Der Schatten von DSE212

Eine Stimmung zum schneiden

Es ist noch etwas hin. Eine etwas gereizte Stimmung herrscht bei mir. Erwartung, aber nicht gerade Befürchtung, eher Spannung füllt den Alltag und begleitet alle Aktivitäten. Noch etwas mehr als sechs Wochen, irgendwie ist es wie als Kind, als man auf Weihnachten gewartet hat – man zählt fast schon die Tage, ich belass es erstmal bei den Wochen. Ja die Spannung ist wirklich das Entscheidende, aber keine Zweifel. Gedanken schwirren einem durch den Kopf, wie es wohl sein wird, was kommen mag. Wie war es bisher, was gibt es vielleicht noch zu machen?

Der Grad der Ungewissheit, wird er sich noch steigern? Gewiss, denn noch kann ich mich mit Vorbereitungen ablenken, Regale anbringen, Ordnungssystem einführen, aufräumen und was man nicht so alles organisieren kann.

 

Was kommt?

 

All das ist der Schatten des anstehenden Kurses DSE212, Exploring Psychology. So richtig hungrig darauf wurde ich mit einer Vorabsendung gemacht, die ein kleines Buch über das Schreiben von Essays und Informationen über den Kurs beinhaltete. Das hat mich sagen wir überrascht, weil die Tutoren darin schon eine Anleitung angaben, dass sehr viel Lesematerial kommen wird. Ein erstes Essay kann zur Probe eingesendet werden, um schon Verbesserungen für den Ernstfall zu haben und sich ein Stück mehr auf das Kommende einstellen zu können.

 

Was dahinter steckt...

 

Mich erinnert das an eine Studie, von der ich durch mein außeruniversitäres Interesse gelesen habe. Ich gebe das einfach mal ungenau aus Erinnerung wieder, das Prinzip ist glaub verständlich:

Affen werden Karten gezeigt und je nachdem welche Karte kommt bekommen sie Essen oder eben nicht. Dann hat man noch die Aktivität der Neuronen und Areale gemessen, also die Aktivität abgeleitet. Jetzt variiert man die Karten so, dass ein größtmöglicher Zustand von Ungewissheit entsteht, bei dem die Affen nicht wissen ob nun Essen kommt oder nicht. Hier besteht das größte Maß an Aufmerksamkeit, was dazu führt, dass das Kommende umso intensiver gelernt wird. Kann vorab schon eine Richtung, eine Entscheidung, vorher gesagt werden, ebbt die Spannung auch wieder ab.

 

Bitte frei machen

 

Sich also auf das Neue einzulassen, auf die Spannung, auf die Ungewissheit, garantiert einem für später, das zu Lernende besser behalten zu können. Auf einer Vorlesung eines Hirnforschers habe ich das hautnah erlebt, wie der Vortrag gut eine halbe Stunde später begann. Da war die Anspannung riesig, wann der Vortrag denn nun endlich beginnt. Als ob es gestern gewesen ist erinnere ich mich an den Abend, nicht an jedes Detail, das ist klar. Aber an sehr vieles, toller Abend!

 

Wie es mit dem Kurs weiter geht? Keine Ahnung, ich werde das Probeessay schreiben. Nicht wissen, was einen erwartet ist ein tolles Gefühl. Einfach selbst mal ausprobieren!

 

Beitrag veröffentlicht vor 9 Jahren (aktualisiert vor 1 Jahr) .

Über Marcus Schweizer

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University. Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

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