R

Interessentin
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 •  (aktualisiert am 04.03.2011 von Wolf) #11

Ich finde es ist eine gute Idee mithilfe von Filmen eine Sprache zu verbessern. Wenn ich mir DVDs kaufe schaue ich die Filme auch immer auf englisch an. Ich finde das hilft auf jeden Fall das Verständnis für eine Sprache zu verbessern. Ich habe damals aber als Vorbereitung auf mein Abi eine Sprachreise nach England gemacht. Das hat mir wirklich geholfen meine Sprachkenntnisse zu verbessern und da war das Abi dann auch kein Problem mehr.

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