Doppelt lesen hält auf! Die zweite Technik beim Lesen lernen für Erwachsene

Nachdem wir nun Sinngruppen erkennen, können wir uns mit dieser Fähigkeit auf den nächsten Schritt beim Speedreading einlassen. Viele lesen und springen dann zurück! Das kostet Zeit, Energie und irgendwann auch die Lust an einem Thema...! Daher bringt es viel, sich dieses Verhalten ganz schnell abzugewöhnen. Was wir mit den Sinngruppen angefangen haben, zieht sich in einer Linie fort. Zuerst erfassen wir eine Sinngruppe, dann die Nächste, dann die Nächste, dann die Nächste! Der Zusammenhang baut sich in unserem Kopf auf!

Speedreading und Regression schließen sich aus

Allein an den Namen ist schon zu erkennen, dass Regression ein Phänomen ist, das beim Speedreading oder Lesefähigkeit trainieren hinderlich ist. Regression, also die Rückbildung, hindert Sie daran, wirklich flüssig zu lesen und die Informationen in der dargebotenen Reihenfolge wahrzunehmen. So, wie die Informationen eben Sinn machen! Anstatt dem Satz „Sie können Ihre Lesefähigkeit optimal nutzen“ lernen Sie, eben durch die zerhackten Informationen, etwas wie „Sie können Ihre können Ihre Lesefähigkeit optimal nutzen nutzen“ oder noch schlimmer. Wen wundert es, wenn man da nichts versteht und immer wieder liest? Selbst, wenn Sie dies bisher nicht gemerkt haben oder nicht wirklich wissen, ob Sie das so machen: Kontrollieren Sie sich mal, ob Sieim Text zurückspringen!

Abhilfe schaffen Sie sich, indem Sie mutig sind! Lassen Sie einfach alles unbekümmert so stehen und lesen Sie konsequent weiter, immer wieder nur die Sinngruppen einteilen und aufnehmen. Wie in der Einleitung schon geschrieben, können Sie sich darauf verlassen, dass sich in Ihrem Kopf der Sinn wieder zusammenbaut, wenn Sie nur alle Informationen aus der Vorlage, dem Bildschirm oder Buch, aufnehmen! Unser Gehirn ist gerade zu dafür gemacht, diese Sinnzusammenhänge und Regeln aus den Informationen zu extrahieren. Wir sind im Grunde dafür gemacht, Regeln in der Welt zu lernen! Machen Sie das einfach, auch wenn es am Anfang vielleicht ungewohnt ist und Sie während der ersten Schritte eine sehr große Verunsicherung verspüren. Diese wird sich schon nach den ersten Sätzen legen!

Dem „mit Sprache lesen“ ein Ende setzen

Laut lesen war mir persönlich schon immer unangenehm. Ihnen auch? Wie auch immer, wenn ich hier jetzt schreibe, dann klingt auch immer mit, wie sich das wohl für Sie, den Leser oder die Leserin, „anhören“ wird! Dabei ist laut mitsprechen oder im Ohr mithören kontraproduktiv! Lesen ist ein Prozess, bei dem Sie Bedeutung aus den Symbolen, in Form von Buchstaben, generieren. In dem Buch ist ein sehr guter Vergleich, nämlich Straßenschilder! Da sehen Sie drauf und erkennen die Bedeutung! Achten Sie darauf, dass Sie das gleiche mit Buchstaben machen. Behandeln Sie Buchstaben wie Symbole.

Letztlich ist es der gleiche Prozess, wie er bei den Sinngruppen oder Wortgruppen besteht. Sie schauen auf eine Gruppe von Symbolen, die eine Bedeutung haben. Eine Wortgruppe, die Sie fixieren, ist nichts anderes wie ein Symbol mit Bedeutung. Vielleicht verstehen Sie den Zusammenhang und die Vorgehensweise auf diese Weise viel besser, als mit den einzelnen Schritten bisher. Sie bündeln viele kleine Formen (Buchstaben und Wörter) in ein Bild, das Ihnen dann eine Bedeutung zusagt. Wenn Sie bei einem „Achtung“ Schild zuerst die schöne Form und Farben betrachten, kann es schon zu spät sein! Daher geht das auch schnell, wir haben es so gelernt! Genau so, wie wir es nun beim Lesen auch machen werden. Wortgruppe mit Bedeutung erkennen, dann die nächsten Wortgruppen und deren Bedeutung nehmen und dabei nicht zurückspringen, sondern abwarten, bis man den Zusammenhang selbst versteht. Einfach ausprobieren und sich dabei nicht verunsichern lassen!

Beitrag veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr) .

Über Marcus Schweizer

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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