Bei der TMA03 führt der Student ein eigenes Experiment durch

Marcus Schweizer
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Super aufgeregt war ich bei der dritten TMA. Das eigene Experiment! Die Stimmung ist wohl mit dem eines kleinen Kindes zu vergleichen, dem der erste Schultag bevorsteht. Ich hoffe nur, dass der Eindruck nicht zu dem über die Schule endet, sondern weiter Begeisterung für die Erschaffung von Wissen, also Wissenschaft, bleibt! Ich bin jedenfalls froher Dinge, was dies betrifft, denn das ist eine Welt fernab von frustrierenden Maßnahmen und Vereinheitlichung!

Genaue Anweisungen aus dem Assignment Booklet

Für jeden Kurs schickt die Open University ein Assignment Booklet mit, in dem die Aufgaben für die TMAs drinstehen und erklärt werden. So auch für die TMA03. Eine genaue Auflistung der geforderten Fähigkeiten und Inhalte sind zu finden. Auch eine Beschreibung, welche Inhalte für die Aufgabe von Relevanz sind. Eine genaue Wiedergabe, aus was diese Anforderungen nun bestehen, darf ich hier natürlich nicht geben. Im Kern besteht die Aufgabe aus der Durchführung eines Experimentes und einem Bericht darüber. Für diesen Bericht müssen auch Auswertungen mit SPSS eingebunden werden, um die Kenntnisse über Statistik zu zeigen. Ich muss zugeben, da habe ich wirklich Schwierigkeiten gehabt und im Nachhinein gesehen, dass ich die falsche Auwertung für den Datentyp genommen habe. Kann passieren, gab Punkteabzug, aber durchgefallen bin ich nicht, denn dafür war ich in den anderen Anforderungen ganz gut! Ich habe zum Beispiel erkannt, was die Studie im Kern herausfinden möchte und warum die Studie überhaupt durchgeführt wird! Klingt nach Kindergarten, aber das war schon sehr knifflig, denn die Studie durchzuführen und zu beschreiben ist eine Sache, den Zweck und die Absichten zu erkennen ist dagegen nicht durchsichtig angegeben. Dann wäre es ja wirklich Kindergarten! :-)
Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass man an der OU nichts geschenkt bekommt, auch wenn sich die Uni aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert.

Planen, durchführen und auswerten!

So ein Experiment bedarf natürlich der Planung. Bei der TMA03 sieht das so aus, dass aus dem Wissen über Methoden und Daten, natürlich auch mit dem Wissen aus der Beschäftigung mit SPSS und dem Code of ethik and conduct, das Experiment geplant wird. Welche Methode wird gewählt, welche Vorgehensweise muss ich einhalten, um die ethischen Regeln nicht zu verletzen, welche Einflussfaktoren, die confounding variables, gilt es auszuschließen? Was ist überhaupt die dependent variable, die gemessen wird und welche unabhängige Variable, die IV, beeinflusse ich selbst? Wo wir schon dabei sind, welche Materialien verwende ich und eignen diese sich denn überhaupt? Ich musste die Unterlagen nämlich übersetzen. Die Aufgabe bestand darin, Wörter vorzulesen, diese waren in der Vorlage aber auf Englisch und es konnte ja sein, dass diese nicht erkannt werden. Die Zeit, die genommen wird, könnte daher beeinflusst werden und nicht den eigentlichen Testwert darstellen. Das sind alles Überlegungen, die vorher bedacht werden müssen. Im Kern besteht die Aufgabe aus der Fragestellung, wie man den beabsichtigten Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herausfindet.
Die Durchführung beinhaltet dann die Erklärung der Teilnehmer, sie müssen so gut es geht Bescheid wissen und auch über ihre Rechte aufgeklärt werden. Sie dürfen beispielsweise immer mitschreiben und sich Notizen machen. Hier kommt der Code of ethics and conduct zu tragen.
Die Auswertung hingegen ist wieder Schreibtischarbeit. Zahlen in SPSS eingeben, die Berechnungen vornehmen lassen, überprüfen, bis man Ergebnisse hat. Hier findet auch Einzug, ob die Studie Erfolg gebracht hat und eindeutige Ergebnisse vorweisen kann. In einem Bericht über etwa 3 oder 4 Seiten ist nun gefordert, die Planung, Durchführung und die Ergebnisse zu schildern. Dieser Bericht kann im Beruf auch der Zeitungsartikel in einem Fachjournal sein, mit der die Ergebnisse dann als gesichert gelten. Es kommt diesem Bericht also eine hohe Bedeutung zu oder in der Sprache der deutschen Bildungsträger und Beamtenschaft gesagt: das muss gekonnt werden, hopp auswendig lernen und wers nicht kann, fliegt! :-)

Veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr). Abgelegt unter Open University, TMA03, Forschung.

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

Kommentare und Fragen

Marcus Schweizer

Nicht neidisch sein - selber machen! ;-)

Da kann man ja schon etwas neidsichsein,
hört sich verdammt spannend an

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