Zulassungsvoraussetzungen
Welche formalen Voraussetzungen brauchst du?
Für den Zugang genügt eine Hochschulzugangsberechtigung – allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Einen Numerus Clausus gibt es nicht, Wartesemester ebenfalls nicht. Die Zulassungsbedingungen regelt die Zulassungsordnung für die Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Zertifikatskurse der Hochschule.
Ohne Abitur stehen dir zwei Wege offen, die beide über ein persönliches Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung laufen:
- Beruflich qualifiziert: abgeschlossene fachbezogene Berufsausbildung plus anerkannte Aufstiegsfortbildung, etwa als Meisterin, Meister oder Fachwirt. Fachbezogen sind zum Beispiel Berufe wie Bäckerin, Bäcker, Köchin, Koch oder Tätigkeiten in der Hauswirtschaft.
- Probestudium: abgeschlossene Berufsausbildung plus drei Jahre Berufserfahrung. Du startest regulär und musst innerhalb von zwei Semestern 40 ECTS im Pflichtbereich bestehen. Gelingt das, führst du das Studium ohne weitere Auflagen fort.
Wenn du unsicher bist, ob deine Ausbildung als fachbezogen zählt, klärt die Studienberatung den Einzelfall vorab. Das ist der schnellere Weg als eine Bewerbung auf Verdacht.
Anrechnung von Vorleistungen
Abgeschlossene Aus- und Weiterbildungen können auf das Studium angerechnet werden – genannt werden unter anderem Technikerinnen und Techniker der Lebensmitteltechnik, Küchenmeisterinnen und Küchenmeister, Diätassistentinnen und Diätassistenten sowie Physio- und Ergotherapieberufe. Anrechenbar sind bis zu 18 ECTS, was die Gebühren um bis zu 720 Euro senkt und die Studiendauer verkürzt.
Anrechenbar sind nicht nur Module, sondern unter Umständen auch Praxiszeiten für das ernährungswissenschaftliche Praktikum. Bei Diätassistentinnen und Diätassistenten kann das ein erheblicher Anteil sein. Die Hochschule prüft kostenfrei; dafür brauchst du Zeugnisse, Modulhandbücher und Tätigkeitsnachweise. Entscheidend ist, dass Inhalt und Stundenumfang zu den Anforderungen des jeweiligen Moduls passen.
Was du persönlich mitbringen solltest
Der wichtigste Punkt zuerst, weil er die häufigste Fehlerwartung im Fach ist: Dieses Studium ist naturwissenschaftlich. Chemie, Biochemie, Mikrobiologie und Physiologie machen einen großen Teil der ersten Semester aus. Wer sich für Ernährung interessiert, weil ihn Ernährungsformen und aktuelle Debatten beschäftigen, unterschätzt diesen Anteil regelmäßig. Die Grundlagen sind kein Umweg – sie sind die Voraussetzung dafür, Studienlagen später selbst einordnen zu können statt sie nachzuerzählen.
- Selbstorganisation: Es gibt keine Kohorte, keinen Stundenplan und keine Fachschaft. Du bestimmst dein Tempo – und musst es auch halten.
- Durchhaltevermögen über Jahre: In der Regelstudienzeit liegt der Aufwand bei rund 29 Stunden pro Woche. Wer Vollzeit arbeitet, plant realistischerweise ein längeres Zeitmodell ein.
- Kommunikative Stärke: Beratung, Coaching und Ernährungspsychologie sind Pflichtbestandteile. Auch Prüfungsleistungen wie Flyer oder Lehr-Lern-Videos verlangen, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen.
- Bereitschaft zum wissenschaftlichen Arbeiten: Forschungsmethoden und die Bachelor-Thesis sind fester Teil des Curriculums.
