Für wen der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Kunststofftechnik geeignet ist
Das Fernstudium „Wirtschaftsingenieurwesen Kunststofftechnik“ richtet sich an Berufstätige, die technisches Verständnis mit wirtschaftlichem Interesse verbinden und sich für aktuelle Herausforderungen in der Kunststofftechnik qualifizieren möchten. Besonders geeignet bist du, wenn du bereits im technischen, industriellen oder wirtschaftlichen Umfeld tätig bist oder den Einstieg in die Kunststoff-, Fertigungs- oder Materialbranche anstrebst. Der Studiengang ist auch interessant für Fachkräfte aus Produktion, Produktmanagement, Vertrieb und Patentwesen, die sich akademisch weiterentwickeln wollen.
Zulassung: Welche formalen Wege dir offen stehen
Für eine Immatrikulation musst du eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur), fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Hochschulzugangsberechtigung, die vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als gleichwertig anerkannt ist
- Bestandene Hochschulzugangsprüfung nach mind. zwei Leistungssemestern
- Berufliche Qualifikation als Zugang, z. B.:
- Meister:in, Fachwirt:in oder Techniker:in (jeweils ohne weitere Zugangs- oder Eignungsprüfung)
- Abgeschlossene mindestens dreijährige Ausbildung mit Abschlussnote 2,5 oder besser und mittlerer Schulabschluss sowie mindestens zwei Jahre hauptberufliche Tätigkeit
Persönliche Voraussetzungen für den Studienerfolg sind:
- Mathematisches und naturwissenschaftliches Grundverständnis, idealerweise mit Vorkenntnissen aus Schule oder Ausbildung (ein optionaler Mathe-Vorkurs wird angeboten)
- Analytisches Denkvermögen und technisches Interesse, da Inhalte wie Werkstoffkunde, Produktionstechnik und Digitalisierung zentrale Rollen spielen
- Selbstorganisation und Disziplin für ein anspruchsvolles Fernstudium neben dem Beruf
- Eigeninitiative beim Lernen und die Bereitschaft, sich regelmäßig mit komplexen technischen sowie betriebswirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen
- Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft, insbesondere für Gruppenprojekte und die digitale Zusammenarbeit
Welche Inhalte vermittelt der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen Kunststofftechnik?
Im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen Kunststofftechnik verbindest du technische Fachkompetenz mit wirtschaftlichem Know-how. Die ersten Semester legen eine breite Grundlagenbasis in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ergänzt werden diese MINT-Fächer durch Module in Betriebswirtschaft, Recht und Sozialwissenschaften. Du setzt dich zudem mit aktuellen Themen wie Nachhaltigkeitstransformation und Digitalisierung auseinander.
Ein zentrales Element ist das Einführungsprojekt, das dich mit Methoden des Zeitmanagements, der Selbstorganisation und Zielsetzung vertraut macht. Mehrere Module bieten die Gelegenheit, Projektarbeit und Teamarbeit praxisnah zu trainieren. Ab dem zweiten Semester steigert sich der Fokus auf die Kunststofftechnik: Themen sind etwa chemische Werkstoffe, Polymerchemie, Kunststoffverarbeitung, CAD-Techniken, Finite-Elemente-Simulation und Kunststoff-Recycling.
Im weiteren Verlauf vertiefst du dein Fachwissen, indem du eine von fünf Vertiefungsrichtungen belegst:
- Kunststofftechnik (z. B. Elastomere, Klebstoffe, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit)
- Produktion (z. B. Prozessautomatisierung, KI in der Produktion und Logistik)
- Produktmanagement (z. B. Produktentstehung, Produkt- und Life-Cycle-Management)
- Vertriebsingenieurwesen (z. B. Sales Management, Geschäftsmodell-Management)
- Patentingenieurwesen (z. B. Technologiemanagement, Patentstrategien und -recht)
Zusätzlich wirst du in Big Data, Business Analytics und Projekt- und Changemanagement fit gemacht. Begleitend zum Studium ist eine berufspraktische Phase vorgesehen, die deine fachtheoretischen Kenntnisse in den Unternehmensalltag transferiert. Das Studium schließt mit der Bachelorarbeit und einem Kolloquium ab.
Wie ist das Fernstudium Wirtschaftsingenieurwesen Kunststofftechnik aufgebaut?
Das Fernstudium an der Wilhelm Büchner Hochschule ist auf maximale Flexibilität ausgelegt: Der Einstieg ist das ganze Jahr über möglich, es gibt keine festen Semesterzeiten. Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester (42 Monate), eine kostenlose Verlängerung um bis zu 21 Monate ist möglich. Das Studium ist modular aufgebaut; du kannst Module je nach deinem persönlichen Wissensstand flexibel wählen und bearbeiten.
