Ich warte...

...zwar noch auf die vierte Lieferung meines Fernkurses "Kurzgeschichten schreiben" von der NHAD, aber habe auch schon das nächste Fernstudium im Kopf. Nachdem ich mich jahrelang durch Schule und Studium gequält habe, möchte ich jetzt endlich lernen, was ich will. Wenn ich mit Kurzgeschichten fertig bin, möchte ich einen Kurs zum Drehbuchschreiben bei der ILS belegen.

Beitrag veröffentlicht vor 2 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr).

Kommentare und Fragen

Michaela Günther

Ja, wenn man das kann. Erstmal ist ein Bewusstseinstrom nicht gerade meine Stärke, weder geschrieben, noch gedacht. Ich vergesse dann irgendwann einfach worum es geht. Und zweitens kommen leider die Sachen, die ich gerade für diese Geschichte, die ich schreiben will, im Kopf habe, irgendwie nicht in den Text. Keine Ahnung warum, also muss ich halt planen. Sonst erzähle ich drum herum. Aber schöner geschrieben wirkt es auf jeden Fall, wenn man nicht zu viel denkt und einfach schreibt, was man so fühlt. Meine Geschichten wirken jetzt auf mich, wenn ich es mit dem vergleiche, wie Du schreibst, eher für Kinder geschrieben, als für Erwachsene. Ich hoffe ja, dass es einfacher wird, wenn ich weiß, was ich schreiben will und ich mich dann auch mehr auf das WIE konzentrieren kann. Machen die Leute in Deinem Buch über 300 Seiten wirklich nichts anderes als Drogen zu konsumieren? Ich meine, da kommt doch sicher irgendwann der große Absturz, oder verrätst Du sowas nicht? Aber es ist auf jeden Fall so geschrieben, dass man sich mitten drin fühlt.

Wolf

Ich will mich nicht selbst interpretieren, aber eigentlich geht es weniger um die Drogen, die sind nur Aufhänger und die Szenerie, in der sich der Protagonist verliert. Es ging für mich beim Schreiben her um die Themen „Verkopfung“, Körper usw. Die Großstadt ist auch ein wichtiges Thema, zumindest für mich beim Schreiben gewesen. Aber das entscheidet jeder Leser für sich selbst, worum es geht.

Also beim Reinlesen bei dir dachte ich aber auch, dass ich gerne so schreiben würde. Es wirkte sehr ruhig und klar auf mich. Das scheint deine Stärke zu sein, vielleicht solltest du darauf aufbauen, auf die konsequente Entwicklung und Verwicklung von Plots.

Hat hat jeder seine Art, an die Sache zu gehen, und sehr viele Autoren, wenn nicht die meisten, müssen halt von Anfang an plotten. Vielleicht kommt es auch auf die Thematik an, bei meiner war das nicht möglich. Später werde ich mich damit bestimmt auch mal intensiv auseinandersetzen.

Sonst erzähle ich drum herum.
Ja, das habe ich halt gemacht, ich hab mich dann einfach ein wenig im Text verloren. Aber das war schon okay und musste so sein, das wusste ich und hab es trotzdem veröffentlicht.

Meine Geschichten wirken jetzt auf mich, wenn ich es mit dem vergleiche, wie Du schreibst, eher für Kinder geschrieben, als für Erwachsene.

Find ich gut :) Ich will auch nicht mehr so schreiben (müssen). Das musste halt raus und gut ist. Ich will auch lieber für "Kinder" schreiben.

Ich hoffe ja, dass es einfacher wird, wenn ich weiß, was ich schreiben will und ich mich dann auch mehr auf das WIE konzentrieren kann.

Ja, wie gesagt, ich denke, wenn man was zu erzählen hat, ist das kein Problem. Einfach erzählen, was es zu erzählen gibt. Ein Blog ist dafür auch eine gute Übung. Man erzählt seine Gedanken, man erzählt Anekdoten, und dann erzählt man kurze Geschichten, und dann hat man vielleicht schon jede Menge Stoff für eine längere und strukturierte Erzählung.
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Michaela Günther

Den Namen Tilde Kreul hab ich mir umständlich aus zwei Namenslexika herausgesucht, in der Hoffnung, dass niemand so heißt, denn die Tilde macht ja ziemlich verrückte Sachen aufgrund ihrer "Krankheit".