Vorerfahrung im Gesundheitswesen, in der Lebensmittelwirtschaft oder in der Arbeit mit Menschen hilft, ist aber keine Bedingung. Für besondere Lebenslagen gibt es ein standardisiertes Verfahren zum Nachteilsausgleich; am häufigsten wird eine Verlängerung der Bearbeitungszeit gewährt.
Für wen der Studiengang gedacht ist
Fachkräfte, die ihre Praxis wissenschaftlich unterfüttern wollen. Freiberufliche Ernährungscoaches, Beschäftigte aus Gastronomie, Hotellerie, Hauswirtschaft und Lebensmittelwirtschaft, Pflegekräfte aus Klinik, Senioren- und Reha-Einrichtungen sowie Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte.
Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Wer beruflich etwas völlig anderes macht und einen fachlichen Neuanfang plant. Diese Gruppe war schon im Vorgängerstudiengang stark vertreten.
Abiturientinnen und Abiturienten ohne Umweg. Wer direkt einsteigen will und die Ortsunabhängigkeit einem Campusstudium vorzieht.
Was lernst du im Fernstudium Ernährungswissenschaften an der SRH Fernhochschule?
Du lernst Ernährung als Naturwissenschaft. Biologie, Chemie, Mikrobiologie, Anatomie, Physiologie und Biochemie bilden das Fundament. Darauf bauen Ernährungslehre, Ernährungsmedizin, Diätetik und Ernährungspsychologie auf. Dazu kommen Lebensmittelwissenschaft, Lebensmittelrecht, Beratung und Coaching sowie Forschungsmethoden. Den eigenen Schwerpunkt setzt du über drei Wahlmodule aus rund 40.
Das Curriculum folgt einer klaren Logik: erst breite Grundlagen, dann Tiefe. Vier Blöcke tragen den Studiengang.
- Naturwissenschaftliche Basis: Biologie und Mikrobiologie, Chemie, Anatomie und Physiologie des Menschen, Grundlagen der Biochemie.
- Ernährung und Medizin: Ernährungslehre, Biochemie der Ernährung, diätetische und ernährungsmedizinische Grundlagen, Ernährungsmedizin und Diätetik I und II, Biofunktionalität der Lebensmittel.
- Lebensmittel und Recht: Lebensmittelwarenkunde, Lebensmittelverarbeitung und -systeme, Lebensmittelmikrobiologie, Lebensmittelchemie und -analytik, Sensorik, Lebensmittelrecht, Qualitäts- und Risikomanagement.
- Beratung und Wissenschaft: Gesundheitspsychologie, Ernährungspsychologie, Coaching, qualitative und quantitative Forschungsmethoden, Bachelor-Thesis.
Die drei Wahlmodule wählst du gegen Ende des Studiums, wenn deine berufliche Richtung klarer ist. Sie sind zur Orientierung in fünf Wahlbereiche gegliedert: Prävention und Ernährungstherapie, Lebensmittelwirtschaft und Nachhaltigkeit, Betriebswirtschaft und Management, Gesundheitswesen sowie Medien und Kommunikation. Du kannst alle drei Module aus einem Bereich nehmen oder mischen. Englischsprachige Wahlmodule gibt es bislang nur eines – das Gutachtergremium der Akkreditierung hat hier ausdrücklich einen Ausbau empfohlen.
Wer in die Ernährungstherapie will, hat an dieser Stelle keine freie Wahl: Für die theoretischen Anforderungen der E-Zert-Qualifikation und der DGE-Zulassungsempfehlungen brauchst du die Module „Pharmakologie in der Ernährungstherapie“ und „Angewandte Diätetik“ – und das ernährungswissenschaftliche Praktikum, nicht das Praxisprojekt.
Wie läuft das Fernstudium Ernährungswissenschaften ab?
Das Studium ist ein Selbststudium über den E-Campus der Hochschule, ergänzt um freiwillige Live-Angebote. Du startest zum Ersten jedes Monats, arbeitest die Module in deinem Tempo ab und legst Prüfungen online oder in einem Prüfungszentrum ab. Der Studiengang ist unter der ZFU-Zulassungsnummer 1112820 staatlich geprüft.