Zu Studienbeginn nimmst du an einer Online-Einführungsveranstaltung teil und erhältst deine ersten Lernmaterialien. Der gesamte Lernstoff steht in gedruckter und digitaler Form bereit, ergänzt durch Webinare, Videos und multimediale Übungen. Deine Lernfortschritte steuerst du individuell. Prüfungen legst du wahlweise online (Open-Book) oder an 15 Prüfungszentren ab. Viele Prüfungen sind als Hausarbeiten oder Projektarbeiten gestaltet, Klausuren sind sowohl in Präsenz als auch online möglich.
Wichtige Praxisanteile wie Laborübungen oder die berufspraktische Phase werden flexibel auf dein Berufsleben abgestimmt. Die Betreuung erfolgt persönlich durch Tutorinnen, Dozenten und den Online-Campus – inklusive KI-gestütztem Lernassistenten. Optional kannst du an Präsenzseminaren teilnehmen, die Teilnahme ist aber meist freiwillig.
Die einzelnen Semester sind so strukturiert:
- Semester 1–3: Grundlagenmodule (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Wirtschaft, Recht, Einführungsprojekt)
- Semester 4–5: Vertiefung in Kunststofftechnik, Kunststoffverarbeitung, Nachhaltigkeit, Big Data, Seminar und Projektarbeit
- Semester 6: Drei spezialisierte Wahlmodule aus einer Vertiefungsrichtung
- Semester 7: Drei zusätzliche Wahlmodule aus anderen Vertiefungsrichtungen sowie Bachelorarbeit und Kolloquium
- 5.–6. Semester: Berufspraktische Phase (anrechenbar durch einschlägige Berufstätigkeit)
Welche Karriereoptionen eröffnen sich nach Abschluss?
Das interdisziplinäre Studium qualifiziert dich für Fach- und Führungspositionen an der Schnittstelle von Technik und Wirtschaft. Besonders gefragt sind Absolventinnen und Absolventen in folgenden Branchen:
- Kunststoffverarbeitende Industrie
- Kabelindustrie und Polymerherstellung
- Fahrzeug- und Flugzeugbau
- Maschinenbau
- Lebensmittel- und Verpackungsindustrie
Du kannst Aufgaben im Produkt- und Prozessmanagement, Consulting, Vertrieb oder Projektleitung übernehmen. Auch Positionen wie Vertriebsingenieurin, Produktionsleiter, Innovationsmanager oder Patentingenieur stehen dir offen. Die breite Ausbildung ermöglicht sowohl den direkten Berufseinstieg als auch den Weg in spezialisierte Masterstudiengänge.
Mit deiner Kombination aus technischem und betriebswirtschaftlichem Know-how bist du künftig in der Lage, nachhaltige Produktionsprozesse zu gestalten, innovative Produkte einzuführen und die digitale Transformation in Unternehmen aktiv zu begleiten. Die Kunststofftechnik ist ein Wachstumsbereich mit exzellenten Zukunftsperspektiven, insbesondere durch Trends wie Leichtbau, Kreislaufwirtschaft und Materialinnovation.
Mit welchen Gebühren und Fördermöglichkeiten musst du rechnen?
Die Studiengebühren für den Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen Kunststofftechnik an der Wilhelm Büchner Hochschule liegen bei 235,25 € pro Monat über 42 Monate (Regelstudienzeit). Insgesamt ergibt sich so ein Richtwert von circa 9.879 € für die gesamte Studiendauer. Hinzu kommen gegen Studienende eine Prüfungs- und Graduierungsgebühr (einmalig, i.d.R. ca. 695 €).
Die Gebühren beinhalten:
- Alle Lernmaterialien (gedruckt und digital)
- Online-Campus und digitale Tools
- Betreuung durch Tutorinnen, Dozenten und Studienberater
- Reguläre Prüfungen (Hausarbeiten, Klausuren, Projektarbeiten)
- Teilnahme an Seminaren (sofern online oder im Umfang der Regelstudienzeit)
Falls du Prüfungen oder Seminare an Präsenzstandorten wahrnimmst, trägst du Reise- und ggf. Übernachtungskosten selbst. Reduzierst du die Studiendauer, bezahlst du entsprechend weniger Monatsraten. Für eine kostenlose Verlängerung um bis zu 21 Monate wird keine zusätzliche Gebühr verlangt.
Eine Anrechnung von Vorleistungen ist möglich. Für je 5 angerechnete ECTS entfällt eine Monatsrate der Studiengebühren. Arbeitgeber, öffentliche Förderprogramme und Bildungsdarlehen können individuell zur Finanzierung beitragen. Die Kosten sind zudem meist als Werbungskosten steuerlich absetzbar.
Erfahrungen & Bewertungen
Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website
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