Ich hätte vielleicht den Rest der Kurzbeschreibung weglassen können, aber es sind ja mehrere Geschichten und ich wollte, dass die Vielfältigkeit auch rüber kommt. Das Wort schrullig hab ich auch lange gesucht. Aber meine Geschichten sind vermutlich alle etwas schrullig.

Der Nachteil beim Veröffentlichen nur auf Amazon wäre gewesen: Freunde oder Kunden, die keinen Kindl haben, sondern einen Tolino, könnten die Datei nicht öffnen, da Amazon ja dieses merkwürdige Format hat. Man kann dann zwar auf dem PC oder anderen Geräten mit der App lesen, aber das ist sehr anstrengend für die Augen.

Nachdem ich etwas von Deiner Vorschau gelesen habe, ist mir bewusst geworden, dass ich bei meinem Schreiben vielleicht auch mal mutiger werden sollte. Im Moment kämpfe ich aber noch mit dem Plot. Ich habe das Talent logische Fehler einzubauen, wenn ich nicht alles tausendmal durchkaue.

Wolf

Der Nachteil beim Veröffentlichen nur auf Amazon wäre gewesen: Freunde oder Kunden, die keinen Kindl haben, sondern einen Tolino, könnten die Datei nicht öffnen, da Amazon ja dieses merkwürdige Format hat. Man kann dann zwar auf dem PC oder anderen Geräten mit der App lesen, aber das ist sehr anstrengend für die Augen.

Ja, deswegen zusätzlich auf Google Play oder iTunes, dort sind die Dateien dann im üblichen iPub-Format zu kaufen. Auf Google Play lässt es sich vergleichsweise einfach einstellen, wenn man über iTunes verkaufen, braucht man schon 'ne Weile, bis alles klappt.

Nachdem ich etwas von Deiner Vorschau gelesen habe, ist mir bewusst geworden, dass ich bei meinem Schreiben vielleicht auch mal mutiger werden sollte. Im Moment kämpfe ich aber noch mit dem Plot. Ich habe das Talent logische Fehler einzubauen, wenn ich nicht alles tausendmal durchkaue.

Unbedingt mutig, keine Kompromisse! :) Zumindest ist das mein Credo. Bei meinen Text gibt es auch nicht viel klassischen Plot, ist einfach ein Bewusstseinstrom auf 300 Seiten, der seine Längen und wenig Pointen hat. Letztendlich habe ich mich nie wirklich damit auseinandergesetzt, wie man einen Plot aufbaut, oder mit Dramentheorien und dergleichen.

Meine Prämisse ist: Erzähle das, was erzählt werden muss. Wenn ich einem Freund oder Bekannten 'ne Story erzähle, überlege ich vorher auch nicht, wie der Plot aufgebaut sein muss. Ich gebe zu, das ist schon waghalsig und sicher nicht jedermanns Sache, aber ich werde so mit den nächsten Sachen sicher einen ganz eigenen typischen Stil entwickeln.
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Michaela Günther

Bei Neobooks hätte ich es auch gratis anbieten können, aber nur ganz am Anfang und das habe ich dann beim Überarbeiten vergessen so einzustellen bzw. ich wusste nicht, dass es nur am Anfang geht. Jetzt kann ich immer noch Aktionen machen, bei denen ich das Buch etwas preisgünstiger anbiete.

Ich habe dort auch eine erste Rezension bekommen, weil ich im Forum den Leuten mein Herz ausgeschüttet habe. Die Vorschau hatte ich vorher auf 25% gesetzt, sodass man die erste Geschichte auf jeden Fall ganz lesen konnte. In der Rezension heißt es dann, der Name würde nicht passen und es fehle eine Personenbeschreibung, damit man sich die Leute besser vorstellen kann.

