Wie organisiere ich meinen Stundenplan am besten, welche Fächer wann?

S.Mehmeti

Fernstudent/-in
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 •  #1

Ich würde gerne wissen wie man am besten und der Reihenfolge nach den Stundenplan organisiert!
Es muss ja nach Möglichkeit die Reihenfolge eingehalten werden, weil die Hefte aneinander aufgebaut sind.

Wie man das macht wird aber nicht erklärt!

Christian Wolf

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 •  #2

Du willst dir einen "Stundenplan" unter www.fernstudi.net/stundenplan?extmode=cal einrichten, wenn ich dich richtig verstehe?

Das heißt doch letztendlich, dass du damit deine woche strukturieren kannst. du kannst dir auch erst einmal einen auf papier zusammenstellen. den kannst du dann hier übertragen. sinn und zweck dessen ist vor allem, dass du auch beim surfen siehst, dass die nächste lerneinheit ansteht. denn auf deinem profil (ganz oben menü "Mein Profil") und auf der Startseite (ganz oben im Menü "Startseite" ;) ) hast du immer diese Box:



1 anstehender Termin, das heißt, dass im Stundenplan demnächst ein Termin ansteht, den du eingespeichert hast, logisch. Wenn du darauf klickst, siehst du auch gleich, was genau und wann.

Hier mein Vorschlag, wie du vorgehen könntest:

1. Biorhythmus und Leistungskurve beobachten
Finde vielleicht erst einmal heraus, zu welchen Zeiten dein Körper ein "Hoch" hat, wann ist deine sog. Leistungskurve am höchsten Punkt? Wie läuft dein Biorhythmus? Stehst du z.B. jeden Tag zur gleichen Zeit auf?
Beschäftige dich mal ein bisschen mit deinem Biorhythmus, lies ein bisschen darüber und beobachte mal dich und deinen Körper die nächsten Wochen genau. Wann stehst du immer auf? Wann wirst du am Nachmittag z.B. müde? Wann fühlst du dich so richtig fit? Usw.
Weitere Infos dazu findest du z.B. unter:

Die durchschnittliche Leistungskurve trifft auf die meisten Menschen zu. Sie steigt morgens steil an und erreicht vormittags (8:00 bis 12:00 Uhr) den Höhepunkt. Sie sackt über Mittag bis zum Spätnachmittag ab, um gegen Abend (18:00-21:00 Uhr) nochmals anzusteigen. Der Höhepunkt vom Vormittag wird dabei aber nicht mehr erreicht. [...]
Um diese Leistungskurve auszunutzen sollten Sie:
- Wichtige Arbeiten und Meetings im Leistungshoch am Vormittag erledigen.
- Weniger wichtige Tätigkeiten und Routinearbeiten in den Nachmittag verlegen.
Tipp » Ihre persönliche Leistungskurve kann erheblich von der durchschnittlichen Leistungskurve abweichen. Falls Sie Ihre persönliche Leistungskurve nicht genau kennen, lohnt es sich, diese ein paar Tage zu beobachten und zu dokumentieren.

Schlagworte zum Googlen z.B.: Leistungskurve, Biothyrhmus, Innere Uhr

Wenn du nun einigermaßen weiß, wie dein Biorhythmus verläuft, kannst du deine Lernzeiten entsprechend planen.

Dieses Thema kannst du auch hier im Forum Selbstorganisation und in der Gruppe Selbstorganisation weiter mit anderen besprechen.

2. Ernährung anpassen
Ernährung, das wäre ein weiterer Punkt, mit dem du dich ein bisschen beschäftigen kannst. Welche Nahrungsmittel fördern Lernprozesse? Was braucht mein Körper, damit ich so konzentriert wie möglich lernen kann und nicht gleich wieder alles vergesse?
Weitere Infos dazu: Wichtig sind vor allem a) ausreichend Flüssigkeit, eher Wasser, ab und an Fruchtsäfte und auch Tee, b) viel Obst und Gemüse, klar, c) ausreichend Bewegung, d) gesunder Schlaf.
Ist dein Körper leistungsfähiger, lernst du effizienter, hast mehr Freizeit und schaffst das Abi schneller.

Über dieses Thema kannst du dich hier auch mit anderem im Forum Lernen oder in der Gruppe Lerntechnik austauschen.

3. Wochenplan und Monatplan erstellen
Du lernst wahrscheinlich am effizienstesten und wirst am meisten Freizeit haben, wenn du wirklich jeden Tag feste Lernzeiten hast und wenn du "Lernrituale" entwickelst. Wenn das Lernen einfach für dich zur Gewohnheit wird und fest im Alltag integriert ist.
Zu welchen Tageszeiten das ist, bestimmst du optimalerweise anhand deines Biorhythmus, nämlich dann, wenn du am fittesten bist, etwa vormittags.

