Alles fängt irgendwann an...

... auch das Schreiben.

Ich bastele an der Idee zu einem Roman.

Roman -  klingt für mich gut, da ich viel (wirklich viel!) lese und zig-tausend Ideen (das ist übertrieben!) im Kopf habe, die allerdings nicht strukturiert sind. Noch nicht.  Deswegen habe ich mich bei der Roman-Werkstatt (HAF, Schule des Schreibens) angemeldet, um eine Struktur für all diese Gedanken, die mich umtreiben, zu finden.  

Eine günstige Zeit zu schreiben ist ab Mitternacht. Dann habe ich Zeit!

Nachts ergeben sich andere Gedanken als bei Tag. Nachts sterben viel mehr Leute als tagsüber. Das ist nur bei mir so und muss für sonst keinen gelten. ;)

In 10 Minuten ist wieder Mitternacht. Ich bin dann mal weg... zum Schreiben.

Beitrag veröffentlicht vor 7 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr).

Kommentare und Fragen

Huhu,

bin sehr gespannt auf weitere Blogbeiträge von dir. Ich schreibe selbst sehr gerne Geschichten und befasse mich sehr viel mit dem Thema, eben auch in Puncto Schreibtechniken etc.

Ich denke, das Wichtigste ist tatsächlich, dass man im Vorfeld seine Figuren ausarbeitet, denn wenn sie erst einmal "leben", schreibt sich vieles von selbst. Genauso wichtig finde ich aber, dass man auch einfach drauf los schreibt. Daraus ergeben sich oft tolle Konstellationen. Charaktere entwickeln sich plötzlich in eine ganz andere Richtung und das ist richtig spannend. Bin gespannt, was du noch über den Kurs zu erzählen hast.

lg Steffi

werkstattschreiber

Das Gute bei meinem Kurs ist, dass ich keinen Druck bezügl. Klausuren oder ähnlichem habe. Ich muss „nur“ schreiben und mich an meine selbst gesetzten Termine halten. L1 und P1 der FeU habe ich zu Hause und L1 gelesen (P1 nur zum Teil). L1 war ein spannender Kurs, das auf jeden Fall.

Wolf

Ja, der Aufwand kann ja auch ganz unterschiedlich sein. Von Dostojewski z.B. habe ich irgendwann mal gelesen, dass der konzeptioniert und konzeptioniert hat, bis zur Erschöpfung. Das Schreiben ging dann flott, musste es teilweise auch, wegen wöchentlicher Veröffentlichungen in Zeitungen und (Spiel-)Schulden, seine arme Frau musste sicher oft zum Schreiben antreten. Den Romanen merkt man dieses Durchkonstruierte an, und auch dadurch sind sie Meisterwerke, bei denen jedes Detail sitzt, finde ich.

Goethe z.B. hat seinen Faust auch über viele Jahre entwickelt, der Faust und seine Figuren sind quasi mit ihm gewachsen. Andere Werke entstanden eher aus kommerziellen Gründen, weil es damals langsam möglich war, dass ein Autor mit seiner Arbeit Geld verdient. Dafür hatte Goethe seit dem Werther sicher gute Voraussetzungen, weil die Nachwuchschriftsteller in ihm eine Art Gott sahen, und alles für eine Meinung über ihr Werk von ihm taten.

Vielleicht hilft es ja, einzelne Figuren für einen Roman in kurzen Episoden zu entwickeln, vielleicht in Kurzgeschichten. Wobei Kurzgeschichten noch einmal eine Herausforderung für sich sind, aber hauptsache man schreibt und erweckt die Figuren zum Leben auf dem Papier, denke ich.

Auf jeden Fall ein schönes Studium, das du machst, so ganz anders als die Literaturwissenschaftler bzw. Kulturwissenschaftler hier, oder die Wirtschaftler.

Was anderes: Gibt es keine Vorschau der eigenen Kommentar-Beiträge?
Leider nicht, aber du kannst das Fenster vergößern, einfach unten auf "größer" klicken. Mal schauen, die Kommentarfunktion muss auch unbedingt mal verbessert werden.

werkstattschreiber

Vielen Dank für Deinen Kommentar, Christian. Ich kann den Aufwand noch nicht gut einschätzen, manchmal denke ich, dass ich mich in Kleinkram verzettele.

Das Konzept ist wohl wichtig, muss stimmig sein (von Anfang bis zum Schluss). Und seine Figuren solle man gut kennen, so gut wie sich selbst. ;-) Spätestens im 9. Studienmonat sollte man mit dem Roman beginnen (wenn ich mich recht erinnere), damit man eine Chance hat, diesen dann in den 30 Monaten auch abzuschließen. Ich bin im 4. Studienmonat, wollte zumindest die Genre-Hefte abwarten, die im April kommen werden. Obwohl ich schon eine ungefähre Vorstellung meines Projektes habe, will ich mir alle Genre genau ansehen, bevor ich mich endgültig festlege. Dazu in späteren Beiträgen mehr.

Die Geschichten, die in der Nacht entstehen, sind anders als die Tag-Geschichten... :-)

Was anderes: Gibt es keine Vorschau der eigenen Kommentar-Beiträge?

Wolf

Ich glaube ich werde diesen Kurs auch noch machen irgendwann. Einen Roman zu schreiben ist sicher eine tolle Erfahrung, gerade beim ersten Mal. Die meiste Arbeit macht es wahrscheinlich, ein Konzept zu entwickeln. Kann mir vorstellen, dass wenn man erst einmal plastische Figuren hat, die man kennt wie seine Geschwister oder Freunde oder Familie, sich die Story fast von alleine ergibt, aus den Charakteren eben.
Und wenn das Konzept dann steht, schreibt sich der Roman quasi von alleine.

Wünsch dir viel Spaß beim Schreiben!
Manche können ja besser am Morgen schreiben. Denke, dass es wichtig ist, dass man Rituale dafür hat.