Falls Du selbst mal die Vorschau lesen willst, ich weiß nicht, ob sie überall auf 25% gesetzt ist:
https://www.neobooks.com/ebooks/m-e-g---was-mit-tilde-kreul-passierte-ebook-neobooks-44216

Meine Freundin hatte schon eine andere Geschichte durchgelesen und meinte, ihr wäre der Anfang zu sehr in die Länge gezogen. Sowas ist total interessant zu wissen. Auf Facebook habe ich jetzt sogar Diana Hillebrand als Freundin. Ich habe schon so einige Schreibratgeber von ihr gelesen. Die Frau hat es wirklich drauf. Hab mir extra auf meine alten Tage e-reader gekauft, damit ich öfter dazu komme, die Sachen zu lesen.

Bei Neobooks ist zwar nicht alles super, zum Beispiel muss ich immer jedes Kapitel einzeln abspeichern, weil meine Dateien grundsätzlich nicht angenommen werden, aber dafür ist es gratis, mit Forum und einfach. Und inzwischen kann man wählen, ob man bei Amazon selbst veröffentlicht (weil es dann mehr Geld gibt) oder es Neobooks machen lässt. Das finde ich eigentlich sehr fair.

Was schreibst Du denn so bzw. hast Du schon veröffentlicht?

Wolf

Als Selfpublisher ist es sicher unabdingbar, HTML zu beherrschen. Sowohl um das E-Book selbst herstellen zu können als auch zum Bloggen. Grundkenntnisse in Typografie können auch nicht schaden. Sobald man etwas verdient bzw. Geld zum Investieren hat, kann man es ja machen lassen, aber schadet sicher nicht, das zu beherrschen.

Meine Freundin hatte schon eine andere Geschichte durchgelesen und meinte, ihr wäre der Anfang zu sehr in die Länge gezogen. Sowas ist total interessant zu wissen.

Ja, Feedback von Freunden und Familie hat schon was, aber ich hab mich da noch nie drauf verlassen, die sind einfach zu befangen. Kundenfeedback ist gut, das knallharte à la Daumen hoch oder runter, und konstruktives Feedback von anderen Autoren bzw. von Lektoren und Kennern, wenn man vorankommen will.

Falls Du selbst mal die Vorschau lesen willst, ich weiß nicht, ob sie überall auf 25% gesetzt ist.

Die Leseprobe lässt sich leider nur als ePub laden, was sich auf dem Rechner nicht so einfach öffnen lässt. Auf Amazon kann man aber reinlesen. Ich finde, dass du mich schon mit der Kurzbeschreibung fangen müsstest, aber die ist etwas zu lang, und auf Amazon zudem ziemlich unleserlich. Ein bisschen catcht mit aber natürlich das Wort "schrullig", das gefällt mir, auch der Name Tilde Kreul weckt sofort Assoziationen in Richtung schrullig.

Bei Neobooks ist zwar nicht alles super, zum Beispiel muss ich immer jedes Kapitel einzeln abspeichern, weil meine Dateien grundsätzlich nicht angenommen werden, aber dafür ist es gratis, mit Forum und einfach. Und inzwischen kann man wählen, ob man bei Amazon selbst veröffentlicht (weil es dann mehr Geld gibt) oder es Neobooks machen lässt. Das finde ich eigentlich sehr fair.

Ich denke, dass das für den Anfang auf jeden Fall okay ist, um Erfahrungen zu sammeln. Ich hab so auch meine Erfahrungen mit Bod gemacht vor 2 Jahren. Man schaut sich dann für die nächste Veröffentlichung ganz automatisch nach besseren Möglichkeiten um. Die meisten Leser sind halt über Amazon zu finden.

Was schreibst Du denn so bzw. hast Du schon veröffentlicht?

Lange Geschichte ;-) http://www.amazon.de/Fümnzwanzich-Roman-Olle-Wolf/dp/1502878119/
Wolf

Ich finde die Vorstellung gut, dass man wöchentlich kleine Beträge verdient, sieht, wieviele Leute das Buch wirklich kaufen und dann zu treuen Lesern werden, die das nächste auch wieder kaufen.

