Das duale System an der DAA

Marcus Schweizer
 | 2 Kommentare
Der Weg zum staatlich geprüften Techniker bei der DAA ist nicht steinig ausgelegt, sondern in Form eines Dualen Systems aufgebaut. Wie die DAA selbst aussagt, soll damit eine möglichst an den Anforderungen der Wirtschaft und der Praxis des Berufsalltages angepasste Fortbildung angestrebt werden. Durch stufenweise Veränderung der Lernsituation, um genauer zu sein durch eine Verschiebung von theoretischem Lernen hin zu praktischer Verantwortung und Realisierung, wächst der Student automatisch in die Verantwortung und Kompetenz eines Technikers hinein.


Doch wie geht das vor sich und was erwartet einen im Laufe des Studienganges?

Zu Hause lernen zieht sich durch alle Semester hindurch und ist die Grundlage für das Studium. Dabei muss natürlich eine gewisse Selbstorganisation vorhanden sein, der Fortschritt hängt sehr davon ab. Feste Zeiten und ein fester Lern- und Arbeitsplatz mit den benötigten Unterlagen und Materialien sollten auf jeden Fall eingerichtet werden. Ich hab mir einen Schreibtisch und Stuhl mit Regalen in eine Ecke gestellt, in der es kein Telefon oder Computer gibt, nur Unterrichtshefte, Stifte, Taschenrechner und Papier, eben alles was benötigt wird.

In den ersten zwei Semestern wird das sogenannte häusliche Studium von Samstagsunterricht ergänzt. Dort sind andere Studierende und natürlich auch die Dozenten. Ganz allgemein spricht man da die Fortschritte an, gibt sich Tipps und werden die Inhalte auch zusammenfassend nochmals durchgegangen.

Im dritten Semester endet dieser Samstagsunterricht und wird mit mehrtätigen Präsenzveranstaltungen ergänzt. Die mehrtätigen Kurse finden im übrigen an zentralen Orten innerhalb eines Bundeslandes statt, die je nach Wohnort dann zugeteilt werden. Für den südlichen Raum ist dies Würzburg. Eine unbedingte Anwesenheitspflicht ist nicht notwendig, es werden keine formalen Nachteile entstehen, dass man also wegen Abwesenheit aus dem Kurs ausgeschlossen wird, man schadet sich durch die fehlende Erfahrung einfach selbst.

In den weiteren Semestern entfallen dann schließlich die Samstagsunterrichte, die auf theoretisches Grundwissen abzielen, ganz und es finden nur noch Präsenzveranstaltungen zu den jeweiligen Kursen wie Automatisierungstechnik, Konstruktion oder Projektmanagement statt. Innerhalb dieser Veranstaltungen werden die Teilnehmer durch Dozenten in der Durchführung der eigenen Arbeiten unterstützt und angeleitet. Dadurch wächst die eigene Kompetenz mit der praktischen Erfahrung und dem theoretischem Wissen aus häuslichem Studium als Grundlage.


Veröffentlicht vor 9 Jahren (aktualisiert vor 2 Jahren). Abgelegt unter DAA-Technikum, Duales Studium.

Marcus Schweizer

Ich studiere Psychologie an der Open University.

Beruflich bmach ich Menschen glücklich :-)

Kommentare und Fragen

Ja du verstehst das ganz richtig :-)

Duales System bedeutet an der DAA vor allem die Ausbildung von Theorie und Praxis! Der Techniker ist ja ein richtiger Berufsabschluß, mit eigenen Aufgabenfeldern in den Betrieben.
Daneben kann man mit einer Zusatzprüfung eben zudem noch die Fachhochschulreife bekommen...! Sozusagen als Bonus oder Bonbon obendrauf.
Ich persönlich weiß noch nicht ob ich danach ein Studium an einer FH beginnen werde oder mich für einen solchen Job bewerbe.
Aber gerade wegs den Möglichkeiten die der Abschluß bietet hab ich ihn angefangen.

Klasse, dass uns Du uns hier diese Einblicke in Dein Studium gewährst, Marcus. Was mich noch interessiert: Ich dachte bisher, dass Duales Studium = Ausbildung + Hochschulabschluss - aber es ist anscheinend die Theorie verbunden mit viel Praxis gemeint. Verstehe ich das richtig?

Grüße
Christian

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