Lernformat und Studienmaterial
Die Basis bilden schriftliche Lernmaterialien im E-Campus, angereichert um Videocasts, Audio-Abstracts, E-Lectures, Quizze, Lückentexte, Lernkarten und Wiederholungsaufgaben. Dazu kommen freiwillige Begleitveranstaltungen, in denen Inhalte vertieft und Prüfungen vorbereitet werden.
Betreuung läuft über zwei Kanäle: E-Mail und individuelle Sprechstunden, die du jederzeit buchen kannst – rund eine halbe Stunde per Video mit der Studiengangsleitung. Was es nicht gibt: Kohortensprecher, Fachschaften oder ein organisiertes Studierendenleben. Die Vernetzung läuft informell über Foren im E-Campus sowie Teams- und WhatsApp-Gruppen; eine interne Karte hilft beim Kontakt zu Studierenden in deiner Region.
Prüfungsformate
Die Hochschule setzt bewusst auf Vielfalt statt auf Klausurenmarathon. Neben Klausuren und Online-Tests gibt es Hausarbeiten, Fallstudien, Lehr-Lern-Videos, wissenschaftliche Poster, Flyer und Lerntagebücher. Die Prüfungsform ist dem Modul fest zugeordnet und nicht frei wählbar; in einzelnen Modulen kannst du zwischen zwei Leistungen wählen. Die Prüfungsbelastung liegt in der Regel bei maximal zehn Prüfungen pro Studienjahr.
Handelt es sich um eine Klausur, hast du grundsätzlich die Wahl zwischen einer Online-Klausur und einer Präsenzklausur in einem der 22 Studien- und Prüfungszentren in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden. Eine Ausnahme nennt die Studiengangsleitung: Die Klausur im Modul Chemie wird ausschließlich vor Ort geschrieben. Wenn du weit entfernt von einem Prüfungszentrum wohnst oder im Ausland lebst, plane diesen Termin früh ein.
Laborphasen, Praxisprojekt und Praktikum
Laborphasen werden in sechs Modulen angeboten und sind durchgehend freiwillig. Im Vorgängerstudiengang waren sie in zwei Modulen Pflicht und in den übrigen gar nicht verfügbar – die Pflicht ist entfallen, das Angebot dafür ausgeweitet, weil die Praxisanteile insgesamt gestiegen sind. Die Labore stehen in Ellwangen und Kassel. Eine Laborphase dauert in der Regel anderthalb Tage, meist von Freitagabend bis Samstag, und du wählst aus mehreren Terminen. In der Laborphase zur Lebensmittelverarbeitung stellen die Studierenden zum Beispiel Joghurt, Speiseeis und Apfelsaft her und untersuchen, wie Rohstoff und Verfahren das Ergebnis verändern.
Beim Praxisanteil entscheidest du dich zwischen zwei Varianten, die beide mit 12 ECTS bewertet werden:
| Praxisprojekt | Ernährungswissenschaftliches Praktikum | |
|---|---|---|
| Form | Kleine wissenschaftliche Arbeit mit deutlichem Praxisbezug | Betriebspraktikum, 240 Stunden bzw. sechs Arbeitswochen |
| Thema | Eigener Vorschlag, betreut durch eine Lehrperson | Betrieb selbst gesucht, Aufteilung auf bis zu drei Betriebe möglich (mindestens 80 Stunden je Betrieb) |
| Zeitpunkt | Im Studienverlauf | Ab dem ersten Semester möglich, über das gesamte Studium streckbar |
| Für E-Zert | Nicht ausreichend | Erforderlich |
Für Berufstätige ist die Aufteilbarkeit des Praktikums der entscheidende Punkt: Zwei Wochen Urlaub plus ein fester Wochentag über mehrere Monate reichen aus. Wer bereits in einem fachlich passenden Betrieb arbeitet, kann die laufende Tätigkeit prüfen lassen.