Ja, finde ich auch. Deswegen nutze ich auch Createspace und Amazon KDP. Wenn das Buch erst einmal auf Amazon gut verknüpft wird, verkauft es sich schon und bekommt Rezensionen (voraussgesetzt, ist gut und interessant für die Zielgruppe). Ich mache nicht mal irgendeine Art von Marketing, das läuft trotzdem ganz von alleine.

Na ja, wenn man mit Büchern wirklich Geld verdienen will, muss man auch einen entsprechend hohen Leserkreis bedienen. Mit Liebesromanen, mit Krimis, oder auch mit Ratgebern. Sowas ist nicht meine Sache, aber wenn man wirklich will, kann man definitiv in absehbarer Zeit davon leben. Gibt genügend Beispiele von Selfpublishern, die das über Amazon geschafft haben.

Bei Neobooks konnte ich auch noch nach der Veröffentlichung überarbeiten und das Buch ist nun wirklich überall zu kaufen.
Das kannst du auch über Amazon KDP, und du bekommst dann mehr Provision, weil du nichts an den Vertrieb (Neobooks) abdrücken musst. Aus meiner Sicht reicht Amazon ganz und gar. Wenn das Buch auf Amazon ist, kann man überlegen, es noch in iTunes und google Play zu stellen; aus meiner Sicht reicht Amazon aber für den Anfang vollkommen.
Ich war auch zuerst bei BOD und hab mich eigentlich nur geärgert.

Vermutlich könnte ich mit einem Ernährungsratgeber mehr Geld verdienen. Aber vielleicht habe ich den Punkt auch verpasst, denn die Leute werden langsam wieder vernünftiger.
Auf keinen Fall, das ist momentan ein ganz großes Thema. Davon abgesehen: Wenn du dich als literarische Autorin etablieren willst, ist es evtl. schwer, Ratgeber zu veröffentlichen. Ich arbeite auch an einem, den werde ich aber definitiv nicht unter meinem Künstlernamen veröffentlichen. Wenn man ein bisschen versteht, wie Marketing funktioniert, muss man auch nicht sofort sehr bekannt sein.

Erkannt habe ich das leider erst nachdem ich es veröffentlicht hatte. Da kann man sagen: Zum Glück hatte es da noch niemand gekauft.
Das gehört dazu, zum Selfpublishing-Lernprozess. Wenn man keinen Lektor hat, der einem auf die Finger klopft, muss man halt auf die „harte Tour“ lernen, nämlich durch Kundenrezensionen und -meinungen. Und die sind meist unerbittlicher als jeder Lektor. Am unerbittlichsten natürlich dann, wenn niemand kauft und liest.

Dann hätte ich 5 Leute, die Rezensionen schreiben. Aber bisher hat sich noch nichts geändert.
Über Amazon KDP kannst du Werbeaktionen starten. Du kannst das E-Book dann für einen begrenzten Zeitraum (bis 5 Tage) verschenken. Mit etwas Glück, fällt dadurch die ein oder andere Rezension ab. Hat bei mir geklappt.

Michaela Günther

Mein Plan war die Selbstveröffentlichung von Anfang an. Darum lese ich auch so viele Schreibratgeber. Ich finde die Vorstellung gut, dass man wöchentlich kleine Beträge verdient, sieht, wieviele Leute das Buch wirklich kaufen und dann zu treuen Lesern werden, die das nächste auch wieder kaufen. Meine Rente wird trotz harter Arbeit und kaputtem Fuß/Arm nicht so hoch ausfallen. Im Grunde bin ich eine studierte Putzfrau mit meinem Ökotrophologiestudium. Und ein Journalismusfernstudium hab ich auch noch hinter mir (unter anderem). Lottogewinn und Selbstveröffentlichungen sind trotzdem meine einzige Hoffnung.

