DSE212 – Vom Kursmaterial erschlagen

Marcus Schweizer
 | 5 Kommentare

Wenn der Postbote klingelt...

Nun ist es endlich soweit, mein Kursmaterial für den DSE212 ist angekommen. Die DHL brachte einen Karton der Größe A4 und einer Höhe von etwa 10 cm, auf dem von außen schon das Logo der OU zu sehen war. Die Anspannung der letzten Wochen stieg nochmals an, die Sekunden von der Annahme bis zum Auspacken des Kartons zogen sich hinaus...! Für jemanden wie mich, der sein Studium aus Überzeugung zu einer bestimmten Weltanschauung durchläuft, der sein Fachgebiet als Lebenseinstellung und nicht nur Broterwerb sieht, war es wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern zusammen. ENDLICH GEHTS LOS!!!

 

Auspacken, ansehen und einrichten

Zuerst habe ich natürlich das Paket aufgemacht und die Unterlagen angesehen. Was da alles mitgeschickt wurde! Jedenfalls war auch wieder der schon bekannte Kalender mit dabei. Der ist äußerst wichtig und so überaus hilfreich! Es wird nämlich das komplette Kursprogramm vorgegeben mit Vorschlägen, welche Themen und Aktivitäten in welcher Woche „abgearbeitet“ werden sollten! Auch sind Angaben, wann die jeweiligen Teilaufgaben, also die TMAs, eingesendet werden müssen. Beim letzten Kurs habe ich den Kalender noch in einen Glasrahmen getan und an die Wand gehängt. Dieses mal brachte ich eine Magnetleiste an der Wand an, da auch andere Blätter mitgesendet wurde und ich zudem verhindern wollte was mir schon passiert ist: Dass ich wichtige Unterlagen nicht mehr auffinde! So habe ich das jetzt schön für den kurzen Blick zwischendurch an der Wand hängen und kann das auch fexibel neu ordnen! So eine Magnetleiste ist auf jeden Fall zu empfehlen! Ja dann gibt es auch noch mein Regal, aber vielleicht sollte ich über den Arbeitsplatz und wie man sich den einrichtet extra mal was schreiben?


Von Blättern, Heftchen, Büchern bis hin zu CD und DVD – auch online verfügbar

Interessanter scheint mir erstmal der Überblick über die ganzen Unterlagen zu haben. Es werden nicht nur Bücher gesendet. Man bekommt lose Blätter wie den Kalender, kleine Büchlein wie das Workbook, ein paar Zeitungen und Broschüren und natürlich die wichtigen Bücher mit den eigentlichen Inhalten. Da wären zwei Ausgaben mit den psychologischen Inhalten, Geschichte, Richtungen, der Biologie und auch den Leuten und ihren Entdeckungen. Daneben ist ein ebenso dickes Band mit Statistiken und Techniken von Umfragen, jede Menge Mathematik! Ich werde über die Inhalte später noch viel zu erzählen wissen, versprochen, doch soll es fürs Erste ja um den Start und den Umfang der Kursmaterialien gehen.

Habe ich schon etwas vom Study Guide erzählt? Hier hat sich die Open University fast schon selbst übertroffen. Der Study Guide kann wirklich wörtlich genommen werden, er dient als zentraler Ausgangspunkt für das selbständige Lernen. Die Analogie des Kurses zu einer Reise in der Einführung ist wunderbar, werden dort doch alle Aspekte aufgezeigt, auf die es an kommt. Man kauft ein Ticket, beginnt die Reise und fährt von Ort zu Ort, wie in dem Kurs ein Thema nach dem anderen dran kommt. Bei jedem Thema gibt es die Menschen mit ihren Entdeckungen, ähnlich der Person an einem Ausflugsziel, die über die Sehenswürdigkeit zu berichten weiß. Aber auch beschwerliche Strecken wie auf einer Wandertour werden für die persönlichen Entwicklungen heran gezogen. Im Study Guide fand ich also sowohl studienrelevante Punkte wie auch Schwerpunkte, was die eigenen Vorgehensweisen angeht.

Neben Büchern sendet die Open University auch Audio CD`s mit, auf Sprachkenntnisse wird allgemein sehr viel Wert gelegt und fließt auch in die Benotung mit ein. Auf die Augen gibt’s auch etwas: DVD`s mit relevanten Informationen. So habe ich zwar von Mitscherlich und seinen Experimenten über Gehorsam schon so ziemlich viel gelesen, doch wie der Mann aussah wusste ich bis dahin nicht. Gut ich hab auch nicht danach gesucht...!

Da studieren nicht nur graue Theorie sein soll, gibt es allerhand praktische Versuche und Aufgaben. Dafür ist das SPSS Programm vorgesehen. Was es genau kann und wie es zu bedienen ist weiß ich selbst noch nicht. Es muss wohl für die Erstellung von Statistiken sehr gut sein. Sicherlich wird das auch in einem weiteren Blogbeitrag von mir stehen.

