Blogparade Fremdsprachen lernen

fernstudi.net

Veröffentlicht von fernstudi.net Abgelegt unter Lernen, Fremdsprachen

Ich will mal ein wenig an der Blogparade von sprachen-lernen-web.com zum Thema Fremdsprachen lernen  teilnehmen.
Die Fragen lauten:
  1. Wie viele Sprachen sprichst du?
  2. Welche Sprachen sprichst du?
  3. Welche Sprachen lernst du zur Zeit?
  4. Was motiviert dich zum lernen einer Sprache?
Die kann ich kurz und bündig beantworten:
  1. Eine.
  2. Deutsch, manchmal glaube ich aber, dass ich mehr Deutsch schreibe, als spreche ;-)
  3. PHP.
  4. Ich gebe gerne damit an, was ich für Sprachkenntnisse besitze, im Ernst. Das erkläre ich indirekt im Folgenden.

Als ein Auserwählter von wenigen wurde ich bereits in der 3. Klasse in eine Art Englisch-Unterricht geschickt, da lernten wir ein paar Vokabeln, mehr glaube ich nicht. Mir fiel dann der Englisch-Unterricht am Gym sehr leicht, brauchte nie lernen, hatte ein intuitives Verständnis. Soll mal einer sagen, Frühförderung wäre sinnlos.
Das Witzige war, dass mein Englischlehrer ein Russe war, der sich selbst Deutsch und Englisch beigebracht hatte. Er sprach ein nettes Englisch mit russischem Akzent und konnte besser Deutsch als wir, was sich darin äußerte, dass unsere Klassenarbeiten manchmal mehr deutsche korrigierte Wörter enthielt als englische. Manchmal sang er auch englische Lieder mit uns. Jedenfalls mochte er mich, weil ich sein bester Schüler war, er nannte mich aber auch „Chuligan“ (russische Aussprache für Hooligan), weil ich ein Rabauke war.
Später wurden wir vor die Wahl einer zweiten Fremdsprache gestellt: Französisch, Latein oder Russisch. Er meinte zu mir und zwei drei anderen guten Schülern, dass Russland in Zukunft auch in wirtschaftlicher Hinsicht an Bedeutung gewinnen würde, das Russische eine tolle Sprache sei, ob wir nicht zu ihm in den Russischunterricht wollten. Irgendwie war es cool, alle machten Französisch, die Streber Latein, wir eben Russisch.
Auch in Russisch sang er dann ab und an ein Lied mit uns.
Ich überspringe mal andere Lehrer, die ich im Laufe der Zeit in Englisch oder Russisch hatte und komme zum Punkt: Heute ist mein Englisch zwar einigermaßen fließend und grammatikalisch sicher, aber von einer grauenhaften Vokabel-Armut. Bei Thomas Mann z. B. war es ja so, dass er im Exil nicht in Englisch schreiben wollte und konnte, weil er sich des Deutschen einfach zu sicher war, es zu sehr liebte; ein wenig kann ich das nachvollziehen, auch ich liebe die deutsche Sprache, einen annähernd hohen englischen Vokabelschatz aufzubauen, das würde Ewigkeiten dauern. Russisch sprache ich eigentlich gar nicht, wenn ich mir Mühe gebe, kann ich es verstehen.
Ich spule vor, um niemanden zu sehr zu langweilen ;-) Mit Latein, das ich vor dem Studium und während der ersten Semester zu lernen begann, großteils autodidaktisch, begann für mich erst richtig die Freude des Sprachenlernens. Über Latein lernen hatte ich an anderer Stelle bereits geschrieben. Heute habe ich ein gutes Gefühl für die Grammatik, spreche es aber leider nicht.
Ab dem 3. oder 4. Semester begann ich, Altgriechisch zu lernen, diesmal mit Lehrerin, was sehr gewinnbringend war. Ich hab es bisher nicht bis zum Graecum geschafft, das werde ich aber irgendwann noch nachholen. Eine wirklich tolle Sprache und ein gutes Gefühl, die Klassiker, Homer, Platon und andere Griechen einigermaßen zu verstehen. Wer die Antike wirklich verstehen will, das gilt auch für andere Kulturen und Fremdsprachen, der muss die Sprache lernen.
Ach ja, neben Latein habe ich auch noch eine Weile Französisch gelernt, hauptsächlich mithilfe von Rosetta Stone. Aber ich bin noch nicht allzu weit und werde das demnächst fortsetzen.
Sprachen zu lernen ist für mich immer ein wichtiger Bestandteil des Studiums gewesen und wird es auch bleiben. Momentan ist es mir nicht wichtig, neben Deutsch weitere Sprachen fließend zu sprachen, das möchte ich dann allerdings mit ausgedehnten Auflandsaufenthalten in Frankreich, Amerika, vielleicht Russland, Lateinland ;-) ändern. Mich interessiert außerdem auch stark das Italienische, weil es ein Schlüssel zum Verständnis des Mittelalters darstellt.
Ach ja, eigentlich gebe ich nicht gerne mit den Sprachkenntnissen an, aber manche lassen sich echt leicht beeindrucken, wenn man sagt, dass man Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch, Altgriechisch und Latein gelernt hat. Macht sich zumindest gut auf einem Lebenlauf ;-)

Sorry, etwas ausführlich geworden.

Ps: Damit ich's nicht vergesse - Fernkurse Fremsprachen

 

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Kommentare (1)

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dani schrieb: Danke

11.01.2009 01:13 von dani | Website
Dank für deine Beteiligung an der Blogparade!

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