Online-Tutorial mit anderen Studenten der Open University aus dem Kurs DSE212

Kurz vor der Abschlussprüfung für den Kurs DSE212 fanden 3 wichtige Tutorials statt, bei denen alle Kursteilnehmer teilnehmen konnten. Im Schnitt waren dann etwa 5 Leute beteiligt, plus der Tutorin von der Open University. Elluminate nennt sich das Programm, das sozusagen ein Online-Klassenzimmer versinnbildlichte – es funktionierte super! Unsere Tutorin hat mehrere Vorlagen vorbereitet, mit denen wir verschiedene Aspekte der Abschlussprüfung betrachteten. Mittels Chat, Wortmeldungen und Zeichensignalen des Programmes stimmten wir ab, konnten Meinungen verbreiten und auch die Sichtweisen anderer Studenten kennen lernen.

Ein paar Wochen vor der Abschlussprüfung von DSE212 kam eine Email von der Tutorin an, in der Tutorials für die Prüfungsvorbereitung angekündigt wurden. Ich wusste zwar nicht, was mich genau erwartet, nahm mir aber fest vor, teilzunehmen. Mit der Email kam noch die Bitte, dass wir uns auf einer Webseite vorbereiten sollten. Elluminate hieß das Programm, dessen Bedienung in einem kleinen Infofilm erklärt wurde. Installieren musste man nichts, Java sollte allenfalls auf dem PC installiert sein und das ist es ja meist sowieso. Ok wie auch immer. Ich startete das Programm und beschäftigte mich ein wenig damit, es gab Buttons mit den Buchstaben A bis E und ein kleines Chatfenster, eine Benutzerliste und ein großes Fenster mit Inhalten. Unten sah ich noch eine Regulierung für Ton, also Sprache. Soweit alles klar.

Teil 1 der Prüfung und die erste Stunde im virtuellen Klassenzimmer

Es war abends um etwa 19 Uhr 30, als ich auf die Webseite der Open University ging, mich ins StudentHome einloggte und von dort auf eine Seite kam, in der ich das Programm Elluminate starten konnte. Ein neues Fenster ging auf, nach einer kurzen Startphase kam nun das schon bekannte Bild mit den Fenstern und Unterteilungen. Bei den Benutzern sah ich dann auch schon den Namen der Tutorin, aus Emails wohl bekannt. Naiv fragte ich mich, ob die tatsächlich abends noch für die Studenten vor dem PC saß? Kurz vor dem eigentlichen Start um 20 Uhr kamen dann noch weitere Namen in die Benutzerliste hinein, von denen ich bisher nie etwas gesehen habe. So, dann nochmal an den Buttons herum gespielt und ausprobiert, dann ging es los. Lautsprecher waren an, das Mikro war auch bereit und plötzlich hörte ich die sympathische Stimme einer Frau im typisch britischen Akzent Englisch reden.
Zu Beginn stellten sich die Studenten dann auch vor, woher sie kommen und ein paar Worte über ihre bisherigen Vorbereitungen. Nach dieser Vorstellungsrunde übernahm die Tutorin das Wort, stellte vor, was sie geplant hatte und begann. Teil 1 der Prüfung sind Begriffserklärungen. Im Mittelpunkt stand aber nicht die Wahl von „Richtig oder Falsch“, sondern die Benotung selbst. An Beispielfragen aus vorherigen Prüfungen sahen wir uns Antworten an und gaben nach den Kriterien der OU eigene Noten. Diese sind in Buchstaben, also A bis E. Für die Begründung, warum wir welchen Buchstaben vergeben haben, kam wieder das Sprachmodul von Elluminate zum Einsatz. So ging das etwa eine Stunde lang, ich fand es großartig! Jeder sah durch die eigene Notengebung, worauf es ankommt!

Die Benotung der Essays war in der zweiten Sitzung im Mittelpunkt

Fast die gleichen Leute aus der ersten Sitzung waren dann auch wieder bei der nächsten Besprechung mit dabei. Dieses Mal ging es um die Essays, die rund 75% der Gesamtpunktzahl ausmachten. Wieder ging es mit der Benotung voran und es begann mit der Fragestellung an sich. Es gibt Signalwörter, die verdeutlichen, welche Aufgabe und welche Struktur das Essay haben sollte. „Discuss“ ist eine Gegenüberstellung, „Explain“ mehr eine Erörterung. Da gab es in den Unterlagen eine Liste mit diesen Aufgabenstellungen und welche Bedeutung sie haben. Im virtuellen Klassenzimmer nahmen wir uns wieder Beispiele vor, die wir dann selber benoten sollten. Natürlich standen am Anfang die Bewertungskriterien noch im Mittelpunkt, mit einer genauen Erklärung, was ein A zu beinhalten hat und was ein B haben muss oder auch, welche Kriterien für ein D erfüllt sein müssen. D ist wichtig, weil das sozusagen „Bestanden“ ist. So sahen wir Fragen aus vorherigen Prüfungen und Beispielantworten, die wir nun benoteten und auch erklärten, warum wir diese Noten gaben. Damit bekamen wir, zumindest ich, ein sehr gutes Gefühl für die Bewältigung dieser Aufgaben und wusste auch, wie ich mich weiter auf die Prüfung vorbereiten sollte. Inhaltlich kommt es vor allem auf einzelnes Wissen an und nicht auf eine Gesamtansicht. Man muss nicht unbedingt ein Thema einem großen Kapitel unterordnen können, sondern eher wissen, dass jemand eine Studie durchgeführt hat und welche Ergebnisse diese brachte. Also eher Einzelwissen als große Zusammenhänge. Dabei ist aber nicht gefordert, Wissen einfach aus den Büchern zu wiederholen, sondern eine gewisse kognitive Verarbeitung. In den Büchern wird erzählt, in der Prüfung muss verglichen werden – so könnte das kurz erklärt werden!

Veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 2 Jahren). Abgelegt unter Prüfung, Lernen, Lerngruppen.

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University.

Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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