Und Unabhängigkeit von Verlagen war mir wichtig. Hauptsächlich baue ich auf e-books. Bei Neobooks konnte ich auch noch nach der Veröffentlichung überarbeiten und das Buch ist nun wirklich überall zu kaufen. Natürlich sollte man das nicht müssen, aber bei der Veröffentlichung hatte ich den Papyrus-Autor noch nicht. Ich benutze das auch nur zum Feinschliff. Den Text plane ich jetzt in einer Art Karteikartensoftware und schreibe mit Fokuswriter.

Vermutlich könnte ich mit einem Ernährungsratgeber mehr Geld verdienen. Aber vielleicht habe ich den Punkt auch verpasst, denn die Leute werden langsam wieder vernünftiger. Vielleicht kann ich ja irgendwann meine Gedanken so ordnen, dass ich ein Ernährungsratgeber schreibe oder etwas zu einem anderen Thema. Das mache ich aber lieber erst, wenn ich als erfolgreiche Person wahrgenommen werden kann und nicht als studierte und frustrierte Putzfrau, denn das ist nicht gerade ein Verkaufsargument.

Ich muss aber ehrlich sagen, dass es mich ganz schön eingeschüchtert hätte, wenn die Kurzgeschichten von Anfang an sehr stark gekauft und rezensiert worden wären, denn die erste Version, die ich veröffentlicht hatte, war nicht so berauschend. Viele Rechtschreibtfehler und auch ein paar Löcher im Text, was die Handlung betrifft. Erkannt habe ich das leider erst nachdem ich es veröffentlicht hatte. Da kann man sagen: Zum Glück hatte es da noch niemand gekauft.

Jetzt habe ich das Buch über ebook.de an meine Freundin verschenkt, die es sich durchlesen und eine Rezension für mich schreiben will. Da bin ich schon sehr gespannt darauf. Manche bieten auch ihre Kurzgeschichten gratis an oder verkaufen sie einzeln. Und auf Xing habe ich einen Link gepostet, wo man das Buch kaufen und verschenken kann (ebook.de). Den ersten vier, die sich dort bei mir melden, wollte ich es dann schenken. Dann hätte ich 5 Leute, die Rezensionen schreiben. Aber bisher hat sich noch nichts geändert.

Ich denke es war gut, dass ich mit meinen Kurzgeschichtenband die ganze Sache mal üben konnte. Bei meinem Roman oder dem nächsten Kurzgeschichtenband wird dann alles von Anfang an richtig gemacht. Ich überlege auch, eine noch nicht veröffentlichte Geschichte mal bei Wortkrieger zur Diskussion zu stellen, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es schlecht wäre, wenn ich es dann veröffentlichen will.

Michaela Günther

Meine jetzige Arbeit ist sehr hart und ich hab schon Probleme gesundheitlich. Wäre natürlich schön, wenn anders Geld reinkäme, aber ich schätze, da muss ich noch viel lernen. Vor allen Dingen auch Selbstvermarktung. Ich habe die Kurzgeschichten auf Neobooks veröffentlicht, daher kann man sie jetzt fast überall kaufen. Ich musste mir auch Autorensoftware kaufen, weil ich einfach Rechtschreibung und Grammatik nicht so astrein beherrsche.

Ich habe auch erst mal so geschrieben und das, was ich jetzt als Roman schreiben will, ist ein Schreibmarathon gewesen. Mir ist aufgefallen, dass ich so keinen längeren Text hinbekomme, der mir dann auch gefällt, bei Kurzgeschichten passt es aber ganz gut. Jetzt lese ich zwischendurch Schreibratgeber und das bringt schon manchmal auf gute Ideen und ich finde Lösungen, die ich sonst vermutlich nicht gefunden hätte. Meine Fortschritte, wenn man es so nennen kann, schreibe ich in meinen Blog, damit ich nicht vergesse, was ich schon geschafft habe. Der nächste Schritt, wenn der Roman fertig ist, wäre dann das Drehbuch dazu. Aber das ist noch in weiter Ferne.

Wolf

Ich musste mir auch Autorensoftware kaufen, weil ich einfach Rechtschreibung und Grammatik nicht so astrein beherrsche.

