EPoCH – Abtauchen in die Welt der Forscher und Entdecker

Eine beeindruckende Sammlung über die Geschichte der Psychologie findet sich auf der von der Open University selbst entwickelter Plattform EPoCH.Ich glaube mittlerweile, dass die Leute, die an der Universität arbeiten, wirklich nichts anderes den lieben langen Tag machen, als den Studenten immer neue Möglichkeiten zu geben. Nachdem ich EPoCH vorgestellt habe und bedenkt, dass es von der OU selbst entwickelt wurde, versteht man so langsam den sehr guten Ruf dieser Universität. Bei der Plattform erscheint ein Menü mit Personen, den Einteilungen in Themen, Forschungsmethoden und Perspektiven, nach denen man in der Geschichte der Psychologie stöbern kann.

Exploring Psychology`s Context and History

Das funktioniert auch wunderbar. Die Hintergründe über Personen, deren Forschungsgebiete, ihren Verbindungen sowie Methoden und Statistiken offenbaren sich immer wieder. Besonders interessant ist die Darstellung, welcher Forscher von wem beeinflusst wurde und welche Nachfolger der oder die jeweilige Forscher/in beeinflusst hat. Die Infos gibt es sogar mit Bildchen.

So kann man eine etwaige Verbindung und die Vernetzung der Personen ersehen, obwohl das natürlich nicht auf persönlicher Ebene gemeint ist. Es kommt dabei vielmehr darauf an, welcher Forscher sich von welchen Theorien und Richtungen beeinflussen lassen wollte, welche er weiter entwickelte oder weiter arbeitete.

Zu den einzelnen Personen stehen die Forschungsmethoden, ob jemand mit Introspektion arbeitete oder Experimente anstellte. Vielleicht scheint das weniger interessant, wenn man nicht soviel über die Unterschiede, die Vor- und Nachteile der Methoden weiß. Falls doch, umso besser. Nur bei den Methoden allein bleibt es nicht, auch die jeweilige Perspektive ist aufgezeigt. Dabei handelt es sich um den Bereich in der Psychologie. Unterscheiden muss man dies von den direkten Themen, wie Bildung, Gedächtnis oder Wirtschaftspsychologie.

Aufgaben und Gliederung

In EPoCH kann man sehr viel Zeit verbringen. Besonders interessant ist die Zeitleiste mit den Lebensdaten der jeweiligen Forscher. Nicht weniger als 100 Personen wurden in diese Aufstellung genommen. Der früheste Forscher ist Descartes, der sich bekanntlich ja auch schon mit Nerven und dem Gehirn auseinandergesetzt hatte. Über Charcot, natürlich auch Darwin und Freud bis hin zu den noch lebenden Forschern wie Kahnemann sind viele, aber nicht alle bedeutenden Forscher aufgenommen worden. Mir fiele jetzt auch der Psychoanalytiker Otto Kernberg oder die bekannten Hirnforscher Manfred Spitzer und Mark Solms ein. Der gigantische Eric Kandel darf natürlich auch nicht vergessen werden! Naja, die Engländer sehen ja vieles anders. :-)

Es wäre kein Studium, wenn es keine Aufgaben dazu gibt. So sind diese gleich in die Plattform integriert und können auch über sie gelöst werden. Das kann man machen, muss man aber nicht. Wer sich bischen testen will, ob er auch schon genügend über die Geschichte und Personen der Psychologie weiß, der kann die Eigenen ja mit den vorgegebenen Lösungen vergleichen.

Auf der Plattform EPoCH werde ich sicherlich noch die eine oder andere Stunde verbringen.


Beitrag veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr).

Über Marcus Schweizer

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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