Die Fernlehrinstitute gehen von etwa 15 bis 20 Stunden aus, die du wöchentlich aufwenden musst, um das alles zu packen. Wenn du das Wochenende frei machen möchtest, solltest du also täglich ca. 4 Stunden aufwanden.

Nimm davon ruhig zu Beginn noch ca. 2 Stunden/Woche, die du dich mit a) Zeitmanagement, Selbstmanagement, Projektmanagement, b) Lernen, Lerntechniken und Ernährung beschäftigst. Der Rest der Zeit gehört dem Abistoff und dem Austausch mit Mitschülern wie hier auf fernstudi.net.

Beispiel:
Montags von 8:30 bis 9:15: Fernstudi.net checken ;) und Facebook und whatever.
9:15 bis 10:00: Zeitmanagement, Selbstmanagement, Projektmanagement (zumindest die Anfangszeit, bis du genug darüber weißt). Du könntest in der Zeit z.B. ein gutes Buch zu dem Thema lesen, oder einfach im Netz recherchieren.
10:00 bis 10:15: Pause
10:15 bis 11: Beschäftigung mit Lernen, Lerntechniken und Ernährung (zumindest die Anfangszeit, bis du genug darüber weißt). Du könntest in der Zeit z.B. ein gutes Buch zu dem Thema lesen, oder einfach im Netz recherchieren.
Usw.

Dann legst du den Dienstag fest. Je nachdem, was du schon für Studienbriefe hast und was dir die Schule rät, zuerst zu studieren. Du könntest einfach jeden Tag ein anderes Fach bearbeiten, wie inne Schule früher, oder einfach so, wie dir 's am besten passt.

Was hast du denn schon für Studienbriefe?

4.: In fernstudi.net übertragen
So, wenn du dann deine Woche so durchgeplant hast, kannst du die fixen Lernzeiten hier in den Kalender eintragen. Den siehst nur du, es ist dein privater Stundenplan: www.fernstudi.net/stundenplan?extmode=cal

Du kannst dort nämlich auch sich wiederholende Termine anlegen. Im Blog findest du auch ne Anleitung, aber erklärt sich ja auch alles von selbst: Stundenplan und Prüfungsplan fürs Fernstudium anlegen mit fernstudi.net

Den kannste dir dann auch ausdrucken und wie gesagt, während du hier surfst und mit deinen Mitschülern kommunizierst, hast du immer vor Augen, welchen Fach heute, morgen, übermorgen ansteht.

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So, und wennde das ein paar Wochen aufgebaut und durchgezogen hast, wenn du dich dann dran gewöhnt hast und das Lernen (mit Spaß) fest in deinen Alltag integriert ist, dann kannst du mal schauen, ob dir das komplexere Tool zum "Projektmanagement" was nützt, der Studienplaner.

Dann kannst du nämlich langfristiger planen. Du legst z.B. Meilensteine fest, etwa "Bis 30.6.2010 ist das Studienheft XYZ durchgearbeitet". Und denen ordnest du dann Aufgaben zu: "Am 1.3.2011 14-18 Uhr arbeite ich Kapitel 3 durch." - "Vom 10.3.2011 - 01.04.2011 Uhr lese ich Goethes Faust." oder so in der Art. So kannst du im Prinzip dein ganzes Fernabitur vorausplanen.
Was du geschafft hast, hakst du ab. Du siehst immer, was du für Fortschritte machst und was noch zu tun ist.
Mehr Infos zum Studienmanager: Getting Fernstudium done: Projektmanagement alleine oder in der Gruppe mit fernstudi.net

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Das waren jetzt ne Menge Infos. Um es noch mal in 1 Satz zu sagen. Bevor du anfängst, dich voll ins Lernen zu stürzen, organisiere dich erst einmal so gut, dass du wirklich effizient lernen kannst, dass du ausreichend Freizeit und Ruhephasen hast, nicht mehr Energie als eigentlich nötig verpulverst und das ganze Fernabitur so in 2 oder 3 Jahren ganz locker nebenher mit besten Noten absolvieren kannst.

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Christian Wolf

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 •  #3

Jennie, die auf fernabitur.wordpress.com/ über ihr mittlerweile 7 Jahre dauerndes Fernabitur bloggt und regelmäßig Videos zum Fernabi auf ihrem Youtube-Kanal www.youtube.com/user/Fernabitur erstellt, hat jetzt auch ein längeres Video zum Thema "Lernpläne fürs Fernabitur" (diesmal bei Tageslicht ;)) erstellt, das zu diesem Thread hier passt:



Wie organisiert ihr eigentlich eurer Lernen?

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Paula Knöpfchen

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 •  (aktualisiert am 07.04.2011 von Paula Knöpfchen) #4

Hi,

ich organisiere mein Lernen überhaupt nicht und mache alles nach Lust und Laune. Für mich funktioniert das super und ich liege auch zeitlich immer sehr gut.

Ich lerne einfach gerne und jede Form von Plan würde ich als Korsett empfinden. Dann fühle ich mich eingeengt und unter Druck gesetzt.