Was ich jetzt noch unbedingt anmerken wollte: Die ganzen Materialien können im Student Home, der persönlichen Webseite mit dem Überblick über alle relevanten Infos, herunter geladen werden. Fehlt etwas, loggt man sich ein und lädt es einfach herunter. Die Sache mit der Karte vom letzten Kurs kann mir so nicht wieder passieren, aber damals hat mir die OU ja auch sehr gut geholfen.


Tutor made Assignments bis zur letzten Sekunde

Die Prüfungen sind bisher zu kurz gekommen, dabei gibt es auch in dieser Hinsicht einiges und erfreuliches zu berichten. Grundsätzlich gibt es regelmäßige Arbeiten, die sogenannten Tutor made Assignment, kurz TMA. Im jetzigen Kurs beinhalten die TMA das Schreiben von Essays, man könnte es auch Erörterungen nennen. Im Assessment Booklet werden die Anforderungen genau beschrieben, auch die Benotung und welche Gewichtung auf gewisse Aspekte zu kommt. Dazu kommt dann die Abschlussprüfung am Ende des Kurses, wofür noch ein Extraheft zugesandt wird und die genauen Anforderungen mitgeteilt werden. Interessanterweise ist der Kalender so zugeschnitten, dass für jede TMA und für die Abschlussprüfung genügend Zeit für Vorbereitung zur Verfügung steht. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, auch gleich das webbasierte System zu testen. Damit können die TMA`s nämlich online abgegeben werden, per Upload von der Festplatte erhält der Tutor gleich die eigene Arbeit. Das sollte natürlich dann spätestens in der letzten Sekunde am letzten Tag vor Stichtag passieren, zur Not also noch in der Nacht, wenns fünf vor 12 ist.

Veröffentlicht vor 9 Jahren (aktualisiert vor 2 Jahren). Abgelegt unter Studienmaterialien, Fernstudium Psychologie.

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University.

Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

Kommentare und Fragen

Danke, Bauchschmerzen hatte ich ja bei der Aus-dem-Kopf-Benennung aber wusste nicht wo es auf die Schnelle zu finden ist...! ;-)
Man kann Tutor made Assignments ja auch in der Art zurück übersetzen, dass die Tutoren damit die (Korrigier-)Arbeit gehabt haben! ;-)

Gut aber das mit den CMAs und ECAs - erstmal die TMAs vorstellen, ein paar Mal vorkommen lassen bis der fleißige Mitleser Bescheid weiß und dann können CMAs und ECAs dazu kommen...!

Im Übrigen, gerade nachgeschlagen: GAANZ genau sind es die tutor-marked assignments!
Wichtig ist doch eher, dass der Tutor sie korrigiert, sie regelmäßig zu schreiben sind und wie sie innerhalb des Kurses gewichtet werden...!

TMA heißt aber bitteschön nicht "tutor made assignment", sondern "tutor *marked* assignment". Es geht darum, dass der Tutor die Arbeit korrigiert und bewertet, und nicht, dass er die Aufgabenstellung übernimmt. Aufgaben werden immer zentral gestellt, ob Tutoren auch Fragen miteinbringen können, weiß ich jetzt aber nicht. Es gibt dann noch CMAs und ECAs bei der OU - jeweils Arbeiten, die nicht vom Tutor bewertet werden, ebenso wie die Klausuren.

Ja, an der FernUni wird das Semester eher durch die Einsendeaufgaben strukturiert. Wer in der Nähe eines Studienzentrums lebt, kann auch die Mentoriate besuchen. Aber einen Plan muss man sich eigentlich selbst aufstellen.

Guter Tipp auch mit der Magnetleiste. Vielleicht werde ich meinen Arbeitsplatz auch mal mit so etwas, einer Tafel, Pinnwand oder dergleichen erweitern.

Bitte!

Ja der Kalender und der Study Guide soll wirklich neidisch machen! :-)
Es sind alle Kursmaterialien aufgelistet, mit dem Zeitraum in welchem die Inhalte angesehen oder gehört werden sollten!
Ich wüsste gar nicht, was ich ohne den machen sollte! Alles selbst vorstrukturieren und den Plan aufstellen? Wäre sehr sehr sehr viel Aufwand, vor allem einschätzen wann was zu machen ist. Zudem muss das ja noch nach den TMA`s eingeteilt werden.

Es trifft aber die Philosophie der OU wieder: Du willst? Hier... mach!

Schöner ausführlicher Beitrag Marcus, da habe ich schon eine gute Vorstellung über die Materialien der OU bekommen. Interessant, die mit denen der FernUni zu vergleichen. Angesichts der Medienvielfalt könnte ich glatt ein bisschen neidisch werden ;-) Da scheint die FernUni der OU ein ganzes Stück hinterher zu sein.

"Studium aus Überzeugung zu einer bestimmten Weltanschauung durchläuft, der sein Fachgebiet als Lebenseinstellung und nicht nur Broterwerb sieht" Da dürfen sich eine Menge Studis gerne eine Scheibe von abschneiden. Ich nehme auch ein Stück ;-)

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