Identität

Vom Alltag zur Wissenschaft
Welch ein großes Thema: Identität! Wer kennt die Fragen nicht, nach dem wer wir sind und wer ich bin und wer du bist. Versucht man eine Antwort zu finden, kommen schnell pseudophilosophische Gespräche auf und schnell wühlt man im Topf der früheren Erfahrungen. Doch bevor es allzu melancholisch wird – Stopp!


Es geht auch anders: schöner und vor allem interessanter!

So fing ich an, im Kapitel 1 zu lesen. Das Erste, was einem wirklich nützt, nach der eigenen Identität zu fragen ist, sich selbst mal in den Blickpunkt der Betrachtung zu nehmen. Wie sieht man sich selbst. Ein einfacher Test hilft weiter. In zwölf Minuten einfach aufschreiben, welche Stichpunkte einem zu sich selbst einfallen, was andere vielleicht über einen sagen und das ganze Ergebnis dann mal liegen lassen. Am nächsten Tag, mit ein bischen Distanz, schaut man sich die eigenen Antworten zu der Frage mal an und bekommt einen ersten Eindruck, wer man denn sein könnte. Der gute Freund, der gute Fußballspieler, Weltenbummler, Spiele Spieler, der Neunmalkluge?

Wie schätzt man sich selbst ein, hat man vielleicht ein politisches Profil dabei wie ich bin FDP/SPD/CDU Mitglied? Welche Punkte betreffen Charaktereigenschaften, welche ordnen einen in eine Gruppe ein? Ein kleiner Test in dem man sich selbst wenigstens ein kleines Stück mal kennen lernt, nicht wenige werden sagen: „Ach genau so hab ich mich noch gar nicht gesehen“!

Sollte jeder mal machen, ist ganz interessant! Wichtig ist, dass man spontan antwortet und nicht auswählt!

Der Körper als Teil der Seele

Ein alltägliches Schauspiel bringt nun der zweite Punkt im ersten Kapitel. Der eigene Körper! Unsere Identität wird maßgeblich vom Körper getragen, auch wenn wir dies nicht ganz so bewusst immer vor uns haben. Aber man stelle sich vor, man könne sich selbst nicht mehr bewegen wie der Physiker Hawkins. Menschen definieren sich durch und mit dem eigenen Körper, stellen ihre Identität und Persönlichkeit auch durch diesen dar.

Welche Klamotten getragen werden oder mit Körperschmuck. Der Körper ist also maßgeblicher Teil unserer Identität – das ist die Botschaft!

In den weiteren zwei Abschnitten geht es im wesentlichen um Theorie, aber keine graue! So wird die Theorie von Erikson vorgestellt. Nach ihm entwickelt man sich über das Leben hinweg von Stufe zu Stufe und durchläuft eine Entwicklung bis zum reifen Selbst.

James Marcia entwickelte auf dieser Basis einen Fragebogen, nach dem er dann die Leute einschätzte, auf welcher Stufe diese gerade sind.

Und was lernt man selbst?

Wie ich schon gesagt habe, wird an der OU sehr viel Wert auf die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten gelegt. Diese Woche stand „aktives lesen“ im Mittelpunkt. Wie kann man Texte durchlesen, wie sollte man dies machen? Dabei ist wichtig, sich vorher zu überlegen, was wichtig ist und was. Welche Texte lese ich konzentriert durch, welche überfliege ich mit einem Auge?

Man darf das nicht gering schätzen, denn man kann sich durch diese Organisation sehr viel Arbeit und Zeit einsparen. Es gibt wohl sehr viele Studenten, die einfach alles gleich durchlesen und soviel Zeit vergeuden.

Wo ich nur drei oder vier Stichpunkte brauch, lohnt es sich nicht einen Text von fünf Seiten auswendig zu wissen. Eine erste und lehrreiche Lektion!

Veröffentlicht vor 9 Jahren (aktualisiert vor 2 Jahren). Abgelegt unter Psychologie.

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University.

Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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