Zeitaufwand und Flexibilität
Rechne in der Regelstudienzeit mit rund 29 Stunden pro Woche. Das ist die ehrliche Zahl hinter 180 ECTS in sechs Semestern und faktisch ein zweiter Job. Neben einer Vollzeitstelle ist dieses Tempo für die wenigsten realistisch – deshalb gibt es die längeren Zahlmodelle: Bei 72 Monaten Studiendauer sinkt der Aufwand rechnerisch auf etwa 15 Stunden pro Woche.
Unabhängig vom gewählten Modell kannst du die Studienzeit kostenfrei um bis zu 36 Monate verlängern. Diese Pufferzeit ist im Fernstudium der wichtigste Sicherheitsmechanismus: Berufswechsel, Elternzeit oder eine Krankheitsphase kosten dich damit keine zusätzlichen Gebühren.
Was kostet der B.Sc. Ernährungswissenschaften an der SRH Fernhochschule?
Die Gebühren liegen je nach Zahlmodell zwischen 15.163,92 Euro und 16.927,92 Euro. Die niedrigste Monatsrate und der niedrigste Gesamtpreis gehören zu verschiedenen Modellen – wer lange zahlt, zahlt insgesamt mehr. Alle genannten Preise enthalten den NoLimits-Bonus der Hochschule von 1.000 Euro.
| Modell | Laufzeit | Monatsrate | Gesamtpreis |
|---|---|---|---|
| Flex 1 | 36 Monate | 421,22 € | 15.163,92 € |
| Flex 2 | 50 Monate | 329,00 € | 16.450,00 € |
| Flex 3 | 72 Monate | 235,11 € | 16.927,92 € |
Der Aufpreis für das längste Modell beträgt rund 1.764 Euro gegenüber Flex 1 – knapp zwölf Prozent für 36 Monate mehr Zeit. Ob sich das lohnt, hängt weniger am Geld als an der Abbruchwahrscheinlichkeit: Ein Modell, das du neben deiner Arbeitsrealität durchhältst, ist günstiger als ein günstiges, das du abbrichst. Wichtig ist, dass die Rate mit dem Ende der Laufzeit endet, während die kostenfreie Verlängerung um bis zu 36 Monate zusätzlich gilt.
Bei der Finanzierung gilt für den überwiegenden Teil der Studierenden:
- Steuerliche Absetzbarkeit: Als Fortbildung im ausgeübten oder angestrebten Beruf sind die Gebühren in der Regel absetzbar – als Werbungskosten, wenn du bereits eine Erstausbildung abgeschlossen hast.
- Anrechnung senkt die Rechnung: Bis zu 18 anrechenbare ECTS entsprechen bis zu 720 Euro weniger Gebühren.
- Kein Bildungsgutschein: Der Studiengang ist nicht AZAV-zertifiziert, eine Förderung über die Agentur für Arbeit scheidet damit aus.
- BAföG nur eingeschränkt: Ein berufsbegleitendes Fernstudium neben einer Vollzeittätigkeit ist in aller Regel nicht förderfähig.
- Arbeitgeberbeteiligung: Gerade in Kliniken, Gemeinschaftsverpflegung und Lebensmittelbetrieben lohnt die Frage – der fachliche Bezug zur Stelle ist meist offensichtlich.
Wie sich das Preisniveau im Fach einordnet, zeigt der Blick auf die Alternativen: Alle Fernstudiengänge in Ernährungswissenschaften im Vergleich.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Studium möglich?
Die klassischen Tätigkeitsfelder sind Lebensmittelwirtschaft, Ernährungsberatung und Ernährungstherapie. Dazu kommen Gesundheitswesen, Öffentlichkeitsarbeit und Fachjournalismus, Bildungsarbeit sowie Forschung. Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen arbeitet angestellt, ein anderer plant die Selbstständigkeit – häufig langfristig und aus einer Anstellung heraus.