Was für Software? Rechtschreibung ist m.E. nebensächlich, das kann dann ein Lektor/Korrektor machen bzw. kümmert man sich darum vor allem beim Überarbeiten. Überhaupt ist das Überarbeiten, denke ich, der Schritt, bei dem der eigentliche Text entsteht. Grammatik sollte natürlich sitzen. Meine Lieblingswerkzeuge fürs Überarbeiten:


Ich habe auch erst mal so geschrieben und das, was ich jetzt als Roman schreiben will, ist ein Schreibmarathon gewesen.

Ja, wobei der eigentliche Marathon dann das Überarbeiten ist, vor allem, wenn man selbst & ohne Verlag veröffentlicht.

Wäre natürlich schön, wenn anders Geld reinkäme, aber ich schätze, da muss ich noch viel lernen. Vor allen Dingen auch Selbstvermarktung.

Ich denke, dass man als Autor (ähnlich wie als Musiker) nicht mehr nur durch Buchverkäufe verdient, sondern vor allem durch Lesungen, evtl. Merchandising, Vorträge, Artikel in Zeitungen usw. Bis man da genug verdient, braucht man schon einen Namen, das kann Jahre dauern.
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Michaela Günther

Man bekommt für ein Jahr 4 Script-Lieferungen. Die lies man sich durch. Insgesamt sind es 48 Lektionen, alle mit einer Hausaufgabe am Ende. Meistens lautet diese, man soll eine Kurzgeschichte schreiben. Das Thema ist sehr oft frei wählbar, aber manchmal auch eingegrenzt. Die maximale und minimale Seitenzahl ist vorgegeben. Manchmal gibt es auch andere Aufgaben wie Dialogübungen, Fragen zur eigenen Motivation beantworten, eine Kurzbiografie schreiben oder einen Journalistischen Text schreiben. Im Moment wird das Script wohl überarbeitet, darum warte ich auf die vierte und letzte Lieferung. Davor habe ich einen Kurs beim ILS gemacht über 9 Monate "Kreatives Schreiben", das war auch sehr gut. Viel Stoff und Hintergrundwissen und kürzere, aber schwerere Hausaufgaben. Und was die Bewertung betrifft, war es im vorherigen Kurs bei der ILS immer so, dass ich mehrere Seiten Bewertung durchlesen durfte, beim dem jetzigen Kurs ist es oft nur ein einziger Satz. Trotzdem hat es mich weiter gebracht, weil ich viele Kurzgeschichten geschrieben habe und einige habe ich mich sogar schon getraut zu veröffentlichen. Hat nur noch niemand gekauft :)

Wolf

Ah ja, bei Kurzgeschichten ist das glaube ich so eine Sache, da sollte man schon etwas bekannter sein. Wie hast du versucht, sie zu verkaufen, über Amazon? Einzeln?

Das ist, denke ich, die beste Art, ins (literarische Schreiben) zu kommen, ständig und regelmäßig schreiben und üben. Ich hatte vor paar Jahren auch mal überlegt, so einen Kurs zu machen, „Schule des Schreibens“ (Hamburger Akademie), aber hab es dann doch nicht gemacht.
Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass ich mich bisher fast gar nicht mit Theorie beschäftigt habe. Das heißt aber nicht, dass Theorie nicht auch was nützt, meiner Meinung. Kommt ganz aufs Genre an, denke ich. Vor allem für Drehbücher kann ich mir vorstellen, dass es nützlich ist, sich ausgiebig damit zu beschäftigen. Bei meinem Genre war/ist es besser, quasi frei Schnauze zu schreiben.

Wo steuerst du hin? Willst du als Autorin vom schreiben leben können?
Wolf

Hallo Michaela,
was lernt man denn so in diesem Kurs, bzw. wie lernt und übt man literarisches Schreiben? Bekommst du Schreibaufgaben und die werden dann beurteilt? Und wenn ja, werden die nur von Lehrern beurteilt oder auch von anderen Teilnehmern?

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