Wahrscheinlich gibt es nicht viele die so verfahren.
:)

"Ohhh, nein! Holt die Selbstmordaxt!" "Nein, nicht die Selbstmordaxt!" (Simpsons)

werkstattschreiber hat sich bedankt.

Chris G.

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 •  #5

Ich verfahre auch so wie du, Paula. Allerdings überlebe ich mir zwischendurch schon immer so grob was ich mal die nächsten Tage machen sollte. ;)

Christian Wolf

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 •  #6

So habe ich es in meinem ersten Studium auch gemacht, ca. 7 Jahre lang, mal von den Vorlesungen und Seminaren abgesehen, die ich besucht habe. Einen Abschluss habe ich nicht, dafür ein ganz gutes Grundlagen- und Allgemeinwissen.

So frei lernen und studieren kann halt nur nicht jeder, und um einen Abschluss zu schaffen, muss man (gerade beim Fernabitur) auch Sachen lernen, die einen weniger interessieren.

Ein Plan muss dabei kein festes Korsett sein, sondern heißt erst einmal vor allem, dass man sich Ziele setzt und sich überlegt, wie man diese umsetzt.

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Paula Knöpfchen

Fernschüler/-in
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 •  #7

Hi,

das Interessante ist, wie ich finde, dass ich mich auf diese Art und Weise auch Themen widme die ich eigentlich meide wie der Teufel das Weihwasser, zB Mathe. Aktuell mache ich Mathe (Potenzen, Wurzeln, Logarithmen) und ich empfinde dabei sogar etwas Freude. Ich kann in dieser Sache mit Druck gar nicht umgehen und bin sofort frustriert was bei mir zur totalen Blockade führt. Wenn man sich intensiv genug mit etwas auseinandersetzt kann man fast alles lernen. Aber wenn ein Lehrer mich mit Fachbegriffen bombardiert oder mir mein Lernplan sagt, dass ich aber in einer Stunde was ganz anderes lernen soll, oder in zwei Tagen mit diesem Thema durch sein sollte...

Ich bin aber ehrgeizig und relativ diszipliniert, darauf kann ich vertrauen und weiß, dass ich es trotz meiner Laissez-faire-Einstellung hinbekommen werde.

Was für ein schöner, sonniger Tag. Das schreit nach Lernen auf dem Balkon. Mathe MAA07N ich kommeeeeeee :D

"Ohhh, nein! Holt die Selbstmordaxt!" "Nein, nicht die Selbstmordaxt!" (Simpsons)

Christian Wolf hat sich bedankt.

Christian Wolf

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 •  #8

Aktuell mache ich Mathe (Potenzen, Wurzeln, Logarithmen) und ich empfinde dabei sogar etwas Freude.

Lustig, genau so war es bei mir auch. Ich hatte auch wegen Mathe das Abi abgebrochen, ich stand in der 11. zuletzt auf 5 oder 6, Mathe war immer eines meiner schlechtesten Fächer.

Aber als ich dann alleine lernen musste, besorgte ich mir Unmengen an Übungsbüchern, und als ich die ersten Lösungen alleine hinbekam, war das ein tolles Gefühl und ich fing auch an, richtig Spaß dabei zu haben.

Das Matheabi schaffte ich dann mit 6 Punkten oder so, besser als manch einer aus meinem alten Kurssystem.

Ja, wenn du so frei am besten lernen kannst, ist das doch sehr gut. Sich einen Plan zu machen, evtl. sogar einen Stundenplan, ist auch meist eher so etwas wie eine Krücke, die dann überflüssig wird, wenn man einen eigenen Rhythmus gefunden hat.

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werkstattschreiber

Fernschüler/-in
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 •  #9

Oft ist es aber so, dass der (Stunden-, Tages-, Wochen-)Plan hilft, überhaupt in die Spur zu kommen. Wenn man keine festen Abgabetermine hat, kann es vorkommen, dass man denkt, dass noch ewig Zeit ist, gerade auch bei unliebsamen Aufgaben.

Ich brauche meine Termine, die ich mir dann selbst setze, wenn es keine gibt, auch den Druck, den diese Termine erzeugen, um überhaupt produktiv, auch kreativ zu werden. Ich beneide alle, die anders arbeiten können. Man ist halt wie man ist. :D

Jennie

Fernschüler/-in
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 •  #10

Ich finde es - wie im Video erwähnt - einfach leichter nach Plan zu lernen. Allerdings plane ich generell gerne, vielleicht liegt es daran.

Die Pläne sind aber nicht als festes Korsett zu verstehen, sie werden ständig gegen die Realität geprüft, überarbeitet und an meine momentane "Lernlage" angepasst. Sie geben mir einen Rahmen durch den ich sicher sein kann genug zu tun, aber auch Freizeit genießen kann weil ich weiß das ich "im Plan liege".

Aber dich denke das ist wohl persönliche Präferenz. :-D

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