- Ernährungsberatung und -therapie: in Praxen, Kliniken, Gesundheitszentren, bei Krankenkassen oder selbstständig. Der Weg in die Therapie führt über ein Fachverbandszertifikat.
- Lebensmittelwirtschaft: Produktentwicklung, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Sensorik, Marketing. Hier liegt ein großer Teil der ausgeschriebenen Stellen.
- Gesundheits- und Verbraucherorganisationen: Verbraucherzentralen, Verbände, Krankenkassen, betriebliche Gesundheitsförderung.
- Kommunikation: Fachjournalismus, Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit, Content für soziale Medien. Die Prüfungsformate Flyer und Lehr-Lern-Video zahlen direkt darauf ein.
- Forschung und Lehre: als wissenschaftliche Mitarbeit an Hochschulen und Instituten – realistisch meist erst nach einem Master, in Einzelfällen auch mit Bachelor.
Bei den Gehältern ist Vorsicht angebracht, weil die Spanne im Fach ungewöhnlich breit ist. In der Industrie liegen Qualitätsmanagement und Produktentwicklung deutlich über der Beratung; in der freiberuflichen Ernährungsberatung entscheidet die Auslastung, nicht der Abschluss. Belastbare Orientierung geben der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und tarifgebundene Stellen im Gesundheitswesen – pauschale Durchschnittswerte aus Gehaltsportalen bilden dieses Feld schlecht ab.
Einen konsekutiven Master in Ernährungswissenschaften bietet die SRH Fernhochschule selbst nicht an; für ein Masterstudium verweist sie auf die Schwesterhochschule und berät beim Übergang. Fachlich benachbart im eigenen Portfolio liegt der M.Sc. Prävention und Gesundheitspsychologie.
Für wen lohnt sich das Fernstudium Ernährungswissenschaften – und für wen nicht?
Der Studiengang passt, wenn du Ernährung fachlich fundieren willst und Ortsunabhängigkeit brauchst. Er passt nicht, wenn du einen schnellen Berufszugang suchst oder mit den Naturwissenschaften fremdelst.
Das Studium passt zu dir, wenn:
- du bereits im Feld arbeitest – als Ernährungscoach, in Gastronomie, Hauswirtschaft, Pflege oder Lebensmittelbetrieb – und dein Praxiswissen wissenschaftlich absichern willst.
- du in die Ernährungstherapie willst und einen Studiengang brauchst, der die theoretischen Anforderungen der ab 2030 geltenden DGE-Zulassungsempfehlungen bereits heute abbildet.
- du keine Hochschulzugangsberechtigung hast, aber Ausbildung plus Aufstiegsfortbildung oder drei Jahre Berufserfahrung mitbringst.
- dein Alltag unplanbar ist und du ein Modell brauchst, das du bremsen kannst, ohne Gebühren nachzuzahlen.
- dich die Breite reizt – von Lebensmittelanalytik über Diätetik bis Ernährungspsychologie – und du dich erst gegen Ende festlegen willst.
Such dir eine Alternative, wenn:
- du dich für Ernährung, aber nicht für Naturwissenschaft interessierst. Chemie, Biochemie, Mikrobiologie und Physiologie sind Pflicht und stehen früh im Studienverlauf. Wer diese Module nur überstehen will, bricht meist in den ersten drei Semestern ab.
- du keine Präsenztermine einrichten kannst. Die Chemie-Klausur wird ausschließlich vor Ort geschrieben. Für Studierende außerhalb der Reichweite eines Prüfungszentrums ist das ein echtes Hindernis, kein Detail.
- du 240 Stunden Praktikum nicht unterbringst und trotzdem in die Ernährungstherapie willst. Das alternative Praxisprojekt erfüllt die Anforderungen der Fachverbände nicht.
