Für wen ist der Master IT-Sicherheit und Forensik geeignet?
Der Masterstudiengang IT-Sicherheit und Forensik richtet sich an IT-Fachkräfte, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie technisch orientierte Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, die sich berufsbegleitend für strategische Aufgaben im Bereich Cyber Security, digitale Forensik oder Sicherheitsmanagement qualifizieren möchten. Typische Teilnehmende haben bereits Berufserfahrung in der IT, Verwaltung oder Industrie gesammelt und streben Positionen in Unternehmen, Behörden, Beratungen oder Security-Teams an. Besonders angesprochen sind Personen, die Verantwortung für Sicherheitskonzepte übernehmen, in der Aufklärung von Cyberkriminalität tätig werden oder die Sicherheit kritischer Infrastrukturen erhöhen wollen.
Welche formalen Voraussetzungen musst du erfüllen?
Um zum Master IT-Sicherheit und Forensik zugelassen zu werden, benötigst du:
- Einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (z. B. Bachelor, Diplom) aus den Bereichen Informatik, IT, Ingenieurwissenschaften, Mathematik oder einer technisch-naturwissenschaftlichen Disziplin.
- Abhängig von der Vorqualifikation mindestens 180 ECTS (bei einschlägigem Studium). Für Bewerberinnen und Bewerber mit 210 ECTS verringert sich ggf. die Studiendauer. Individuelle Anrechnungen oder Brückenkurse können je nach Werdegang erforderlich sein.
- Berufspraxis im IT- oder technisch-naturwissenschaftlichen Umfeld ist ausdrücklich erwünscht und wird bei der Zulassung berücksichtigt.
- Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist jeweils der 31. Juli.
Persönlich solltest du folgende Eigenschaften und Erfahrungen mitbringen:
- Interesse an technischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen der IT-Sicherheit
- Analytisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Problemstellungen zu durchdringen
- Bereitschaft zur selbstständigen Wissensaneignung und Bearbeitung praxisnaher Aufgaben im Fernstudium
- Grundkenntnisse in den Bereichen Netzwerktechnik und IT-Strukturen sind vorteilhaft
- Eigenmotivation und Organisationstalent, um etwa 25 Wochenstunden neben dem Beruf zu investieren
- Kommunikationsstärke für interdisziplinäre Zusammenarbeit
Welche Inhalte vermittelt der Master IT-Sicherheit und Forensik im Fernstudium?
Im Fernstudium IT-Sicherheit und Forensik an der Hochschule Wismar erlangst du vertiefte Kenntnisse zur Absicherung digitaler Infrastrukturen, Analyse von Cyberangriffen und gerichtsfesten Aufbereitung forensischer Spuren. Du lernst, Sicherheitsaspekte in komplexen IT-Systemen zu bewerten und technisch-organisatorische Maßnahmen gegen Cyber-Angriffe umzusetzen. Das Studienprogramm fokussiert folgende Inhalte:
- Sicherheit in Netzen: Schutzkonzepte für Kommunikationsinfrastrukturen und Datenübertragung
- Cloud Computing: Sicherheit und Verwaltung verteilter und virtueller Systeme
- IT-Sicherheit im Umfeld von Industrie 4.0: Schutz industrieller Steuerungssysteme und kritischer Infrastrukturen
- Sicherheit von biometrischen Systemen: Analyse, Implementierung und Absicherung biometrischer Identifikation
- Kryptoanalyse: Bewertung und Anwendung fortgeschrittener Verschlüsselungsverfahren, Erkennung von Schwachstellen
- Forensische Analysen: Methoden zur Beweissicherung, Auswertung von Datenträgern, Betriebssystemen und Anwendungssystemen
Die Ausbildung schließt strategische und ethische Dimensionen ein – etwa Datenschutz, Compliance, Kriminalpsychologie und internationale Sicherheitsstandards. Du erwirbst die Befähigung zu:
- Entwicklung und Steuerung von Cybersecurity-Strategien
- Leitung von Sicherheitsprojekten und Audits
- Gerichtsfester Analyse und Dokumentation digitaler Spuren
- Fachlicher Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Technik, Recht und Management
Wie ist der Studienablauf im Fernstudium IT-Sicherheit und Forensik gestaltet?
Das Studium ist auf eine Regelstudienzeit von vier Semestern (zwei Jahre) ausgelegt und folgt einem flexiblen Fernstudienkonzept. Du kombinierst Selbstlernphasen mit Präsenzseminaren an bundesweit neun Standorten (u. a. Berlin, Hamburg, München, Wismar). Die Präsenzmodule finden an 2–3 Wochenenden je Semester statt und beinhalten praxisorientierte Workshops, Laborübungen sowie den Austausch mit Expertinnen und Experten.
Pro Woche solltest du mit einem Arbeitsaufwand von etwa 25 Stunden rechnen. Der Studiengang umfasst 90 ECTS-Punkte. Die Studienmaterialien werden digital bereitgestellt und durch Live-Tutorien sowie Online-Vorlesungen ergänzt. Prüfungsleistungen bestehen aus Hausarbeiten, Fallstudien, Präsentationen und schriftlichen Klausuren, die teils in Präsenz abgelegt werden.
Für den kollegialen Austausch sowie zur individuellen Betreuung stehen dir moderne Kommunikationsplattformen und ein persönlicher Studienservice zur Verfügung. Am Ende verfassen und verteidigen die Studierenden eine Masterarbeit zu einem aktuellen Thema aus der IT-Sicherheit oder Forensik.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnen sich nach dem Abschluss?
Mit dem Master of Engineering in IT-Sicherheit und Forensik qualifizierst du dich für anspruchsvolle Fach- und Führungspositionen im wachsenden Bereich der Cybersecurity. Typische Karrierewege sind:
- Leitung von Sicherheitsabteilungen in Unternehmen, Behörden und Organisationen der kritischen Infrastruktur
- Einsatz in spezialisierten Abteilungen von Bundes- oder Landesbehörden (z. B. BKA, Verfassungsschutz, CERTs, Zoll)
- Tätigkeit bei Sicherheitsdienstleistern und Beratungsunternehmen mit Fokus auf Risikoanalyse und Compliance
- Spezialistenrollen im Bereich forensische IT-Analyse, Incident Response und Cybersecurity Management
Absolventinnen und Absolventen profitieren von sehr guten Gehaltsaussichten. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt – abhängig von Funktion und Verantwortung – zwischen 58.000 und 130.000 Euro jährlich, beispielsweise als IT Security Manager, Penetration Tester oder Cyber Security Consultant. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Promotion oder zum Zugang in den höheren Dienst.
Welche Kosten entstehen und wie lässt sich das Fernstudium finanzieren?
Die Gesamtkosten des Fernstudiengangs IT-Sicherheit und Forensik betragen 11.800 Euro. Diese können in monatlichen Raten von 492 Euro oder nach Semester (2.950 Euro) gezahlt werden. Enthalten sind sämtliche Studienmaterialien, Präsenzseminare und Prüfungsleistungen. Zusätzliche Kosten für Anreise und Übernachtung bei Präsenzphasen sind einzuplanen.
Du kannst das Studium durch klassische Bildungskredite oder steuerliche Absetzung der Aufwendungen als Werbungskosten finanzieren. Die Teilnahme am Deutschlandstipendium bietet die Chance auf eine monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro. Weiterhin unterstützen viele Arbeitgeber das berufsbegleitende Studium im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen.
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