Speedreading Schritt 3: Auf die Sinnaussage achten!

Eine weitere Vereinfachung des Leseprozesses finden wir in der Sinnaussage. Das bedeutet, dass wir letztlich gar nicht alles lesen müssen, was vor uns ist. Es reicht in einem Text aus, wenn wir den Sinn erkennen. Die Satzaussage oder das, was der Autor uns sagen möchte, ist die entscheidende Botschaft in einem Text. Vor 10 Jahren kam mir beim Lesen eines Buches der Gedanke, dass der Mensch, der die Schriften verfasst hat, eine ganz bestimmte Aussage, eine Idee oder Vorstellung, vermitteln möchte. Genau darum geht es nun auch beim nächsten Schritt, wenn wir unsere Lesefähigkeit ausbauen möchten.

Woran erkennt man Sinnsignale, was soll das überhaupt sein?

Unsere Sprache und natürlich auch die Texte bestehen aus vielen wiederkehrenden Bestandteilen, die so oder so überall zu finden sind. Genau das sind keine Sinnsignale :-)! Sinnsignale sind Substantive und Verben. Bezieht man sich auf Satzteile und nicht Wörter, so sind Sinnsignale die Satzaussage und der Satzgegenstand. Nochmals anders gesagt, beantworten die Sinnsignale die Fragen Wer und Was, vielleicht dann auch Wo, Warum und Wie. Sinnsignale sind die Teile eines Textes, die den Sinn machen...! Gut, damit ist erkennbar, dass Sinnsignale sich um Substantive sammeln, Substantive letztlich Sinnsignale sind und diese werden groß geschrieben. Eine Orientierung bieten demnach rein optisch die groß geschriebenen Wörter.

Schon mit wenigen Wörtern können Sie den Sinn erkennen. Es reichen oftmals Anzeichen und der Rest ist gegessen. Wir funktionieren ganz allgemein so. Ein Satz ist nur so lang, wie wir Luft in der Lunge haben. Darum haben wir selten Sätze, die über einen ganzen Absatz gehen. Jedenfalls erkennen wir genauso schon gegen Ende des Satzes, wie der Rest lautet... und aus ein paar Bruchstücken erkennen wir das komplette Gebilde. Wir brauchen einfach nicht jedes Wort lesen, ein paar Sinnsignale reichen vollkommen aus.

Erst die Wortgruppe, dann die Sinnaussage

Wichtig bei dem Schritt ist was Sie noch tun müssen. Besser gesagt, woran Sie sich halten sollten, um ein optimales Textverständnis zu erreichen. Mit den Wortgruppen erkennen ist der erste Schritt getan, die Bedeutung, die Sie dann erkennen, tut ihr übriges dazu. Beides ist also wichtig. Erst die Wortgruppe erkennen, dann die Sinnaussage verstehen. Wenn beides zutrifft, dann springen sie, nein – nicht zurück, sondern zur nächsten Wortgruppe! Letztlich wollen Sie ja nicht die Buchstabensymbole ansehen, sondern die Gedanken des Autors verstehen. Hoffen wir, dass der Autor des Buches, das Sie lesen, sich auch was bei seinem Werk gedacht hatte! :-)

Beitrag veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr).

Über Marcus Schweizer

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

Kommentare und Fragen

Mehr Beiträge zum Thema