Mit Pausen konzentriert arbeiten

Wer nur neues Wissen und neue Erfahrungen aufnehmen möchte, wird genau dies nicht erreichen. So wichtig Informationsaufnahme sein mag, Erfolg wird sich dabei nur einstellen, wenn es auch Pausen dazwischen gibt. Pausen sind keine Zeiten, in denen überhaupt nix getan wird. Unser Körper, vor allem unser Gehirn, arbeitet weiter. Ähnlich dem Schlaf verarbeiten wir Informationen in diesen Pausen. Die besten Ideen haben wir, wenn wir gemütlich herumsitzen.

Wozu Pausen einlegen?

Wer keine Pausen einlegt, ist schnell müde oder landet auf Dauer wegen Erschöpfung in der Klinik. Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach: im Kleinen fängt es an. Ich nutze mal etwas Gehirngeografie! .-) Nachdenken und sich vertieft mit etwas beschäftigen findet an zwei unterschiedlichen Orten im Gehirn statt, die sich gegenseitig ausschließen und sogar in ihrer Aktivität runterregeln. Denken Sie über etwas nach, dann bekommt Ihr Areal für Wahrnehmung (ich nenne es mal so) einen Dämpfer.

Sind Sie dagegen bei der Sache, bekommt das Areal für Nachdenken einen Dämpfer. Das ist auch der Grund, warum in Therapiestätten handwerkliche Tätigkeiten hoch im Kurs stehen – die Leute denken dann nicht mehr, sondern sind bei den Dingen um sie herum. Sie aktivieren die Informationsverarbeitung und deaktivieren die Region für Nachdenken! Pausen sind also wichtig!

Ausruhen, ganz gezielt abschalten

Wir denken immer wieder nach, in kleinen Dosen. Mal über eine Tastenkombination, mal suchen wir Informationen. Das ist ganz normal aber ermüdet mit der Zeit! Der beste Hinweis für Ermüdung ist, wenn Sie merken, dass Sie sich immer mehr für eine Aufgabe anstrengen müssen. Das ist die richtige Zeit, um eine Pause einzulegen. Füße auf den Tisch (auch wenn die Kinderstube was anderes lehrte), es sich einfach gemütlich machen und abschalten.

Es sollte dunkel und möglichst keine Störfaktoren vorhanden sein, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten. Einfach vor sich hindösen, einfach nur da sein. 15 Minuten bis halbe Stunde reichen schon vollkommen aus! Ist die Ermüdung sehr stark, dann Sport treiben, vielleicht regelmäßig zu einer bestimmten Zeit oder sich einfach nur bewegen. Müssen Sie sich danach immer noch für eine Aufgabe anstrengen, dann ist eine längere Pause oder Schlaf notwendig.

In diesen Pausen verbinden sich die neuen Informationen miteinander und mit alten Erfahrungen. Ohne diese Verarbeitung, wenn Sie also nur neue Erfahrungen machen, behalten Sie diese auch nicht. Es ist vollkommen nutzlos, ohne Pausen zu lernen.

Beitrag veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr).

Über Marcus Schweizer

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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