- der Preis den Ausschlag gibt. Mit gut 15.000 bis 17.000 Euro liegt das Studium im gehobenen Bereich der privaten Fernhochschulen. Staatliche Alternativen sind deutlich günstiger, bieten das Fach aber selten als Fernstudium an.
- du eine reglementierte Berufszulassung brauchst. Diätassistentin oder Diätassistent ist ein bundesrechtlich geregelter Ausbildungsberuf – dieser Bachelor ersetzt ihn nicht.
Wie die Studiengangsleitung den Studiengang selbst einordnet, kannst du im vollständigen Transkript unseres Interviews nachlesen: Prof. Dr. Bianca Müller über den neuen Bachelor Ernährungswissenschaften. Alle Studiengänge der Hochschule findest du im Profil der SRH Fernhochschule.
Häufige Fragen zum Fernstudium Ernährungswissenschaften an der SRH
Ja. Der Studiengang durchlief eine Konzeptakkreditierung; die externe Evaluation fand am 04.12.2025 statt. Das Gutachtergremium aus Wissenschaft, Berufspraxis und Studierendenvertretung hat die Einführung mit Empfehlungen und ohne Auflagen befürwortet. Empfohlen wurden unter anderem ein Ausbau englischsprachiger Wahlmodule und eine deutlichere Kommunikation des Forschungsanteils. Die SRH Fernhochschule ist staatlich anerkannt, der Fernstudiengang trägt die ZFU-Zulassungsnummer 1112820.
Beide zählen 12 ECTS, sind aber unterschiedliche Formate. Das Praxisprojekt ist eine kleine wissenschaftliche Arbeit mit Praxisbezug zu einem selbst vorgeschlagenen Thema, betreut durch eine Lehrperson. Das Praktikum ist ein Betriebspraktikum über 240 Stunden. Für die E-Zert-Qualifikation und die DGE-Zulassungsempfehlungen wird das Praktikum verlangt – das Praxisprojekt reicht dafür nicht.
In der Regel ja, und häufig in erheblichem Umfang. Angerechnet werden können sowohl Module (bis zu 18 ECTS, das entspricht bis zu 720 Euro geringeren Gebühren) als auch Praxiszeiten für das ernährungswissenschaftliche Praktikum. Die Prüfung ist kostenfrei; eingereicht werden Zeugnisse, Modulhandbücher und Tätigkeitsnachweise. Entscheidend sind Inhalt und Stundenumfang im Verhältnis zum jeweiligen Modul.
Bei Klausuren wählst du grundsätzlich zwischen einer Online-Prüfung und einem Termin in einem der 22 Studien- und Prüfungszentren der Hochschule in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden. Die Klausur im Modul Chemie ist davon ausgenommen und wird ausschließlich vor Ort geschrieben. Ein Teil der Prüfungsleistungen – Hausarbeiten, Fallstudien, Poster, Flyer, Lehr-Lern-Videos, Lerntagebücher – ist ohnehin ortsunabhängig.
Nein. Laborphasen werden in sechs Modulen angeboten und sind vollständig freiwillig. Im Vorgängerstudiengang waren sie in zwei Modulen Pflicht; mit der Neuauflage ist die Pflicht entfallen und das Angebot zugleich ausgeweitet worden. Die Labore stehen in Ellwangen und Kassel, eine Phase dauert meist anderthalb Tage von Freitagabend bis Samstag. Wer in die Lebensmittelwirtschaft will, sollte die Termine trotz Freiwilligkeit einplanen.
Der Bachelor ist mit 180 ECTS ein regulärer, konsekutiv anschlussfähiger Abschluss. Einen ernährungswissenschaftlichen Master bietet die SRH Fernhochschule allerdings selbst nicht an – für ein Masterstudium verweist sie auf die Schwesterhochschule und berät beim Übergang. Im eigenen Portfolio liegt fachlich benachbart der M.Sc. Prävention und Gesundheitspsychologie.
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