Nur eine Woche Zeit – aber gewusst wie!

Ich bin in der unrühmlichen Situation, nicht nach dem Study Kalender vorgegangen zu sein und nun in einer Woche die Arbeit von vier bewältigen zu müssen. Eigentlich sollte ich dazu noch eine ganze Liste an anderen Aufgaben erledigen – wer kennt solch eine Situation nicht?

Da fällt mir Harry Potter ein, wie mir bei der Geschichte auffiel, dass auch die Zauberer lernen müssen, wie man zaubert – schon komisch! Wenn sie doch zaubern können, den Nürnberger Trichter kann nicht einmal Harry Potter erscheinen lassen...! Ziemlich intelligent wäre es ja gewesen, den angehenden Zauberlehrlingen mit einem tollen Zauberspruch all die Fähigkeiten angedeihen zu lassen.

Wie dem auch sei, Lernen ist auch kein Hexenwerk! Zudem habe ich ja das Studium selbst gewählt, bin insgesamt immer noch begeistert und völlig überzeugt davon. Doch wenn ich die jetzige Situation ansehe, erinnert mich das Ganze eher an Goethe und den Zauberlehrling, an die Geister die ich rief. Um in die Richtung der Psychologie wieder zu kommen, hat nicht zuletzt Sigmund Freud etwas in der Art gesagt, dass man sich nicht erschrecken sollte, wenn man das Böse herauf beschwört. :-)


Das Problem ist hausgemacht!

Genau so ist es! Keine äußeren Einflüsse haben die jetzige Situation gemacht, sondern die eigene Vernachlässigung führte dazu. Das bedeutet, dass auch die Lösung in den eigenen Händen liegt, genauer gesagt, in den eigenen Entscheidungen! Nun kommt wohl auch die interessante Stelle, wie eine Lösung aussehen könnte. Ich hab etwa eine Woche Zeit, etwas Vorwissen und sonst weiß ich nicht, was da alles überhaupt zu machen ist. Ich weiß nur, dass ich in einer Woche fertig zu sein habe. Danach ist laut dem Study Calender wieder Zeit, mit den Inhalten der nächsten TMA anzufangen. Die TMA02 muss allerdings erst am 13. Januar abgegeben werden, doch das wäre sozusagen der Supergau. Dann wäre ich nämlich auch insgesamt voll im Hintertreffen!

Was ich also als erstes gemacht habe, war, dass ich mir einen zeitlichen Rahmen gesteckt habe, ohne zu wissen, was oder wie viel Arbeit vor mir ist. Das ist immer der erste Schritt.

Nun kann ich erstmal zusammenfassen, welche Themen und welcher Umfang zu bewältigen ist. Kapitel 3, 4 und 5 aus dem ersten Buch „Mapping Psychology“. Das ist letztlich das komplette Buch, etwa 200 Seiten. Dazu kommt Methodenlehre, ein Kapitel. Ja gut also jetzt hat das eine Form bekommen – circa 250 Seiten in einer Woche. Hört sich doch schon nicht mehr soviel an, etwaige Panik, die bei manchen so aufkommen könnte, verfliegt mit diesem Überblick dann wohl doch. Ich sag mir, jetzt weißt Bescheid.


Ziel setzen und ansteuern

Nachdem ich jetzt Arbeit und Zeit herausgefunden habe, weiß ich, welche Leistung ich bringen muss. Erinnert das jemand vielleicht an Physik? :-)

Da ich mir das Glück gemacht habe und freiberuflich als Texter und Korrektor tätig bin, kann ich mir auch meine Zeit frei einteilen – was ich auch mache! Weniger Aufträge bearbeiten, nichts drum herum machen und dafür lesen, lesen und nochmals lesen! Ich schätze, dass ich vielleicht zwei Tage für alles brauche. 250 Seiten überfliegen um in etwa Bescheid zu wissen, dauert nicht lange. Vorher seh ich mir aber die TMA02 Aufgaben an, dass ich die Themen dann genauer durchlese.

In den großen Rahmen setz ich also kleine Rahmen, stecke mir kleine Ziele ab und plane mein Vorgehen, noch bevor ich irgend etwas mache. Richtig falsch wäre es meiner Ansicht nach, drauf loszulernen und einfach alles zu lesen. Wichtig ist vor allem, dass man das Gefühl der Sicherheit behält. Vor allem Sicherheit, selbst bestimmen zu können und das eigene Leben bestimmen zu können versetzt jeden in die Situation, die Herausforderungen (ich sag bewusst nicht Schwierigkeiten oder Probleme) zu bewältigen. Wer die Fäden aus der Hand gibt, wer über sich bestimmen lässt, wer Verantwortung abgibt, der wird über kurz oder lang auch seine Ziele verlieren.

Beitrag veröffentlicht vor 8 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr).

Über Marcus Schweizer

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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